Autor: Katica Djakovic

Fortbildung in Neuroophthalmologie

Kurse in Tübingen und Empfehlungen für Fachpublikationen
Die Bedeutung der Neuroophthalmologie in der Praxis des niedergelassenen Augenarztes dürfte in naher Zukunft – nicht nur wegen des demografischen Wandels – weiter an Bedeutung gewinnen. Dr. Udo Hennighausen (Heide) empfiehlt nicht nur die kontinuierliche Fortbildung durch entsprechende Kurse, sondern stellt auch verschiedene Publikationen zur Weiterbildung und zum Gebrauch in der Praxis vor.

Klassifikation für die Paralympics 2012

Universitäts-Augenklinik Heidelberg beteiligt sich aktiv an der Klassifikation der Judoka
Die Internationalen Deutschen Einzelmeisterschaften im Judo für Sehgeschädigte, die vom 23. bis 25 März in Heidelberg ausgetragen wurden, bildeten zugleich die letzte Gelegenheit der Judoka, sich für die Paralympics 2012 zu klassifizieren. Gemeinsam mit der „International Blind Sports Federation“ (IBSA) konnten hierbei 37 Athleten aus neun Ländern am 23. und 24. März in der Universitäts-Augenklinik Heidelberg klassifiziert werden. Damit fand zum ersten Mal eine solche Klassifikation an einem deutschen Universitätsklinikum statt. Untersucht wurden die Judoka von drei internationalen Augenärzten aus Bulgarien, Griechenland und Deutschland, um die Athleten in die einzelnen Behinderungsgrade einzuteilen. Nur vier der 37 Sportler konnten jedoch nicht für die Judo-Wettkämpfe der Paralympics zugelassen werden, da ihre Sehleistung zu hoch beurteilt wurde.

Die Rolle von Clathrin in der Pathogenese der endokrinen Orbitopathie

Die Rolle von Clathrin in der Pathogenese der endokrinen Orbitopathie
Die endokrine Orbitopathie ist eine entzündliche fibroproliferative Erkrankung der orbitalen Bindegewebe, die meist mit dem Morbus Basedow assoziiert ist. Der klinische Phänotyp ist individuell sehr variabel und korreliert mit dem Verlauf der Schilddrüsenerkrankung. Da Orbitafibroblasten an allen pathogenetisch wichtigen Prozessen der endokrinen Orbitopathie aktiv und passiv beteiligt sind, stellen sie ein gutes Ziel für neue Therapiestrategien dar. Dr. Melissa Meyer zu Hörste, Elena Ströher, Utta Berchner-Pfannschmidt, Dr. Simone Schmitz-Spanke, Dipl.-Chem. Mario Pink, Dr. Joachim R. Göthert, Prof. Dr. Jens W. Fischer, Prof. Dr. Erich Gulbins und Prof. Dr. Anja K. Eckstein erläutern die Rolle von Clathrin, einem neu identifizierten Protein, in der Pathogenese der endokrinen Orbitopathie.

Psychosomatische Erkrankungen in der Augenarztpraxis

Manche Augenerkrankungen können durch eine verstärkte Reaktion des vegetativen Nervensystems, wie Stress und Anspannung, negativ in ihrem Verlauf beeinflusst werden. Dr. Gabriele Emmerich (Darmstadt), BVA-Ressortleitung für Psychosomatik in der Augenheilkunde, erörtert mögliche Zusammenhänge sowie die Frage, wie der Behandler diese Komponente erkennt und der Patient in seiner Salutogenese unterstützt werden kann.

Serie Auge und Sehen: Silbernitrat nach Credé

Serie zur Sammlung Roth
Heute ist Silbernitrat in Form von Augentropfen obsolet und befindet sich daher nicht mehr im Handel. Dennoch tauchen in alten Apotheken und Praxen noch vereinzelt Fläschchen mit Augentropfen, Spüllösungen oder dem Ausgangsmaterial in Form von Stäbchen auf. Ein solcher Glasbehälter mit dem Trockenstoff ist hier abgebildet. Er stammt vermutlich aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg und trägt noch das Etikett der Marienapotheke in Dresden. Er wurde über Ebay angeboten und für die Sammlung erworben.

„Meilenstein in der Langzeitkultivierung von Gewebe gesetzt“

Forschern der Universität Leipzig ist es erstmals gelungen, mit einem neu entwickelten Verfahren adultes Gewebe über einen längeren Zeitraum zu erhalten. Wirkstoffe können so direkt in der Petrischale getestet werden. Tierversuche und klinische Studien am Menschen werden dadurch überflüssig. Eine komplette Netzhaut etwa kann nun im Labor kultiviert und erforscht werden.

Prof. John Marshall mit Junius-Kuhnt-Award ausgezeichnet

Prof. John Marshall mit Junius-Kuhnt-Award ausgezeichnet

Der britische Physiker Prof. John Marshall ist im Rahmen des „Makula Update 2012“ am vergangenen Freitag in Neuss mit dem 6. Junius-Kuhnt-Award geehrt worden. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird seit 2007 an Ophthalmologen, aber auch Grundlagenwissenschaftler anderer Fachbereiche verliehen, die für die Therapie und Erforschung der AMD Außergewöhnliches geleistet haben. Der Junius-Kuhnt-Award wird gemeinsam von der Universitäts-Augenklinik Bonn, vertreten durch Prof. Dr. Frank G. Holz, und Novartis Pharma GmbH Nürnberg, vertreten durch Susanne Kohout, getragen.

Die aktuelle Hilfsmittel-Richtlinie

Ein kritischer Kommentar zur Verordnungsfähigkeit von Sehhilfen
Die Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Verordnung von Hilfsmitteln in der vertragsärztlichen Versorgung soll die angemessene Versorgung der Versicherten mit Hilfsmitteln, wie beispielsweise Sehhilfen, sicherstellen. Dr. Hans-Walter Roth (Ulm) kommentiert die Problematik und Schwächen der Richtlinie.

Kinder im Einkommensteuerrecht

Neuregelungen durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011
Kinder kosten Geld. Wie weit der Staat diese Ausgaben in Form von Steuervergünstigungen anerkennt, ist vielen Eltern nicht bekannt. Da kindabhängige Vergünstigungen vielfach nur auf Antrag gewährt werden, kann diese Unkenntnis gegebenenfalls den Verzicht auf erhebliche Steuerersparnisse zur Folge haben. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans L. Dornbusch (Sankt Augustin) erläutert anhand von Beispielen einige Änderungen, die sowohl den Familienlastenausgleich als auch die Kinderbetreuungskosten und den Ausbildungsfreibetrag betreffen.