Autor: Katica Djakovic

Torsionale Phakoemulsifikation

Effektivität und Sicherheit eines modifizierten Tip-Designs
Durch Veränderung des Phakoemulsifikations-Tips bei der torsionalen Phakoemulsifikation kommt es zu einer Veränderung der Amplitude während der Phakoemulsifikation, die für die Sicherheit und Effektivität des Eingriffs eine wichtige Rolle spielt. Im Rahmen einer prospektiven klinischen Untersuchung an der Augenklinik Berlin-Marzahn wurde der Einfluss eines modifizierten Tip-Designs bei der torsionalen Phakoemulsifikation hinsichtlich Endothelzellzahl, Pleomorphismus und Polymegathismus des Hornhautendothels überprüft. Dr. Sabine Schmidt, Sophie Hubich, Priv.-Doz. Dr. Jan Vetter und Priv.-Doz. Dr. Christopher Wirbelauer stellen die Ergebnisse vor.

Chirurgische Verfahren zur Monovision

Eine Option zur Behandlung der Presbyopie stellt die Monovision dar, die durch verschiedene chirurgische Methoden erzielt werden kann. Hierzu gehören die IOL-Implantation, PRK und LASIK sowie Verfahren, bei denen korneale Inlays implantiert werden. Dr. Omid Kermani (Köln) zeigt die unterschiedlichen refraktivchirurgischen Möglichkeiten mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen auf.

Keratometrie und Wiederholungsgenauigkeit des Verion-Systems

Vergleichsstudie zu etablierten Biometrie-Geräten
In der Katarakt- und Linsenchirurgie stehen mehrere etablierte Geräte zur Durchführung präoperativer diagnostischer Messungen zur Verfügung. Eine Neuentwicklung ist das Verion Image Guided System mit erweitertem Funktionsumfang und optimierten Planungsprozessen. Ziel einer Untersuchung war die Überprüfung der Wiederholungsgenauigkeit des Verion-Systems sowie die Vergleichbarkeit der Keratometrie und White-to-White-Messung im Vergleich zu etablierten Biometrie-Geräten. Andreas Müller, Dr. Bettina C. Thomas, Prof. Gerd U. Auffarth und Prof. Mike P. Holzer (Heidelberg) stellen die Ergebnisse vor.

Persistierende fetale vaskuläre ­Strukturen und kongenitale Katarakt

Langzeitverlauf nach operativer Behandlung der kindlichen Katarakt
Die operative Therapie der kindlichen Katarakt in den ersten 18 Lebensmonaten stellt ein sicheres Operationsverfahren mit insgesamt beherrschbaren intra- und postoperativen Risiken dar. Die Prävalenz postoperativer Komplikationen wie Amotio retinae und Glaskörperblutungen steigt jedoch insbesondere bei assoziierten Fehlbildungen wie persistierenden fetalen vaskulären Strukturen (PFV) an, wie eine retrospektive Auswertung von Daten zeigt. Priv.-Doz. Dr. Dr. Claudia Kuhli-Hattenbach (Frankfurt) erläutert die Ergebnisse.

Protonenbestrahlung bei Irismelanom

Die Behandlungsoptionen des Irismelanomes sind abhängig von Tumorausdehnung, Patientenalter, Lokalisation des Tumors und bereits erfolgter Metastasierung und reichen von der chirurgischen Exzision über die Radiatio mittels Brachytherapie oder Protonen bis hin zur Enukleatio bulbi bei fortgeschrittenem Befund. Julian Philipp Klein, Priv.-Doz. Dr. Matus Rehak, Dr. Alin Isabel Riechardt, Dr. Ira Seibel, Dr. Dino Cordini, Dr. Jens Heufelder, Dr. Lutz Moser und Prof. Antonia M. Joussen erläutern die verschiedenen Therapiemöglichkeiten und gehen insbesondere auf die Protonentherapie mit den Ergebnissen an der Charité-Universitätsmedizin Berlin ein.

