Aus der aktuellen Ausgabe

Femto-Laser in der Refraktiven Chirurgie

Sind mechanische Mikrokeratome noch „State of the Art“?
Mit dem Femtosekundenlaser steht eine Technologie zur Verfügung, die eine sichere und präzise Flap-Präparation erlaubt. Allerdings wird eine große Anzahl der LASIK-Operationen nach wie vor mit mechanischen Mikrokeratomen durchgeführt, die immer noch einen hohen Verbreitungsgrad haben. Dr. Omid Kermani stellt beide Systeme – klassische Schnitttechnik und Lasertechnik – und ihren gegenwärtigen Entwicklungsstand vergleichend gegenüber.

Lasertherapie bei Hornhautdystrophien

Behandlungsmöglichkeiten bei hereditären Erkrankungen der Hornhaut
Lasertherapeutische Behandlungen mit dem Excimerlaser haben heute für die visuelle Rehabilitation von Patienten mit Hornhautdystrophien einen festen Stellenwert. Eine Vielzahl genetisch determinierter Hornhauterkrankungen kann so mit einer symptomatischen, sozusagen minimal-invasiven phototherapeutischen Behandlung gebessert werden – vorausgesetzt, die Trübungen liegen ausreichend oberflächlich. Prof. Dr. Gernot I. W. Duncker
erläutert die Möglichkeiten der phototherapeutischen Keratektomie (PTK).

Infektiöse Keratitis nach bilateraler LASIK

Fallbericht über eine schwerste beidseitige Durchwanderungskeratitis
Das Risiko für ein Auftreten bilateraler intraoperativer Komplikationen gilt als sehr gering, da davon auszugehen ist, dass beim Auftreten von Komplikationen die Behandlung des zweiten Auges verschoben wird. Postoperative Komplikationen nach simultan beidseitiger LASIK, wie eine infektiöse Keratitis, werden in der Literatur gelegentlich beschrieben. Auch wenn die Komplikationsrate sehr gering ist und sicherlich unter einer hochgerechneten Komplikationsrate von 0,01 Prozent liegt, können beidseitige Komplikationen schwerste Auswirkungen für den Patienten haben. Dr. Stephan Linke und Dr. Toam Katz beschreiben den Fall einer schweren beidseitigen Durchwanderungskeratitis nach bilateraler LASIK-OP.

Differenzialdiagnostische Aspekte des Kontaktlinsenschadens Hornhaut (Teil 2)

Kontaktlinsen sind eine wichtige Sehhilfe in der Behandlung der Refraktionsanomalie und finden in der Therapie zahlreicher Augenerkrankungen Anwendung. Andererseits können sie als Fremdkörperreiz auch Komplikationen im Bereich der vorderen Augenabschnitte auslösen. Dr. Hans-Walter Roth, Dr. Alice Nietgen und Dr. Gregor Nietgen zeigen differenzialdiagnostische Aspekte des Kontaktlinsenschadens an der Hornhaut auf.

Vergleichende Untersuchung zur Therapie des evaporativen Trockenen Auges

Zur Therapie des Trockenen Auges stehen Hyaluronsäure-Tränenersatzmittel als auch Phospholipid-Liposomen in Form von Augengel oder Augenspray zur Verfügung. In einer prospektiven, randomisierten bizentrischen Studie wurde bei 216 Patienten mit evaporativen Trockenen Augen die Wirksamkeit der beiden Behandlungsmöglichkeiten im direkten Vergleich evaluiert. Dr. Riad Khaireddin stellt die Studienergebnisse vor.

Zehn Jahre Vision 2020

Zehn Jahre Vision 2020

Zehn Jahre sind vergangen, seit in Genf die weltweite Kampagne Vision 2020 offiziell vorgestellt wurde. Als Ziel formuliert wurde, vermeidbare Blindheit bis zum Jahre 2020 auf ein Minimum zu reduzieren. Nun ist Halbzeit und Anlass zur Frage: Was hat sich in den vergangenen zehn Jahren getan? Haben sich die an die Initiative gestellten Erwartungen erfüllt? Kann man heute schon Schlussfolgerungen ziehen? Dr. Hannsjürgen Trojan fasst den gegenwärtigen Stand zusammen.

Differenzialdiagnose dicke Augenmuskeln

Verdickte Augenmuskeln sind Kennzeichen verschiedener Krankheitsbilder wie der okulären Myositis, der endokrinen Orbitopathie oder von Tumoren. Bildmorphologisch ist eine Abgrenzung häufig nicht möglich. Die Beurteilung der Symptomatik und des Krankheitsverlaufes spielt deswegen bei der Diagnosestellung eine erhebliche Rolle. Dr. Viktoria Bau und Prof. Dr. Sabrina Kösling stellen vier Fallbeispiele vor.

Nachbericht zur 107. Tagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG)

Nachbericht zur 107. Tagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG)

Allerlei in Leipzig
Zur 107. Tagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) hatte der diesjährige Präsident Prof. Dr. Peter Wiedemann anlässlich der 600-Jahresfeier der Universität nach Leipzig geladen. Damit tagte die Gesellschaft wie bereits 1932 und zuletzt 1991 nun schon zum dritten Mal seit ihrem Bestehen in Leipzig. Nach gut zehn Jahren Kongressausrichtung in Berlin kostete dies erwartungsgemäß einige Teilnehmerzahlen. So mancher scheute die Anreise, die durchaus in jeder Hinsicht lohnenswert war: Ein schön gelegenes, lichtdurchflutetes Kongresszentrum mit einer für die DOG idealen Größe erlaubte konzentriertes Tagen und entspanntes Verweilen. Das wissenschaftliche Programm bot gewohnte thematische Vielfalt und die Stadt Leipzig lockte bei herbstlichem Sonnenschein mit Prachtbauten, schmalen Altstadtgässchen und freundlichem Flair. Unter dem etwas sperrigen Motto: „Lebenslang gut sehen — weil Augenärzte forschen, lehren, heilen und helfen“ galt das Leitthema dem guten Sehen des Patienten in allen Lebensphasen einerseits und den dafür erforderlichen Voraussetzungen in der Augenheilkunde andererseits. Ein Bericht von Ulrike Lüdtke.