Autor: Katica Djakovic

Interview mit Prof. Dr. Daniel Pauleikhoff zu den Zweijahresdaten der CATT-Studie

„Behandlungsstrategien bleiben bestehen“
Auf der Jahrestagung der ARVO wurden im Frühjahr die Zweijahresergebnisse der CATT-Studie vorgestellt, einer Vergleichsstudie zur Wirksamkeit von Avastin und Lucentis bei der Behandlung der feuchten AMD. Die Rückschlüsse, die von den Anwendern aus den Ergebnissen gezogen werden, fallen jedoch – so auch auf dem jüngst in Nürnberg veranstalteten Kongress der DOC zu hören – unterschiedlich aus. Sind die Daten tatsächlich interpretierbar oder doch eindeutig für die Praxis der Anti-VEGF-Therapie? DER AUGENSPIEGEL sprach mit Prof. Dr. Daniel Pauleikhoff (Münster), Vorsitzender der Retinologischen Gesellschaft, über die Zweijahresdaten, ihre Bedeutung für die AMD-Therapie und die Leitlinienempfehlungen deutscher Fachgesellschaften.

Jahrestagung der Vereinigung Norddeutscher Augenärzte in Hamburg

Okuloplastische Chirurgie im Mittelpunkt
Zur 61. Tagung der Vereinigung Norddeutscher Augenärzte (VNDA), die in diesem Jahr am 8. und 9. Juni in Hamburg stattfand, konnte Tagungspräsident Priv.-Doz. Dr. Ulrich Schaudig (Hamburg) rund 420 Teilnehmer begrüßen. Dr. Udo Hennighausen (Heide) fasst die Veranstaltung zusammen, die in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf das Thema okuloplastische Chirurgie gesetzt hatte.

Quartalsabrechnung – ein Buch mit sieben Siegeln?

Eine Quartalsabrechnung ist ähnlich unbeliebt und unverständlich wie eine Steuererklärung. Meist beschränkt sich der niedergelassene Arzt darauf, einen Blick auf die zu überweisende Gesamtsumme zu werfen, die auf der ersten Seite der vier Mal im Jahr erscheinenden Abrechnung steht. Dabei enthält die Quartalsabrechnung aber viele wichtige Informationen, die es dem Arzt zumindest ein wenig ermöglichen, das eigene Leistungsangebot innerhalb seiner kassenärztlichen Tätigkeit in Bezug auf Qualität und Quantität sinnvoll zu steuern. Sie gibt unter anderem auch Auskunft darüber, ob und wie viele der von ihm erbrachten Leistungen im RLV oder nur zu einem abgestaffelten Punktwert bezahlt wurden und wie seine Kollegen abrechnen. Von Dr. Christiane Schumacher (Heiligenhaus).

Fallbericht: Posteriore subkapsuläre Katarakt

Entwicklung und Spontanresorption nach sulkusgestützter ICL-Implantation
Bei bestimmten Patienten sind die verbreiteten Excimerlaser-Behandlungen (LASIK und PRK) beispielsweise wegen zu dünner Hornhaut kontraindiziert. Handelt es sich um junge Patienten mit intakter Akkommodation und klarer Linse, ist die Implantation einer phaken Intraokularlinse (pIOL) eine Möglichkeit zur refraktiven Korrektur. Dr. Otto Fricke, Dr. Toam Katz, Dr. Mau-Thek Eddy, Prof. Dr. Gisbert Richard und Dr. Stephan Linke berichten über den Fall eines 36-jährigen Patienten mit hoch myopen, sonst gesunden Augen, der sich mit dem Wunsch nach einem refraktiven Eingriff Ärzten der Care-Vision/Universitäts-Augenklinik Hamburg-Eppendorf vorstellte und eine posteriore sub-kapsuläre Katarakt nach Implantation einer sulkusgestützten ICL (Intraokulare Collamer-Linse) entwickelte.

