Autor: Katica Djakovic

Die mögliche Rolle des Glaskörpers bei der Pathogenese der AMD

Aufgrund seiner anatomischen Lokalisation an der Makula wird der Glaskörper gegenwärtig als möglicher Co-Faktor in der Pathogenese der Altersbedingten Makuladegeneration (AMD) diskutiert. Bisherige Studien deuten auf einen möglichen Zusammenhang zwischen vitreoretinaler Adhärenz beziehungsweise vitreoretinaler Traktion und exsudativer AMD hin. Ob eine physiologische oder mechanische oder enzymatisch induzierte Glaskörperabhebung einen positiven Effekt auf den Verlauf der exsudativen AMD hätte, kann jedoch aufgrund fehlender Studien noch nicht beurteilt werden. Ein Beitrag von Prof. Dr. Stefan Mennel, Prof. Dr. Carsten H. Meyer und Prof. Dr. Jörg Schmidt.

Drusen – Indikatoren für eine AMD?

Im klinischen Alltag lassen sich bei der ophthalmologischen Beurteilung des Augenhintergrundes gerade beim älteren Patienten häufig Drusen nachweisen. Jedoch gelten nur einige Drusenkonstellationen als Frühform einer Altersbedingten Makuladegeneration (AMD) und stellen einen Risikofaktor für fortgeschrittene AMD-Stadien dar. Bei Vorliegen von Risikokonstellationen sollte der Patient für die Symptome einer neovaskulären AMD sensibilisiert werden, damit gegebenenfalls frühzeitig eine Therapie mit günstigerer Visusprognose initiiert werden kann. Ein Beitrag von Dr. Martin Rudolf, Dr. Joshua Torrent Despouy und Prof. Dr. Salvatore Grisanti.

Das okuläre Pemphigoid

Eine schicksalhafte Erkrankung?

Das okuläre Pemphigoid ist eine Autoimmunerkrankung, die im Endstadium zur Erblindung oder zu einer vollkommenen Einschränkung der Bulbusmotilität durch ein Ankyloblepharon führen kann. Ziel einer Untersuchung an der Charité Universitätsmedizin Berlin war es, klinische Symptome, Risikofaktoren und Immunpathologie der Patienten auszuwerten und im Hinblick auf Therapie und klinischen Verlauf nach Verbesserungsmöglichkeiten im Management dieser Erkrankung zu suchen. Antonia Berthold und Prof. Dr. Uwe Pleyer fassen die Ergebnisse zusammen.

Interview mit Prof. Dr. G. K. Lang zum World Ophthalmology Congress (WOC) 2010

Interview mit Prof. Dr. G. K. Lang zum World Ophthalmology Congress (WOC) 2010

„Wir sind auf der Zielgeraden”
Im Juni tagt in Berlin mit dem World Ophthalmology Congress (WOC®) 2010 der weltweit größte ophthalmologische Kongress, unter dessen Dach auch die Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD) und die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) zu ihrer jährlichen Fachtagung einladen. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem Direktor der Universitäts-Augenklinik Ulm, Prof. Dr. Gerhard K. Lang, der als Kongresspräsident in diesem Jahr nicht nur der DOG vorsteht, sondern auch dem zweijährlich stattfindenden WOC, über den Stand der Vorbereitung zum Weltkongress.

Zum 2. MedTech–Forums in Brüssel

Zum 2. MedTech–Forums in Brüssel

Medizinische Versorgung verbessern
Anlässlich des 2. MedTech–Forums in Brüssel diskutierten EU-Kommissionsmitglieder, internationale Politiker, Mitarbeiter der Industrie für Medizinprodukte und Ärzte über die Notwendigkeit eines breiteren Zugangs zu modernen Medizinprodukten. Ziel sei: eine bessere medizinische Versorgung der Patienten sowie verbesserte Arbeitsbedingungen für Ärzte. Veranstalter war der Europäische Dachverband der Medizinprodukteindustrie, Eucomed. Ein Bericht von Dr. Sibylle Scholtz.

Effekte der Lasertherapie auf die retinale Morphologie

Trotz neuerer Therapieansätze gilt die Lasertherapie weiterhin als Standardtherapie beim diabetischen Makulaödem. In einer Studie wurden nun die unmittelbaren Effekte einer Lasertherapie auf die Morphologie der Makula mittels neuer OCT-Technologie untersucht, um Aufschluss über die genaue Wirkungsweise der seit mehreren Jahrzehnten angewandten Behandlungsmethode zu erhalten. Dr. Matthias Bolz fasst die Ergebnisse der Diabetic Retinopathy Research Group Vienna zusammen.

Gentherapie bei Mutationen im RPE65-Gen

Klinische Studie zum Gentransfer mit adeno-assoziierten viralen Vektoren
Derzeit laufen die Vorbereitungen für ein internationales Projekt zur gentherapeutischen Behandlung frühkindlicher Netzhautdegeneration aufgrund von Mutationen in dem Gen RPE65. Maßgeblich beteiligt an dem klinischen Phase-I-Versuch, der in diesem Jahr zusammen mit der Universität Nantes, Frankreich, durchgeführt wird, ist die Universitäts-Augenklinik Gießen. Dr. Dr. Knut Stieger, Dr. Markus Preising, Dr. Christoph Friedburg und Prof. Dr. Birgit Lorenz stellen das Forschungsprojekt vor.

Die retinale Ganglienzelle: Zellstress und Neuroprotektion

Zahlreiche Faktoren tragen im Rahmen der vielfältigen metabolischen Gefäß- und weiteren Prozesse zu der komplexen Pathogenese von Ganglienzellen bei. Faktoren, die über Jahre akkumulieren und bei älteren sowie bei multimorbiden Patienten zu komplexen sich selbstverstärkenden negativen Rückkopplungen und zum Zelluntergang führen. Prof. Dr. Richard H. W. Funk erläutert das pathophysiologische Zusammenspiel, in dem die Neuroprotektion einen möglichen Ansatz darstellt.