Ascorbinsäure und AMD

Ascorbinsäure ist ein essentieller Nahrungsbestandteil und eines der wichtigsten Antioxidantien. Da oxidativer Stress als wichtiger exogener Risikofaktor für die Entwicklung und Progression von Erkrankungen des fortgeschrittenen Lebensalters wie der Altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) gilt, stellt Ascorbinsäure einen sehr interessanten therapeutischen Ansatzpunkt dar. Dr. Mario Behrendt (München) erläutert die Rolle von Ascorbinsäure im Zusammenhang mit AMD.

Der Name Ascorbinsäure ergibt sich durch die antiskorbutischen und sauren Eigenschaften. Chemisch gehört es zur Klasse der Kohlenhydrate (C6H8O6) und funktional wird es durch die Fähigkeit, Protonen abzuspalten sowie Sauerstoffatome aufzunehmen, den Säuren beziehungsweise Reduktionsmitteln zugeschrieben. Physiologisch wird es zu den Vitaminen (Vitamin C) gezählt und da der Mensch, wie auch einige Tiere (Primaten, Meerschweinchen u.a.), die Fähigkeit verloren hat, die letzte Vorstufe der Ascorbinsäure (AS) durch das Enzym L-Gulonolactonoxidase zu oxidieren, ist AS ein essentieller Nahrungsbestandteil. Neben Glutathion ist AS das wichtigste wasserlösliche Antioxidans und wird durch schonende Oxidation zu Dehydroascorbinsäure (DHA). Diese Reaktion ist voll reversibel, wodurch DHA über volle Wirksamkeit als Vitamin verfügt. Zelluläre Ascorbataufnahme beginnt im Darmlumen energieabhängig durch Natrium-abhängige Ascorbattransporter SVCT l und 2 (sodium-dependent vitamin-c transporter). Zusätzlich und schneller kann DHA aufgrund seiner Ähnlichkeit zu Glukose (C6H12O6) über Glukosetransporter (GLUT) aufgenommen werden. Der tägliche Bedarf eines Menschen an Vitamin C ist individuell unterschiedlich, wurde aber von der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) beim gesunden Menschen auf 100 mg festgelegt. Im menschlichen Organismus verfügt AS über ein großes Wirkungsspektrum.

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL 12/2011.

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