Autor: Katica Djakovic

IOL-Modifikation mit Femtosekundenlaserpulsen

Neue postoperative Methode zur In-situ-Korrektur von IOL
Fehler bei den Messungen oder bei der Implantation von Intraokularlinsen (IOL) können zu Ergebnisabweichungen führen. Gerade im Falle von postrefraktiven Eingriffen, in welchen eine erhebliche Unterkorrektur auftreten kann, ist es daher wünschenswert, eine postoperative Korrekturmöglichkeit zu entwickeln. Momentan kann eine Über- oder Unterkorrektur der Sehstärke nach einer Kataraktoperation mit Hilfe einer Brille behoben werden. Bei größeren Problemen ist eine erneute Operation, bei der entweder die IOL neu positioniert wird oder eine neu berechnete IOL eingesetzt wird, notwendig. Prof. Dr. Josef F. Bille (Heidelberg) stellt einen neuartigen Ansatz vor, die Brechkraft einer implantierten IOL in situ mit Femtosekundenlaserpulsen zu adjustieren.

Ascorbinsäure und AMD

Ascorbinsäure ist ein essentieller Nahrungsbestandteil und eines der wichtigsten Antioxidantien. Da oxidativer Stress als wichtiger exogener Risikofaktor für die Entwicklung und Progression von Erkrankungen des fortgeschrittenen Lebensalters wie der Altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) gilt, stellt Ascorbinsäure einen sehr interessanten therapeutischen Ansatzpunkt dar. Dr. Mario Behrendt (München) erläutert die Rolle von Ascorbinsäure im Zusammenhang mit AMD.

Selbstquellende Hydrogelexpander zur Behandlung von Mikrophthalmus und Anophthalmus

Beim klinischen Anophthalmus führt die begleitende Hypoplasie der knöchernen Orbitastrukturen zu einer Reduktion des Orbitavolumens. Liegt keine Prothesenfähigkeit vor, werden selbstquellende hochhydrophile Hydrogelexpander eingesetzt, um eine allmähliche Aufdehnung der Lid- und Orbitastrukturen zu erzielen. Prof. Dr. Michael P. Schittkowski (Göttingen) erläutert das Vorgehen zur Aufdehnung des Bindehautsackes (Prothesenfähigkeit) und Stimulation eines normalen Orbitawachstums.

Fall: „Letzte Wiese“ Sehnerv

Wie aus einem einfachen Niesen ein neurologischer Notfall wurde
Die Dissektion der Arteria carotis interna ist ein neurologischer Notfall, da sie eine häufige Ursache für zerebrovaskuläre Ereignisse bei jungen Patienten ist. Inger Lüdeke, Priv.-Doz. Dr. Jürgen Eggers und Priv.-Doz. Dr. Matthias Lüke berichten über den ungewöhnlichen Fall eines Mannes, der sich zwei Tage nach einer Niesattacke mit anhaltender Visuseinschränkung vorstellte und zunächst mit dem Verdacht auf eine nicht-arteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie (AION) zur weiteren Diagnostik stationär aufgenommen wurde.

RDK-Lösungen für die -Kontaktlinsenpflege

Vergleich von Testmethoden zur Überprüfung der Augenverträglichkeit (Teil 3)
Aus Gründen der Sparsamkeit und Praktikabilität werden von Kontaktlinsenträgern, vor allem seit Einführung der Silikonhydrogellinsen, mehr und mehr Reinigungs-Desinfektions-Kombinations-Lösungen (RDKL) bevorzugt.
Dr. Dieter Schnell (Ruppichteroth) hat einige Testmethoden zur Überprüfung der Augenverträglichkeit von RDK-Lösungen einem Vergleich unterzogen und stellt seine Erkenntnisse vor. Im dritten und letzten Teil geht er im speziellen auf die Untersuchungsmethoden des Optometristen Gary Andrasko ein.

