Autor: Katica Djakovic

DMEK – Evolution einer Revolution

Über viele Jahrzehnte gaben Ophthalmochirurgen der perforierenden Keratoplastik den Vorzug gegenüber der lamellären Transplantation, da diese wegen Problemen der Vernarbung und Wundheilung in der Regel nicht in einer guten Sehschärfe resultierte. Dieses hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert. Prof. Dr. Friedrich E. Kruse (Erlangen) gibt einen Überblick über die Transplantationsmethode der DMEK (Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty) und stellt die Weiterentwicklungen der diffizilen Operationstechnik dar, die eine deutliche Steigerung der Visusergebnisse ermöglicht haben.

Stammzellenbasierte Hornhautrekonstruktion

Forschungsansatz zur Hornhautregeneration mit Stammzellen aus Haarfollikeln
Die visuelle Rehabilitation von Patienten mit limbaler Stammzellinsuffizienz gilt seit langem als eine der großen Herausforderungen der Ophthalmochirurgie. Derzeitige Forschungsschwerpunkte konzentrieren sich auf die Evaluierung alternativer autologer Stammzellquellen zur Rekonstruktion und Transplantation von Hornhautepitheläquivalenten, um die Risiken einer immunologischen Abstoßung oder immunsuppressiven Therapie zu umgehen. Dr. rer. nat. Ewa Meyer-Blazejewska (Erlangen) stellt ihren Forschungsansatz vor und erläutert, inwieweit sich Haarfollikel als alternative Stammzellquelle für bilateral betroffene Patienten eignen.

Aktuelle Trends in der ambulanten Intraokularchirurgie

Ergebnisse der Umfrage 2011 von BDOC, BVA, DGII und DOG
Jedes Jahr werden von der DGII in Zusammenarbeit mit dem BVA und BDOC sowie der DOG Fragebögen an alle deutschsprachigen Ophthalmochirurgen zum Operationsverhalten versandt. Ausgewertet wurde der Rücklauf in diesem Jahr von Prof. Dr. Martin Wenzel (Trier), Prof. Dr. Thomas Kohnen (Frankfurt), Dr. Armin Scharrer (Fürth), Dr. Kaweh Schayan-Araghi (Dillenburg), Dr. Johannes Klasen (Dillenburg) und Prof. Dr. Thomas Reinhard (Freiburg). Einige Ergebnisse werden hier zusammengefasst.

KBV bricht Honorarverhandlungen ab: Geplante Protestmaßnahmen der Ärzteschaft

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat gestern (3. September) weitere Honorarverhandlungen für 2013 mit dem GKV-Spitzenverband für gescheitert erklärt und daraufhin abgebrochen. Die Erhöhung des Orientierungspunktwertes um 0,9 Prozent (oder 0,04 Cent) durch den Schlichter sei geradezu ein Hohn und eine Diffamierung der Ärzteschaft durch die Vertreter der Krankenkassen. Es ist deshalb in den kommenden Tagen mit Protestmaßnahmen von Seiten der Ärzteschaft zu rechnen.

Serie Auge und Sehen: Probierset für Farbgläser

Serie zur Sammlung Roth
Um die gewünschte Lichtabsorption zu ermitteln, wurden vom Optiker für die Kunden entsprechende Probiergläser bereitgehalten. Das Gestell des hier gezeigten Probiersets enthält drei verschieden dunkle Plangläser, die einzeln herausklappbar sind. Der Halter ist aus Büffelhorn. Er stammt aus der Zeit um 1810 und gehörte einst zum Standardwerkzeug eines jeden Okulisten. Dieses Probierset wurde auf einem Flohmarkt in Wien entdeckt und zu einem stolzen Preis für die Sammlung erworben.

25. Jubiläums-Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) in Nürnberg

„Entwicklungspotential und Quantensprünge“
Vom 14. bis 16. Juni tagte zum 25sten Mal der Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC), zu dem DOC-Präsident Dr. Armin Scharrer (Fürth) rund 5.000 Teilnehmer im Messezentrum Nürnberg begrüßen konnte. Der Erfahrungsaustausch über die VEGF-Hemmer in der Behandlung der feuchten AMD sowie die Femto-Phako in der Kataraktchirurgie waren zwei der Schwerpunkte der Jubiläumstagung, die in diesem Jahr auf drei anstelle vier Tage ausgelegt war. Von Katica Djakovic.

