Autor: Katica Djakovic

Die retinale Ganglienzelle: Zellstress und Neuroprotektion

Zahlreiche Faktoren tragen im Rahmen der vielfältigen metabolischen Gefäß- und weiteren Prozesse zu der komplexen Pathogenese von Ganglienzellen bei. Faktoren, die über Jahre akkumulieren und bei älteren sowie bei multimorbiden Patienten zu komplexen sich selbstverstärkenden negativen Rückkopplungen und zum Zelluntergang führen. Prof. Dr. Richard H. W. Funk erläutert das pathophysiologische Zusammenspiel, in dem die Neuroprotektion einen möglichen Ansatz darstellt.

Adventssymposium in Köln

Adventssymposium in Köln

Fortbildung mit Falldiskussion
Zum nunmehr 17. Mal luden Dr. Omid Kermani und Dr. Georg Gerten, Augenklinik am Neumarkt, zum Adventssymposium nach Köln ein und boten den rund 150 teilnehmenden Augenärzten ein vielfältiges Themenspektrum. Der Schwerpunkt der Veranstaltung, die unter dem Thema „Paradigmenwechsel in der Augenheilkunde“ stand, galt den Patientenfällen, die in Form von „Live-Visite“ vorgestellt wurden. Weitere Höhepunkte waren die erstmalig stattfindende berufspolitische Diskussion sowie die Spendenübergabe an die Augenklinik in Nepal. Von Katica Djakovic.

Die XXIII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Heiden (Schweiz)

Die XXIII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Heiden (Schweiz)

Von Friedensnobelpreisträgern, Augenärzten und Medizinhistorikern
Anfang Oktober fand in dem Schweizer Bergort Heiden, in dem einst Albrecht von Graefe einige Sommer lang als Augenarzt praktizierte, die XXIII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft statt. Dr. Sibylle Scholtz berichtet über die Tagungsinhalte.

Trabekulotomie mit dem Trabektom

Ein neues minimalinvasives Verfahren in der Kammerwinkelchirurgie
Das Trabektom, entwickelt an der University of California (Irvine, USA), erlaubt die Entfernung des juxtakanalikulären Trabekelmaschenwerks über einen 1,7 mm breiten Clear-Cornea-Zugang, ohne dass die Bindehaut dabei tangiert wird. Die Universitäts-Augenklinik Freiburg wendet das neue Verfahren seit Juni 2009 an und ist damit das erste europäische Trabektomzentrum und eines von über 70 Trabektomzentren weltweit. Priv.-Doz. Dr. Jens F. Jordan, Dr. Matthias Neuburger und Prof. Dr. Thomas Reinhard stellen amerikanische Patientendaten und erste eigene Ergebnisse vor.

Okuläre Fehlbildungen assoziiert mit Anophthalmie und Mikrophthalmie

Interdisziplinäre Diagnostik der okulären und systemischen Veränderungen
Okuläre Fehlbildungen mit Anophthalmie beziehungsweise Mikrophthalmie sind seltene kongenitale Erkrankungen. Zwischen drei und elf Prozent aller blinden Kinder weisen einen Mikrophthalmus auf. Genetische Untersuchungen identifizierten verschiedene Gene als Ursache für die okulären Fehlbildungen, die auch mit systemischen Veränderungen assoziiert sein können. Anhand eigener Patientendaten erläutert Dr. Christina Gerth die Bedeutung einer eingehenden interdisziplinären Diagnostik, die für die weitere langfristige pädiatrische Betreuung und Entwicklung jedes einzelnen Kindes bedeutsam ist.

9. Tagung der European Neuro-Ophthalmology Society in Lübeck

9. Tagung der European Neuro-Ophthalmology Society in Lübeck

Interdisziplinärer Austausch der Neuroophthalmologen
Nahezu 200 Teilnehmer aus 32 Ländern mit Schwerpunkt Neurologie, Ophthalmologie und Sinnesphysiologie trafen sich zum „9th Meeting of the European Neuro-Ophthalmology Society“ (EUNOS) zu einem internationalen und interdisziplinären Austausch in Lübeck. Eingeladen zur zweijährig stattfindenden Tagung hatte in diesem Jahr Prof. Detlef Kömpf, Ordinarius für Neurologie an der Neurologischen Universitätsklinik Lübeck. Dr. Udo Hennighausen fasst die Tagungsthemen zusammen.

Femto-Laser in der Refraktiven Chirurgie

Sind mechanische Mikrokeratome noch „State of the Art“?
Mit dem Femtosekundenlaser steht eine Technologie zur Verfügung, die eine sichere und präzise Flap-Präparation erlaubt. Allerdings wird eine große Anzahl der LASIK-Operationen nach wie vor mit mechanischen Mikrokeratomen durchgeführt, die immer noch einen hohen Verbreitungsgrad haben. Dr. Omid Kermani stellt beide Systeme – klassische Schnitttechnik und Lasertechnik – und ihren gegenwärtigen Entwicklungsstand vergleichend gegenüber.

Lasertherapie bei Hornhautdystrophien

Behandlungsmöglichkeiten bei hereditären Erkrankungen der Hornhaut
Lasertherapeutische Behandlungen mit dem Excimerlaser haben heute für die visuelle Rehabilitation von Patienten mit Hornhautdystrophien einen festen Stellenwert. Eine Vielzahl genetisch determinierter Hornhauterkrankungen kann so mit einer symptomatischen, sozusagen minimal-invasiven phototherapeutischen Behandlung gebessert werden – vorausgesetzt, die Trübungen liegen ausreichend oberflächlich. Prof. Dr. Gernot I. W. Duncker
erläutert die Möglichkeiten der phototherapeutischen Keratektomie (PTK).

Infektiöse Keratitis nach bilateraler LASIK

Fallbericht über eine schwerste beidseitige Durchwanderungskeratitis
Das Risiko für ein Auftreten bilateraler intraoperativer Komplikationen gilt als sehr gering, da davon auszugehen ist, dass beim Auftreten von Komplikationen die Behandlung des zweiten Auges verschoben wird. Postoperative Komplikationen nach simultan beidseitiger LASIK, wie eine infektiöse Keratitis, werden in der Literatur gelegentlich beschrieben. Auch wenn die Komplikationsrate sehr gering ist und sicherlich unter einer hochgerechneten Komplikationsrate von 0,01 Prozent liegt, können beidseitige Komplikationen schwerste Auswirkungen für den Patienten haben. Dr. Stephan Linke und Dr. Toam Katz beschreiben den Fall einer schweren beidseitigen Durchwanderungskeratitis nach bilateraler LASIK-OP.