Intraokuläres Fibrinolysesystem und enzymatische Vitreolyse
Ajuvante Therapieoption in Augen mit Störung der Blut-Retina-Schranke?
Der Einfluss des Anheftungsstatus der hinteren Glaskörpergrenzschicht an der Lamina limitans interna (ILM) auf die Entstehung und die Progression verschiedener vitreoretinaler Erkrankungen ist in den letzten zwei Jahrzehnten zunehmend in das Interesse vitreoretinaler Forschung gerückt. Die Entwicklung und Chronifizierung eines Makulaödems und von Neovaskularisationen in den verschiedenen Augenkompartimenten werden unmittelbar durch den Adhäsionsstatus des Glaskörpers beeinflusst. Dabei fördert ein anliegender oder lediglich partiell abgehobener Glaskörper die Entstehung und Chronifizierung beider Komplikationen, während ein komplett abgehobener Glaskörper als Schutzmechanismus angesehen wird. Dr. Thomas Bertelmann, FEBO, (Marburg) erläutert den potenziellen therapeutischen Stellenwert der intraokulären Fibrinolyse im Rahmen der enzymatischen Vitreolyse, die mit einer einmaligen intravitrealen Injektion eine hintere Glaskörperabhebung induzieren kann.