Fallbericht: Hypertrophe Hornhautveränderungen

Mittelperipher bis peripher gelegene hypertrophe Hornhautveränderungen führen oftmals zu einer erheblichen Visusminderung, obwohl die optische Achse nicht direkt betroffen ist. Dr. Alexandra Probst und Prof. Markus Kohlhaas (Dortmund) berichten über den Fall einer 52-jährigen Patientin, die mit einer beidseitigen Sehverschlechterung, einem starken Fremdkörpergefühl sowie ausgeprägten Missempfindungen vorstellig wurde. Im Rahmen einer Studie zu hypertrophen Hornhautveränderungen wurde der Einfluss einer chirurgischen Keratektomie, gegebenenfalls in Kombination mit einer PTK mit Anwendung von Mitomycin C, insbesondere auf den Visusverlauf untersucht.

Das Alypin in der Augenheilkunde

Serie zur Sammlung Roth
Die Empfindlichkeit des Auges gegenüber Schmerzen, der heftige Lidschlussreflex bei Berührung oder Verletzung dient einerseits seinem Schutz, andererseits hindert der starke Lidkrampf daran, einen Fremdkörper von Bindehaut oder Hornhaut zu entfernen. Über viele Jahrtausende dürfte es kaum ein Mittel aus der Naturheilkunde gegeben haben, um dieses Problem zu unterlaufen. Erst die Entdeckung der oberflächenanästhesierenden Eigenschaften von Kokain und später die Synthese von Alypin revolutionierte zu Beginn des letzten Jahrhunderts die Augenheilkunde. 

Veränderungen des IOD durch ­gezielte Augenbewegung

In der Therapie des primär chronischen Offenwinkelglaukoms (PCOWG) ist die Bestimmung des Augeninnendrucks neben den Gesichtsfeldbefunden und Optikusdefekten der entscheidende Parameter bezüglich der Prognose und der weiterführenden Behandlung. Eine möglichst präzise Messung des intraokularen Drucks (IOD) ist erforderlich, dabei gilt es verschiedene bekannte Einflussgrößen zu berücksichtigen. Zur Abklärung weiterer möglicher IOD-verändernder Faktoren wurde in einer kleinen Pilotstudie der Einfluss der Augenbewegung auf den applanatorisch gemessenen IOD untersucht. Dr. Johanna Maaß, Prof. rer. nat. Eberhard Spörl und Prof. Lutz E. Pillunat (Dresden) fassen die Ergebnisse zusammen.

35. Jahrestagung des Deutschen Komitees zur Verhütung von Blindheit

„Tue Gutes und rede drüber!“
Die 35. Jahrestagung des Deutschen Komitees zur Verhütung von Blindheit und der Sektion „Internationale Ophthalmologie“ der DOG fand Ende Februar in Homburg/Saar statt. Ausgerichtet wurde die zweitägige Veranstaltung in diesem Jahr von Prof. Berthold Seitz, Direktor der Klinik für Augenheilkunde im Universitätsklinikum des Saarlandes, und dem leitenden Oberarzt Prof. Arne Vistenz. Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) fasst die Tagung zusammen, auf der neben Vorträgen zu vielseitigen augenärztlichen Projekten weltweit auch ausgewählte Themenaspekte zur Blindheit in Deutschland vorgetragen wurden.

Kontaktoptische Versorgung des aphaken Kindes (Teil 2)

Die wichtigste Indikation einer Kontaktlinsenanpassung beim Neugeborenen oder Säugling ist die angeborene ein- oder beidseitige Katarakt. Obwohl die heutige Ophthalmochirurgie immer mehr auch beim Kind das Implantat bevorzugt, gibt es noch besonders gelagerte Fälle, die mit Kontaktlinsen versorgt werden müssen. Im zweiten Teil gehen Dr. Hans-Walter Roth und Dr. Gregor Nietgen (Ulm) auf die häufigsten Komplikationen des kindlichen Kontaktlinsentragens ein und stellen Kasuistiken aus dem Institut für wissenschaftliche Kontaktoptik Ulm vor.