Serie Auge und Sehen: Augenärztliches Operationsbesteck

Serie zur Sammlung Roth
Bereits früh in der Geschichte der Menschheit dürfte man schon gewusst haben, dass die Eintrübung der Augenlinse ein Grund für eine Abnahme der Sehfunktion war. Der weiße Reflex hinter der Pupille fiel beim Erblindeten auf, sein „starrer Blick“ führte zu dem in der deutschen Sprache heute allgemein gebräuchlichen Namen „grauer Star“ für das Krankheitsbild.

Ultrahochgeschwindigkeits-­Weitfeld-OCT

Bei allem technischen Fortschritt schaffen es derzeit verwendete OCT-Systeme noch nicht, einen weiten Bildausschnitt des hinteren Augenabschnittes darzustellen. Nach wie vor müssen dehalb für Pathologien an unterschiedlichen Stellen jeweils unterschiedliche Scan-Protokolle verwendet werden. Dr. Lukas Reznicek, Priv.-Doz. Dr. Marcus Kernt, Thomas Klein, Wolfgang Wieser, Dipl. Phys. Christoph M. Eigenwillig, Benjamin Biedermann, Dr. Robert Huber, Prof. Dr. Anselm Kampik und Priv.-Doz. Dr. Aljoscha Neubauer stellen mit dem Swept Source Fourier Domain Mode Locked (FDML)-OCT eine weiterführende Entwicklung eines nichtinvasiven Ultrahochgeschwindigkeits-Weitfeld-OCTs vor.

Toxische Netzhautschäden durch Chloroquin

Vergleich des Risikoprofils erkrankter und gesunder Anwender
Hydroxychloroquin und Chloroquin werden als Basistherapeutika rheumatischer Erkrankungen eingesetzt. Anhand des Vergleichs von Patienten, die unter der Therapie mit Chloroquin einen Netzhautschaden entwickelt haben und solchen, die diesbezüglich gesund geblieben sind, lassen sich Rückschlusse auf die Relevanz einzelner Risikofaktoren eruieren. Dr. Richard Bergholz (Berlin) hat das Risikoprofil erkrankter und gesunder Anwender gemäß der aktuellen AAO-Leitlinien verglichen und erläutert den Stellenwert einzelner Faktoren.

Mikrogliaaktivierung bei ­Netzhautdystrophien

Aktuelle Daten aus Mausmodellen erblicher Netzhautdystrophien weisen darauf hin, dass eine frühe Mikro­glia­­­-reaktion und ihre chronisch latente Aktivierung retinale Apoptosemechanismen und damit eine progrediente Neuro­­degeneration auslösen kann. Intensiv verfolgte Strategien zur molekularen Charakterisierung spezifischer Akti­vie­rungsmechanismen von Mikroglia haben erste erfolgversprechende Ansatzpunkte für immunmodulierende Therapien geliefert. Prof. Dr. Thomas Langmann (Regensburg) stellt die Forschungsergebnisse seiner Arbeitsgruppe vor.

RDK-Lösungen für die ­Kontaktlinsenpflege

Vergleich von Testmethoden zur Überprüfung der Augenverträglichkeit (Teil 2)
Aus Gründen der Sparsamkeit und Praktikabilität werden von Kontaktlinsenträgern, vor allem seit Einführung der Silikonhydrogellinsen, mehr und mehr Reinigungs-Desinfektions-Kombinations-Lösungen (RDKL) bevorzugt.
Dr. Dieter Schnell (Ruppichteroth) hat einige Testmethoden zur Überprüfung der Augenverträglichkeit von RDK-Lösungen einem Vergleich unterzogen und stellt seine Erkenntnisse vor. Im zweiten Teil erläutert er die Ernährung der Hornhaut unter Kontaktlinsen sowie den Schutz vor mechanischen Einwirkungen und Keimen und beleuchtet etwaige Toxizität sowie Tragekomfort von RDK-Lösungen.