Hilfsmittel-Richtlinien: Sehhilfen-Verordnung

DER AUGENSPIEGEL berichtete in der Ausgabe 04/2012 von Schwachpunkten in den aktuellen Hilfsmittel-Richtlinien beziehungsweise in der Sozialgesetzgebung. Der Fall einer Patientin mit Myopia magna wurde dabei ausführlich diskutiert, ihr wurde die Kostenübernahme für Kontaktlinsen von der gesetzlichen Krankenkasse verweigert. Dr. Hans-Walter Roth, Augenarzt und Ulmer Stadtrat für Soziales, richtete seinen kritischen Kommentar auch an politisch Verantwortliche.

Interview mit Dr. Armin Scharrer zum DOC-Kongress 2012

Vom 14. bis 16. Juni tagt in Nürnberg der 25. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC). Dr. Armin Scharrer (Fürth), DOC-Kongresspräsident und 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Oph-thalmochirurgen e.V. (BDOC), erläutert Entwicklungen des Faches, denen das Programm Rechnung trägt, und bezieht Stellung zu einigen berufspolitisch aktuellen Fragen.

Doppelte Haushaltsführung

Doppelte Haushaltsführung liegt immer dann vor, wenn der Inhaber einer Augenarzt-Praxis außerhalb des Ortes der Praxis seinen Familienhausstand unterhält und am Ort der Praxis eine Zweitwohnung hat. Die daraus resultierenden teils beträchtlichen Mehraufwendungen können steuerlich abgesetzt werden, wenn die doppelte Haushaltsführung beruflich veranlasst ist. Und das ist neuerdings eigentlich immer der Fall. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans L. Dornbusch (Sankt Augustin) erläutert anhand von Beispielen die Voraussetzungen für eine finanzamtliche Anerkennung.

Modifizierung der intrastromalen Presbyopiekorrektur mittels Femtosekundenlaser

Studie zu kornealen Veränderungen bei verschiedenen Behandlungsmustern
Die intrastromale Presbyopiekorrektur mittels Femtosekundenlaser, auch INTRACOR-Verfahren genannt, ist seit 2009 für die Behandlung presbyoper Patienten mit geringer Hyperopie zugelassen. Um die Behandlung auch emmetropen oder leicht myopen Patienten zugänglich zu machen, wurde ein modifiziertes Muster entwickelt, das bisher nur im Rahmen einer Studie angewendet wurde. Ziel einer aktuellen Untersuchung an der Universitäts-Augenklinik Heidelberg war die Evaluierung kornealer Veränderungen (korneale Aufsteilung beziehungsweise Abflachung, Pachymetrie, Endothelzellzahl) nach INTRACOR mit dem regulären sowie dem modifizierten Behandlungsmuster. Dr. Bettina C. Thomas, Dipl.-Ing. (FH) Anna Fitting, Prof. Dr. Gerd U. Auffarth, FEBO, und Prof. Dr. Mike P. Holzer, FEBO, stellen die Ergebnisse vor.

Femto-Laser in der Katarakt- und IOL-Chirurgie

Welchen Vorteil und welche Optionen bietet die fs-lasergestützte Behandlung?
Die Ethikkommission der Ärztekammer Nordrhein hat einen Antrag auf Durchführung einer klinischen Studie (lfd. Nummer 2011339) über die Anwendung der Femtosekunden(fs)-lasergestützten Kataraktoperation mit folgender Begründung abgelehnt: „Das Studienvorhaben vermittelt keine ausreichende Begründung für die Vorteilsnahme zugunsten der geplanten lasergestützten Kataraktbehandlung gegenüber einer mit etwa 98-prozentigen Erfolgsaussicht ausgewiesenen Standardbehandlung“. Gibt es tatsächlich keinen Spielraum für Verbesserungen? Dr. Omid Kermani (Augenklinik am Neumarkt Köln) zeigt den aktuellen Stand in der Kataraktchirurgie auf und erläutert die potentiellen Vorteile einer fs-lasergestützten Behandlung in der Katarakt- und IOL-Chirurgie gegenüber der konventionellen Ultraschallphakoemulsifikation und plädiert für einen breiteren Einsatz des Verfahrens.