Aus der aktuellen Ausgabe

Abschied nach 30 Jahren in Lahan

Dr. Albrecht Hennig beendet seine augenärztliche Tätigkeit in Nepal
Vor 30 Jahren verließ Dr. Albrecht Hennig Deutschland, um als Augenarzt vorübergehend für die Christoffel-Blindenmission (CBM) zunächst in Pakistan, dann in Nepal zu arbeiten. Aus dem geplanten Kurzzeitaufenthalt wurde ein erfolgreiches Lebenswerk: Hennig blieb und gründete das Sagarmatha Choudary Augenhospital in Lahan, heute die zweitgrößte Augenklinik der Welt, sowie 2006 eine weitere Augenklinik in Biradnagha. Nach drei Jahrzehnten produktiven Schaffens unter schwierigen Umständen hat er nun seine Aufgaben und die Klinikleitung an einen nepalesischen Nachfolger übergeben. Dr. Hannsjürgen Trojan (Marburg) fasst die außergewöhnlichen Leistungen des deutschen Augenarztes in Nepal zusammen.

Serie Auge und Sehen: Die Brille in der Karikatur

Serie zur Sammlung Roth
Die französischen Karikaturisten des ersten Jahrzehnts des 19. Jahrhunderts machten sich die Schaulust der Oberschicht zu eigen, zahllose Karikaturen überschwemmten jetzt den Markt und verulkten den vornehmen Brillenträger. Diese Chromolithografie von Louis-Léopold Boilly aus der Zeit kurz nach der französischen Revolution ist ein klassisches Beispiel für den Niedergang der Bourgeoisie. Das originelle Blatt wurde in einem Antiquariat in Paris erworben.

Kongress AAD 2013

Interview mit BVA-Vorsitzendem Prof. Dr. Bernd Bertram
„Volkskrankheiten in der Augenheilkunde“ stehen im Mittelpunkt der diesjährigen AAD, die vom 27. Februar bis 2. März wie gewohnt ins CCD Düsseldorf zur Fortbildung einlädt. Die gemeinsame Tagung von Berufsverband der Augenärzte (BVA) und Deutscher Ophthalmologischer Gesellschaft (DOG) widmet sich dabei nicht nur den epidemiologischen und therapeutischen Aspekten des Themas, sondern auch den berufspolitischen Spannungsfeldern. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem 1. Vorsitzenden des BVA, Prof. Dr. Bernd Bertram (Aachen), über Befürchtungen und Perspektiven angesichts der aktuellen Entwicklungen.

12. Frankfurter Fortbildungskurs für Refraktive Chirurgie

Update zur Refraktiven Chirurgie
Aktuelle Verfahrensweisen der klassischen refraktiv-chirurgischen Methoden, aber auch die Erörterung der transepithelialen PRK, der Femto-LASIK sowie phaker Intraokularlinsen standen im Mittelpunkt des Frankfurter Fortbildungskurses für Refraktive Chirurgie (FFRC), zu dem Prof. Dr. Thomas Kohnen, Direktor der Klinik für Augenheilkunde der Goethe-Universität Frankfurt am Main, rund 250 Teilnehmer sowie nationale und internationale Referenten begrüßen konnte. Dipl.-Ing. (FH) Oliver Klaproth (Frankfurt) fasst die Tagungsinhalte zusammen.

Burnout bei Ärzten

Den Begriff „Burnout“ führte in den 70er Jahren der Psychoanalytiker Herbert Freudenberger ein. Er verstand darunter gesundheitlich beeinträchtigende Folgen einer beruflichen Überlastung, ohne dass bereits eine Krankheit vorliegt. Auch die amerikanische Sozialpsychologin Prof. Dr. Christina Maslach, Universität Berkley, definierte Burnout als einen dauerhaften arbeitsbedingten negativen Seelenzustand und entwickelte 1981 das so genannte Maslach Burnout Inventory (MBI), ein bis heute gängiges Messinstrument zur Erfassung des Burnout-Syndroms mit den Aspekten: Emotionale Erschöpfung, Depersonalisation und reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit. Nehmen arbeitsbedingte Belastungssymptome zu? Und inwieweit sind Ärzte betroffen? Ein Beitrag von Dr. Christiane Schumacher (Heiligenhaus).

Keratokonjunktivitis epidemica – ein ungelöstes Problem

Die Behandlung von Patienten mit Keratokonjunktivitis epidemica (KCE) stellt weiterhin ein nicht gelöstes Problem dar – wie auch die jüngst aufgetretenen Fälle Anfang Januar erneut gezeigt haben. Augenärzte sind sowohl mit dem schwierigen Handling dieser hochinfektiösen Patienten als auch mit den fehlenden Therapieoptionen konfrontiert. Dr. Birthe Stemplewitz und Dr. Caroline Gesser-Wendt (Hamburg) erläutern die Problematik.

Toxoplasmose Retinochoroiditis

Neue Aspekte einer alten Erkrankung
Die okuläre Toxoplasmose ist weiterhin die häufigste Ursache einer posterioren Uveitis und ein bedeutendes Problem weltweiter Erblindung. Der Erreger T. gondii zählt zu den Eukaryoten, die viele weitere problematische Erreger, wie beispielsweise Plasmodien, die Erreger der Malaria, umfassen. Aktuelle Fragen zur okulären Toxoplasmose fokussieren auf einer besseren Prophylaxe der kongenitalen Infektion, der Bedeutung erreger- und patientenspezifischer Faktoren sowie effektiverer Therapiemöglichkeiten. Ein Beitrag von Prof. Dr. Uwe Pleyer und Dr. Florian Heußen (Uveitiszentrum der Charité Universitätsmedizin Berlin).

Okulare Sarkoidose

Die Sarkoidose ist eine Multisystemerkrankung unklarer Genese, die sich histopathologisch durch das Vorliegen nicht verkäsender Granulomen auszeichnet. In Deutschland liegt die Prävalenz der Sarkoidose bei ungefähr 40 Fällen auf 100.000 Einwohner, damit ist sie, obwohl sie zu den seltenen Erkrankungen gerechnet wird, die häufigste Erkrankung des Lungengerüsts unklarer Genese. Es kann zu einer Vielfalt an Symptomen kommen, so auch zur Augenbeteiligung, die bis zu 80 Prozent aller Sarkoidose-Patienten aufweisen. Die Sarkoidose kann ein sehr variables Bild der Entzündung in allen Abschnitten des Auges verursachen, was die Diagnose erschwert. Dr. Enken Gundlach und Prof. Dr. Uwe Pleyer (Uveitiszentrum der Charité Universitätsmedizin Berlin) stellen die wesentlichen Aspekte der okularen Sarkoidose dar.

Digitalradio mit Sprachausgabe

Technische Bewertung und Tauglichkeit für Sehbehinderte
Bei dem neuen Konzept des Noxon dRadio 110 wird die neuartige Digitalradiotechnik (DAB+) mit einer sinnvollen und innovativen Bedienungshilfe für Blinde und Sehbehinderte verbunden: Das Radio verfügt über eine Sprachausgabe, die sowohl Sender als auch die Bedienschritte und Menüpositionen mit einer natürlichen Stimme ansagt. Dr. Georg Niepel und Klaus Spielvogel stellen das Gerät vor und bewerten den möglichen Nutzen für Sehbehinderte.