Autor: Katica Djakovic

Korrektur der Presbyopie mit dem AcuFocus Corneal Inlay (ACI)

Klinische Erfahrungen und Zweijahresergebnisse der Universitäts-Augenklinik Salzburg
Die Presbyopiekorrektur ist noch immer eine der großen Herausforderungen in der Refraktiven Chirurgie. Mit dem AcuFocus Corneal Inlay (ACI) steht seit 2005 ein neues Verfahren zur Verfügung, das den Nah- und Intermediärvisus bei emmetropen Presbyopen verbessern soll. Im Rahmen einer prospektiven internationalen klinischen Multizenterstudie werden gegenwärtig auch im deutschsprachigen Raum Ergebnisse zur Presbyopiekorrektur mit dem Acufocus-Implantat ausgewertet. Dr. Orang Seyeddain und Prof. Dr. Günther Grabner fassen die Zweijahresergebnisse der Universitäts-Augenklinik Salzburg zusammen.

Kardiovaskuläre Risikofaktoren und Augenerkrankungen

Seit 2008 beteiligt sich die Universitäts-Augenklinik Greifswald an der populationsbasierten epidemiologischen Study of Health in Pomerania (SHIP). Neben der Erhebung epidemiologischer Aussagen zu Augenhintergrundveränderungen sollen Wechselwirkungen zwischen kardiovaskulären Risikofaktoren und ophthalmologischen Erkrankungen analysiert werden. Das Greifswalder Institut für Community Medicine koordiniert die Studie, zu der 8.000 Probanden eingeladen werden, um sich umfangreich untersuchen zu lassen. Ein Beitrag von Dr. Clemens Jürgens in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Henry Völzke und Prof. Dr. Frank Tost.

Augenvotiv aus Wachs

Augenvotiv aus Wachs

Votive beziehungsweise Devotionalien (lat. votivus: gelobt, versprochen) finden sich in allen Kulturen und zu allen Zeiten. Auf europäischem Gebiet stammen die ältesten schon aus früher vorchristlicher Zeit, selbst neuere steinzeitliche Grabungsfunde aus Süddeutschland lassen figürliche Darstellungen als Bitt- oder Dankopfer interpretieren. In der Antike finden sie sich in griechischen wie auch römischen Tempeln, in keltischen Weihestätten, in christlicher Zeit in den Kirchen und an Wallfahrtsorten. Es scheint, dass der Patient, wenn Heiler oder Arzt erfolglos blieben, die Hilfe bei den Göttern suchte. Ihnen wurde bei Gesundung auch gedankt.

Einfluss des Alters auf die korneale Biomechanik

Erstmals ermöglicht der Ocular Response Analyzer (ORA) die nichtinvasive Messung von Parametern der kornealen Biomechanik am lebenden, menschlichen Auge. Bei verschiedenen Augenerkrankungen kann die Diagnostik mit dem ORA zusätzliche Erkenntnisse liefern. Um die Ergebnisse richtig interpretieren zu können, ist es wichtig, den Einfluss des Alters zu kennen. Dr. Michael Haustein, Dr. Tina Oppitz und Prof. Dr. Eberhard Spörl von der Universitäts-Augenklinik Dresden sowie Priv.-Doz. Dr. Andreas G. Böhm von der Augenklinik des Elblandklinikums Radebeul haben diesen Einfluss untersucht und stellen ihre Ergebnisse vor.

Beidseitiger Sehverlust durch Neurolues

Die Inzidenz der Syphilis sank nach Entdeckung des Penicillins stetig ab und ließ die Erkrankung aufgrund ihrer Seltenheit zunehmend in Vergessenheit geraten. In den letzten Jahren verzeichnete das Robert-Koch-Institut jedoch einen exponentiellen Anstieg der Syphilis und der Neurosyphilis in Westeuropa. Dr. Verena Prokosch schildert einen Fall, der zeigt, dass in unklaren Fällen ophthalmologischer Erkrankungen eine entsprechende Diagnostik auf Lues eingeleitet werden sollte.

Kongress ÖOG 2010

Kongress ÖOG 2010

Interview mit Prof. Dr. Günther Grabner

Vom 13. bis 15. Mai findet in Zell am See die 51. Tagung der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft (ÖOG) statt. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Prof. Dr. Günther Grabner über seine Ziele in den kommenden Jahren und seine Vorstellungen von der ÖOG, nicht nur als wissenschaftliche Gesellschaft, sondern als gesellschaftspolitisch wirkende Vereinigung.

Qualitätsmanagement auf europäischer Ebene

Qualitätsmanagement auf europäischer Ebene

Europäisches Projekt zur Entwicklung evidenzbasierter Qualitätsrichtlinien

Mit dem innovativen, europäischen Projekt EUREQUO werden Ergebnisse refraktiver und kataraktchirurgischer Eingriffe in jeweils nationalen Registern gesammelt und ausgewertet. Ziel ist die Entwicklung evidenzbasierter europäischer Qualitätsrichtlinien. Profitieren kann jeder teilnehmende Augenarzt. Silke Höhler (M.A.) und Prof. Dr. Thomas Kohnen erläutern das Projekt.

Zum 1. Internationalen Homburger Hornhauttag

Zum 1. Internationalen Homburger Hornhauttag

Wissenschaftlicher Austausch zu kornealen Erkrankungen

Zum ersten Internationalen Homburger Hornhauttag hatte Prof. Dr. Berthold Seitz, Direktor der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS), anlässlich des zehnjährigen Bestehens der LIONS-Hornhautbank Saar-Lor-Lux, Trier/Westpfalz in Homburg/Saar im März eingeladen. Mehr als 300 Teilnehmer folgten der Einladung zur Fortbildungsveranstaltung. Dr. Frank Schirra und Prof. Dr. Berthold Seitz fassen die Tagungsthemen zusammen.

Die mögliche Rolle des Glaskörpers bei der Pathogenese der AMD

Aufgrund seiner anatomischen Lokalisation an der Makula wird der Glaskörper gegenwärtig als möglicher Co-Faktor in der Pathogenese der Altersbedingten Makuladegeneration (AMD) diskutiert. Bisherige Studien deuten auf einen möglichen Zusammenhang zwischen vitreoretinaler Adhärenz beziehungsweise vitreoretinaler Traktion und exsudativer AMD hin. Ob eine physiologische oder mechanische oder enzymatisch induzierte Glaskörperabhebung einen positiven Effekt auf den Verlauf der exsudativen AMD hätte, kann jedoch aufgrund fehlender Studien noch nicht beurteilt werden. Ein Beitrag von Prof. Dr. Stefan Mennel, Prof. Dr. Carsten H. Meyer und Prof. Dr. Jörg Schmidt.

Drusen – Indikatoren für eine AMD?

Im klinischen Alltag lassen sich bei der ophthalmologischen Beurteilung des Augenhintergrundes gerade beim älteren Patienten häufig Drusen nachweisen. Jedoch gelten nur einige Drusenkonstellationen als Frühform einer Altersbedingten Makuladegeneration (AMD) und stellen einen Risikofaktor für fortgeschrittene AMD-Stadien dar. Bei Vorliegen von Risikokonstellationen sollte der Patient für die Symptome einer neovaskulären AMD sensibilisiert werden, damit gegebenenfalls frühzeitig eine Therapie mit günstigerer Visusprognose initiiert werden kann. Ein Beitrag von Dr. Martin Rudolf, Dr. Joshua Torrent Despouy und Prof. Dr. Salvatore Grisanti.