Autor: Katica Djakovic

Linsenposition und optische Abbildungsqualität

Ein neues Messverfahren mittels Purkinje-Reflexbilder
Verkippung und Dezentrierung von Intraokularlinsen (IOL) können die Abbildungsqualität des Auges erheblich beeinträchtigen. Dies gilt im Besonderen für asphärische IOL. In einer prospektiven Untersuchung wurde zunächst die Linsenposition jugendlicher Augen ermittelt und mit Abbildungsfehlern höherer Ordnung korreliert. Diese Ergebnisse wurden mit den entsprechenden Werten verschiedener asphärischer IOL verglichen. Bestimmt wurde die IOL-Position mit Hilfe eines neu konstruierten Purkinjemeters. Ein Beitrag von Prof. Dr. Ulrich Mester, Bastian Junker, Dr. Thomas Sauer und Dr. Hakan Kaymak.

Frauen in der Kataraktversorgung

Genderspezifische Unterschiede in der perioperativen Kataraktversorgung
Obwohl der Begriff der so genannten Gender-Medizin in aller Munde ist, gibt es im Bereich der Ophthalmologie nur wenige Studien zu diesem Thema. Ziel einer Untersuchung am Krankenhaus Hietzing in Wien war es, genderspezifische Unterschiede bei Kataraktpatienten zu erheben, um mit dem gewonnenen Wissen besser auf die Bedürfnisse der Patientinnen eingehen und die Versorgung der Patientinnen optimieren zu können. Ein Beitrag von Prof. Dr. Pia Veronika Vécsei-Marlovits und Dr. Birgit Weingessel.

Neue Methoden der pharmakologischen Nachstarprophylaxe

Die Substanzklasse der Alkylphosphocholine
Erste Anwendungsergebnisse von Alkylphosphocholinen (APCs) an In-vivo-Modellen zeigen, dass die APCs nach intravitrealer Gabe die intraretinale Proliferation inhibieren können, ohne toxische Nebenwirkungen im Auge zu entfalten. Für die Katarakt- und vor allem auch für die refraktive Linsenchirurgie ergibt sich mit der neuen Substanzgruppe eine interessante neue therapeutische Möglichkeit für die pharmakologische Nachstarprophylaxe. Ein Beitrag von Dr. Kirsten H. Eibl in Zusammenarbeit mit Raffael Liegl, Dr. Marcus Kernt, Priv.-Doz. Dr. Siegfried Priglinger und Prof. Dr. Anselm Kampik.

7. Tagung der International Uveitis Study Group (IUSG)

7. Tagung der International Uveitis Study Group (IUSG)

Internationaler Austausch und Verleihung der Uveitis-Forschungspreise
Zum siebten Mal tagte die International Uveitis Study Group (IUSG), eine internationale Arbeitsgruppe mit von Experten, deren Schwerpunkt entzündliche Augenerkrankungen sind. Dieser alle vier Jahre stattfindende Uveitis-Kongress wurde erstmals in Deutschland veranstaltet und hatte unter der organisatorischen Leitung von Prof. Dr. Manfred Zierhut im vergangenen September nach Konstanz eingeladen. Insgesamt nahmen 300 Augenärzte aus 26 Ländern an der fünftägigen Veranstaltung teil, in deren Rahmen auch die Verleihung der Uveitis-Forschungspreise erfolgte. Eine Zusammenfassung von Elke Altpeter und Deshka Georgieva Doycheva.

Leitung der Univ.-Augenklinik Marburg neu besetzt

Leitung der Univ.-Augenklinik Marburg neu besetzt

Als neuer Direktor der Universitäts-Augenklinik Marburg hat Prof. Dr. Walter Sekundo zum 1. Dezember 2008 die Nachfolge von Prof. Dr. Peter Kroll angetreten, der nach 18 Jahren in den Ruhestand wechselte. Er ist damit der 11. Ordinarius der seit 136 Jahren bestehenden traditionsreichen Augenklinik, die 2005 nach Zusammenlegung der beiden Universitätskliniken Gießen und Marburg und anschließenden Übernahme durch die Rhön Klinikum AG privatisiert wurde. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Prof. Dr. Walter Sekundo über seine neuen Aufgaben.

Ergebnisse einer multizentrischen Verbandlinsenstudie (Teil 1)

Alle Linsen, die zu Behandlungszwecken Anwendung finden, werden als therapeutische Kontaktlinsen bezeichnet. Einen Unterbegriff stellen die Verbandlinsen dar, die vornehmlich zur Schmerzbekämpfung, Befundverbesserung und Heilung eingesetzt werden. Weitere therapeutische Kontaktlinsen können zur Amblyopiebehandlung und Medikamentenabgabe herangezogen werden. Die vorliegende Studie umfasst die Auswertung von 702 Verbandlinsen, die in 16 deutschen Augenarztpraxen von 1994 bis 2003 angepasst wurden. Ein Beitrag von Dr. Dieter Schnell.

Neuronale Ceroid Lipofuszinosen

Zur frühzeitigen Diagnosestellung beim Augenarzt
Die Neuronalen Ceroid Lipofuszinosen (NCL) stellen die häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen des Kindesalters dar. Sie gehen mit schwerem körperlichem und geistigem Abbau einher und führen zu Erblindung und frühem Tod. Therapeutische Möglichkeiten fehlen. Dennoch ist eine frühe Diagnosestellung für den weiteren Verlauf der Erkrankung von wesentlicher Bedeutung. Häufige Vertreterin der Gruppe ist die CLN 3 (Spielmeyer-Vogt-Krankheit, Batten disease, juvenile NCL). Initialsymptom ist oft ein rascher Visusverlust im Schulalter, weshalb dem Augenarzt als Erstdiagnostiker eine Schlüsselfunktion zukommt. Ein Beitrag von Dr. Isabel Lindemann.

Der „Bonner Verlaufsbogen“

Effizientes und übersichtliches Datenmanagement der Anti-VEGF-Therapie
Für die effiziente Dokumentation der Anti-VEGF-Therapie wurde an der Universitäts-Augenklinik Bonn ein neuer Verlaufsbogen entwickelt, der alle relevanten funktionellen und anatomischen Parameter beinhaltet: aus Visus, Fluoreszenzangiographie sowie Optischer Kohärenztomographie werden die wichtigsten Kriterien der Erst- und Folgebehandlung für effizientere Abläufe und eine raschere Beurteilung zusammengefasst. Prof. Dr. Carsten H. Meyer und Prof. Dr. Frank G. Holz erläutern den so genannten „Bonner Verlaufsbogen“.

CALT: Beteiligt an der Pathogenese des Trockenen Auges?

Zum Einfluss des Konjunktiva-assoziierten lymphatischen Gewebes (CALT)
In der vielschichtigen Pathogenese des Trockenen Auges wird eine Beteiligung des Konjunktiva-assoziierten lymphatischen Gewebes (CALT) diskutiert. Bislang existieren jedoch keine funktionellen Studien, die diesen Zusammenhang untersuchen. Durch die Etablierung eines neuen Tiermodells und eines 2-Photonenmikroskops für die minimal-invasive Darstellung von CALT sind erstmals funktionelle Untersuchungen am lebenden Tier möglich. Dr. Philipp Steven stellt das Projekt vor, dass durch den vom Ressort Trockenes Auge im BVA vergebenen Sicca-Förderpreis 2008 unterstützt wird.