Interview mit Prof. Dr. Daniel Pauleikhoff zu den Zweijahresdaten der CATT-Studie

„Behandlungsstrategien bleiben bestehen“
Auf der Jahrestagung der ARVO wurden im Frühjahr die Zweijahresergebnisse der CATT-Studie vorgestellt, einer Vergleichsstudie zur Wirksamkeit von Avastin und Lucentis bei der Behandlung der feuchten AMD. Die Rückschlüsse, die von den Anwendern aus den Ergebnissen gezogen werden, fallen jedoch – so auch auf dem jüngst in Nürnberg veranstalteten Kongress der DOC zu hören – unterschiedlich aus. Sind die Daten tatsächlich interpretierbar oder doch eindeutig für die Praxis der Anti-VEGF-Therapie? DER AUGENSPIEGEL sprach mit Prof. Dr. Daniel Pauleikhoff (Münster), Vorsitzender der Retinologischen Gesellschaft, über die Zweijahresdaten, ihre Bedeutung für die AMD-Therapie und die Leitlinienempfehlungen deutscher Fachgesellschaften.

Jahrestagung der Vereinigung Norddeutscher Augenärzte in Hamburg

Okuloplastische Chirurgie im Mittelpunkt
Zur 61. Tagung der Vereinigung Norddeutscher Augenärzte (VNDA), die in diesem Jahr am 8. und 9. Juni in Hamburg stattfand, konnte Tagungspräsident Priv.-Doz. Dr. Ulrich Schaudig (Hamburg) rund 420 Teilnehmer begrüßen. Dr. Udo Hennighausen (Heide) fasst die Veranstaltung zusammen, die in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf das Thema okuloplastische Chirurgie gesetzt hatte.

Quartalsabrechnung – ein Buch mit sieben Siegeln?

Eine Quartalsabrechnung ist ähnlich unbeliebt und unverständlich wie eine Steuererklärung. Meist beschränkt sich der niedergelassene Arzt darauf, einen Blick auf die zu überweisende Gesamtsumme zu werfen, die auf der ersten Seite der vier Mal im Jahr erscheinenden Abrechnung steht. Dabei enthält die Quartalsabrechnung aber viele wichtige Informationen, die es dem Arzt zumindest ein wenig ermöglichen, das eigene Leistungsangebot innerhalb seiner kassenärztlichen Tätigkeit in Bezug auf Qualität und Quantität sinnvoll zu steuern. Sie gibt unter anderem auch Auskunft darüber, ob und wie viele der von ihm erbrachten Leistungen im RLV oder nur zu einem abgestaffelten Punktwert bezahlt wurden und wie seine Kollegen abrechnen. Von Dr. Christiane Schumacher (Heiligenhaus).

Neue MIOL mit trifokaler Optik

Ergebnisse aus einer multizentrischen Studie
Der Anspruch der Patienten an die postoperative Sehqualität ist in den letzten zehn Jahren deutlich angestiegen, nicht nur bei refraktivem Linsenaustausch, sondern auch in der Kataraktchirurgie. Mehrere Komponenten tragen dazu bei, dass die hohen Ansprüche — insbesondere der Multifokallinsen-Patienten — erfüllt werden können. Verbesserungsbedarf gibt es jedoch hinsichtlich des schwachen Intermediärvisus sowie möglicher Halos und Blendungen. Seit April dieses Jahres steht nun eine neue Generation von MIOL, die Trifokallinse, zur Verfügung. Im Rahmen einer multizentrischen Studie wurde untersucht, ob die klinischen Ergebnisse die theoretischen Erwartungen eines verbesserten Intermediärvisus bestätigen und wie sich das trifokale Design auf die Streulichteffekte wie Halos und Blendung auswirkt. Dr. Ralph Neuber und Prof. Dr. Norbert Körber (Köln) stellen die Ergebnisse vor.