Aus der aktuellen Ausgabe

23. Jahrestagung der Vereinigung europäischer Gewebebanken (EEBA) in Freiburg

Politische Fragen, organisatorische Probleme und Therapiestrategien
Am 21. und 22. Januar 2011 fand im Kollegiengebäude I der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg die 23. Jahrestagung der European Eye Bank Association statt, die von der Universitäts-Augenklinik und der Lions Hornhautbank Baden-Württemberg organisiert wurde. An dem internationalen Kongress nahmen 252 Experten auf dem Gebiet der Hornhautspende und Hornhauttransplantation aus 27 Nationen teil, die in 60 Vorträgen und 20 Posterpräsentationen verschiedenste Themen von politischen Fragen und organisatorischen Problemen bis zu modernen Behandlungsstrategien für Erkrankungen der Augenoberfläche und neu entwickelten Techniken der Hornhauttransplantation diskutierten. Dr. Philip Maier (Freiburg) fasst die Tagung zusammen.

Steuervorauszahlungen für 2011

Wie Vorauszahlungsbeträge reduziert werden können
Niedergelassene Augenärzte müssen nach § 37 Einkommensteuergesetz (EStG) Einkommensteuervorauszahlungen leisten, die alle drei Monate fällig sind. Die Kenntnis über Zahlungszeitpunkt und Höhe kann hierbei helfen, Kosten zu sparen. Dipl. Volkswirt Dr. Hans L. Dornbusch erläutert, wie die Vorauszahlungsbeträge reduziert werden können.

Interview mit Prof. Dr. Michael Amon zum DGII-Kongress 2011

Vom 10. bis 12. März findet in Frankfurt am Main der 25. Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII) statt. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem diesjährigen Tagungspräsidenten Prof. Dr. Michael Amon (Wien) über die Jubiläumsveranstaltung sowie die Herausforderung, als Österreicher eine Tagung in Deutschland zu gestalten.

10. Frankfurter Fortbildungskurs für Refraktive Chirurgie

Am 27. November 2010 fand an der Goethe Universität Frankfurt am Main der 10. Frankfurter Fortbildungskurs für Refraktive Chirurgie (FFRC) unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Kohnen statt. Zu diesem kleinen Jubiläum referierten 16 geladene Gäste am neuen Veranstaltungsort, dem Hörsaalzentrum der Universität, vor rund 250 interessierten Zuhörern. Oliver Klaproth fasst die Tagung zusammen.

UGH-Syndrom bei modernen Hinterkammerlinsen

Das UGH-Syndrom (Akronym für Uveitis, Glaukom, Hyphäma) ist eine seltene Komplikation nach der Katarakt¬operation. In den 1980er Jahren trat es vermehrt nach der Implantation von Vorderkammerlinsen auf. Auch bei sulkusfixierten Hinterkammerlinsen wurden zum Teil persistierende Störungen der Blut-Kammerwasserschranke beschrieben. Nachdem die kapselsackgestützte Hinterkammerlinse der Goldstandard bei der Kunstlinsenimplantation geworden ist, hat sich die Inzidenz des UGH-Syndroms deutlich vermindert, es tritt aber immer noch vor allem nach komplizierten Operationen in Einzelfällen auf. Dr. Henning Aurich, Dr. Heike Häberle und Prof. Dr. Duy-Thoai Pham erläutern anhand von Patientenbeispielen Symptome und Therapie des UGH-Syndroms.

Linsenluxationen – Ursache und Therapie

Ergebnisse einer retrospektiven Studie der letzten zehn Jahre
Vor dem Hintergrund einer älter werdenden Bevölkerung ist mit einer Zunahme von Luxationen der natürlichen Linse sowie auch von Hinterkammerlinsen zu rechnen. Dabei erfolgt die Luxation der Hinterkammerlinse (HKL) nach komplikationsloser Kataraktoperation oft erst Jahre später. An der Augenklinik des Helios Klinikums Berlin-Buch wurde über einen Zeitraum von zehn Jahren eine retrospektive Studie zur Operation der Luxatio lentis und luxierten HKL in Verbindung mit einer Pars-plana-Vitrektomie durchgeführt. Dr. Helge Breuß und Dr. Jörn Kuchenbecker stellen die Studienergebnisse vor.

Zur XXIV. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft (Teil 1)

Ophthalmohistoriker tagten in Köln
Als größte Stadt Nordrhein-Westfalens ist Köln für seine 2000-jährige Geschichte, sein kulturelles und architekto¬nisches Erbe und auch für seine international bedeutenden Veranstaltungen weltweit bekannt. Vom 17. bis 19. September 2010 war die Domstadt auch von höchstem ophthalmohistorischen Interesse: An diesem Wochenende fand der 24. Jahreskongress der Julius-Hirschberg-Gesellschaft (JHG) in der drittgrößten Stadt Deutschlands statt. Dr. Sibylle Scholtz berichtet über die Tagungsinhalte.

Kombinationstherapie beim chronischen Makulaödem

Therapiekonzept vereint medikamentöse, biologische und mechanische Komponenten
Die Behandlung des therapieresistenten Makulaödems bleibt eine Herausforderung. Hierbei steht die klinische Situation des bleibenden Makulaödems trotz mehrfacher Behandlungen, wie fokaler Laserkoagulation oder intravitrealen Injektionen mit Anti-VEGF-Präparaten, immer wieder vor dem Problem der weiteren Behandlung. Priv.-Doz. Dr. Christopher Wirbelauer berichtet über eine operative Behandlung des chronischen Makulaödems durch eine Kombinationstherapie.

Erweiterte Glaukombetreuung durch Videografie mit der Spaltlampe

Ein dritter Weg zwischen deskriptiver und „High-End“-Augenheilkunde
Die Betreuung von Glaukompatienten gehört zu den Kernfeldern der Tätigkeit des niedergelassenen Augenarztes. Während noch vor 30 Jahren so mancher Sehnervenkopf durch Pilocarpinbehandlung hinter einer knopflochengen Pupille kaum der Verlaufsbeurteilung zugänglich war, stehen heute hochauflösende „High-End“-Geräte für die Papillenanalyse wie HRT, OCT und GDx zur Verfügung. Dr. Marcus-Matthias Gellrich zeigt mit einer breiteren Anwendung von Videospaltlampen in der Betreuung von Glaukompatienten eine dritte Variante auf, die sich zwischen deskriptiver und High-End-Augenheilkunde bewegt.