Aus der aktuellen Ausgabe

Neue Urteile zur Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)

Zum Steigerungssatz bei der IVOM sowie zur Analogbewertung
Zur GOÄ sind in jüngster Zeit drei neue Urteile aus dem augenärztlichen Bereich mit richtungsweisenden Bedeutung ergangen, die zeigen, dass die medizinische Sinnhaftigkeit einer Behandlungsmaßnahme vor dem Wortlaut der GOÄ Vorrang genießt, wenn dieser sich als medizinisch nicht haltbar erweist, teilte der BDOC mit. Rechtsanwalt Dirk Griebau stellt sie im Folgenden dar.

Suche nach neuen Wegen in die Zukunft

Zur BVA-Delegiertenversammlung 2010 in Berlin
Im Vorfeld der diesjährigen Delegiertenversammlung des BVA am 6. und 7. November in Berlin stellte sich die Frage, welche Bilanz der Berufsverband der Augenärzte nach einem Jahr neuer Gesundheitspolitik ziehen würde und wie er sich für die zukünftigen Herausforderungen rüstet. Einige Aspekte der zweitägigen Diskussion sowie aktuelle Antworten auf drängende Fragen fasst Katica Djakovic zusammen.

Posteriore Glaskörperabhebung nach LASIK?

Ergebnisse einer prospektiven Studie
Bei einer LASIK (Laser in situ Keratomileusis) sind vitreo-retinale Komplikationen durch den Ansaugmechanismus und die Excimerlaserpulswelle extrem selten. In einer prospektiven Studie an der Universitäts-Augenklinik Hamburg Eppendorf wurde ein möglicher Einfluss der LASIK-Operation auf eine posteriore Glaskörperabhebung analysiert. Ein Beitrag von Mau-Thek Eddy, Dimitrios Pantazis, Dr. Johannes Steinberg, Prof. Dr. Gisbert Richard, Dr. Toam Katz und Dr. Stephan J. Linke.

Femtosekundenlaserassistierte Keratoplastik

Seit nunmehr einigen Jahren wird im Bereich der perforierenden und lamellären Keratoplastik der Femtosekundenlaser aufgrund seiner Fähigkeit, die Hornhaut mit einer Genauigkeit von wenigen Mikrometern schneiden zu können, eingesetzt. Im Folgenden erläutern Dr. Philip Maier, Priv.-Doz. Dr. Florian Birnbaum und Prof. Dr. Thomas Reinhard die unterschiedlichen Techniken sowie die derzeitigen klinischen Erfahrungen.

Therapie retinaler Gefäßverschlüsse

Sollen retinale Venenverschlüsse trotz Anti-VEGF noch gelasert werden?
Die Laserbehandlung retinaler Gefäßverschlüsse ist seit 26 Jahren als Standardtherapie etabliert. Jedoch führen die Anti-VEGF-Therapie und die Behandlung mit Dexamethason nun zu einem Paradigmenwechsel in der Versorgung retinaler Venenschlüsse mit Visusreduktion durch Makulaödem. Prof. Dr. Gabriele E. Lang erörtert im Folgenden die Frage, ob Venenverschlüsse trotz Anti-VEGF noch gelasert werden sollen.

28. Jahresversammlung der European Society of Ophthalmic Plastic and Reconstructive Surgery (ESOPRS)

Austausch und Fortbildung zur plastischen Ophthalmochirurgie
Vom 9. bis 11. September fand in München die 28. Tagung der Europäischen Gesellschaft für ophthalmoplastische und rekonstruktive Chirurgie (ESOPRS) statt. Gastgeber der diesjährigen Versammlung, zu der sich rund 450 Teilnehmer einfanden, war Prof. Dr. Christoph Hintschich von der Augenklinik der Ludwig-Maximilians Universität (LMU). Zu Tagung reisten die Teilnehmer aus 52 Ländern an: So wurde die englischsprachige Tagung nicht nur erneut von Kollegen aus den USA, Kanada, Türkei, Libanon und Ägypten besucht, sondern erweiterte in diesem Jahr ihr internationales Teilnehmerspektrum um Gäste aus Israel, Iran, Usbekistan, Singapur, Japan und Australien. Priv.-Doz. Dr. Ulrich Schaller fasst die Tagung zusammen.

Aktuelle Trends in der ambulanten Intraokularchirurgie

Ergebnisse der Umfrage 2009 von BDOC, BVA und DGII
Jedes Jahr werden von der DGII in Zusammenarbeit mit dem BVA und BDOC Fragebögen an alle deutschsprachigen Ophthalmochirurgen zum Operationsverhalten versandt. Ausgewertet wurde der Rücklauf in diesem Jahr von Prof. Dr. Martin Wenzel, Prof. Dr. Thomas Kohnen, Dr. Armin Scharrer, Dr. Kaweh Schayan und Dr. Johannes Klasen. Einige Ergebnisse werden hier vorgestellt.

Therapieprognosen bei Amblyopie

Ergebnisse später Therapie von exzentrischer Fixation bei verschiedenen Amblyopieformen
Die Etablierung der Amblyopietherapie in den letzten Dekaden stellte die Situation der exzentrischen Fixation numerisch in den Hintergrund: Sie sind in großen Schielambulanzen etwa zwei bis drei Mal pro Jahr zu sehen, jedoch ist das Problem ihrer Behandlung immer noch präsent. Die Pathogenese der exzentrischen Fixation ist bis heute nicht genau geklärt. An der Universitäts-Augenklinik Erlangen wurden über 17 Jahre Patientendaten mit dem Ziel gesammelt, die Therapierbarkeit bei exzentrischer Fixation bei verschiedenen klinischen Entitäten darzustellen. Prof. Dr. Gabriele-Charlotte Gusek-Schneider stellt die Ergebnisse vor.

Der Fisher’s Spinning Lens Test

Test zur Simulation der Akkommodation
Das so genannte Lens Refilling stellt eine potentielle Methode zur Wiederherstellung der Akkommodation dar, bei der ein flexibles Polymer in den Kapselsack der Linse injiziert wird, um die verhärtete Linsenmasse zu ersetzen und eine erneute Brechkrafteinstellung zu ermöglichen. Dipl.-Ing. (BA) Philipp Martius, Dr. rer. nat. Oliver Stachs und Prof. Dr. Rudolf. F. Guthoff stellen den Fisher’s Spinning Lens Test vor, der es erlaubt, die Akkommodation von Linsen ex vivo zu simulieren sowie geometrische Änderungen zu quantifizieren.

Ophthalmologie in Nigeria

Mit 148 Millionen Einwohnern ist Nigeria, flächenmäßig zweieinhalb mal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland, das am dichtesten besiedelte Gebiet Afrikas. Das Land zählt immer noch zu den 20 ärmsten Ländern der Erde und ist zu einem wichtigen Entwicklungshilfeempfänger geworden. In Nigeria praktizieren derzeit 250 Augenärzte, ein Augenarzt kommt damit auf 600.000 Einwohner. Mit 160 Betten gehört das ECWA-Augenhospital in Kano zu den größten und am besten ausgestatteten Augenkliniken Westafrikas. Der Tropenophthalmologe Dr. Ulrich-Peter Best hat im vergangenen Jahr vier Wochen für die Christoffel-Blindenmission im ECWA gearbeitet und gibt einen Einblick in die ophthalmologische Situation in Nigeria vor dem Hintergrund der gespannten Gesamtsituation im Lande.