Ultrahochgeschwindigkeits-­Weitfeld-OCT

Bei allem technischen Fortschritt schaffen es derzeit verwendete OCT-Systeme noch nicht, einen weiten Bildausschnitt des hinteren Augenabschnittes darzustellen. Nach wie vor müssen dehalb für Pathologien an unterschiedlichen Stellen jeweils unterschiedliche Scan-Protokolle verwendet werden. Dr. Lukas Reznicek1, Priv.-Doz. Dr. Marcus Kernt1, Thomas Klein2, Wolfgang Wieser2, Dipl. Phys. Christoph M. Eigenwillig2, Benjamin Biedermann2, Dr. Robert Huber2, Prof. Dr. Anselm Kampik1 und Priv.-Doz. Dr. Aljoscha Neubauer1 stellen mit dem Swept Source Fourier Domain Mode Locked (FDML)-OCT eine weiterführende Entwicklung eines nichtinvasiven Ultrahochgeschwindigkeits-Weitfeld-OCTs vor.

1 Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, 2 Institut für BioMolekulare Optik, Fakultät für Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Die optische Kohärenztomographie (OCT) wird für die Wahl einer bestmöglichen Therapie immer häufiger obligat und nimmt im Rahmen der Diagnosefindung und der Verlaufsbegutachtung eine zunehmend wichtigere Stellung sowohl in der konservativen als auch in der operativen Augenheilkunde ein (Binder et al. 2011; Brown et al. 2006; Clark et al. 2011; Fung et al. 2007; Witkin et al. 2009). Bei diesem nichtinvasiven Untersuchungsverfahren wird mithilfe einer Lichtquelle mit einer festgelegten Kohärenzlänge (=Lauf­zeitenunterschied zweier Lichtstrahlen) und eines Interferometers die Entfernung von reflektierenden Strukturen gemessen und grafisch zwei- oder dreidimensional dargestellt (Huang et al. 1991). Dank kontinuierlicher Weiterentwicklung haben sich die Qualität und die Geschwindigkeit der Bildaufnahme und -weiterverarbeitung verbessert und erlauben eine Differenzierung von Strukturen mit einer Genauigkeit von bis zu wenigen Mikrometern (Ho et al. 2011; Serbecic et al. 2011; Srinivasan et al. 2008; Wolf-Schnurrbusch et al. 2009; Eigenwillig et al. 2011).

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL 11/2011.

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