Autor: Katica Djakovic

Retinopathia praematurorum – Inzidenz, Verlauf und Therapie

Eine prospektive Untersuchung zum Auftreten der ROP im Helios Klinikum Berlin-Buch (Teil 1)
Die Retinopathia praematurorum ist eine multifaktorielle Gefäßerkrankung der Netzhaut, bei der infolge Frühgeburtlichkeit die normale Entwicklung und Ausbildung der Netzhautgefäße gestört ist. Die postnatale Entwicklung der Netzhautgefäße kann regelrecht voranschreiten oder aber über Blutungen, Proliferationen und Ablatio retinae bis zum Verlust der Sehkraft führen. Dr. Helge Breuß und Priv.-Doz. Dr. Jörn Kuchenbecker stellen eigene Daten einer prospektiven Untersuchung im Helios Klinikum Berlin-Buch vor und erläutern Inzidenz, Verlauf und Therapie anhand aktueller ROP-Leitlinien.

Serie Auge und Sehen: Warnung vor übertragbarer Augenentzündung

Serie zur Sammlung Roth
Es sind nicht nur Gegenstände wie Sehhilfen, Untersuchungs­geräte oder Rezepturen, die dem Medizinhistoriker einen Einblick in die Vergangenheit der Augenheilkunde geben, sondern es sind auch schriftliche Zeugnisse wie Bücher, wissenschaftliche Abhandlungen oder Dissertationen, die uns von den Krankheiten des Auges, ihren Symptomen oder ihren Behandlungsmethoden berichten. Mitteilungen über ansteckende Erkrankungen, vor allem aber über Krankheiten des Auges, fiden sich dagegen in der Laienpresse der letzten Jahrhunderte nur selten.

Vorderabschnittskomplikationen durch Glaskörperersatzmaterialien

Die Vitrektomie, als häufigste chirurgische Technik der Netzhaut- und Glaskörperchirurgie, wurde bezüglich Instrumentation sowie Beleuchtung und Mikroskopie für den verbesserten Einblick in den letzten beiden Jahrzehnten wesentlich verbessert. Auch die Entwicklung und der häufige Gebrauch von Glaskörperersatzmaterialien haben die Netzhautchirurgie sicherer gemacht und die anatomischen und funktionellen Ergebnisse verbessert. Prof. Dr. Peter Wiedemann (Leipzig) beschreibt die Eigenschaften und die klinischen Indikationen der verwendeten Stoffe sowie mögliche Komplikationen am Augenvorderabschnitt.

Fallbericht: Keratoplastik bei Morbus Bowen

Morbus Bowen, auch als Konjunktivale intraepitheliale Neoplasie (CIN) oder conjunctiva-cornea intraepitheliale Neoplasie (CCIN) bekannt, ist ein intraepitheliales Carcinoma in situ, das vorwiegend am Limbus corneae zu finden ist. Es betrifft häufiger Männer als Frauen und tritt überwiegend ab dem 40. Lebensjahr auf. Zu den ätiologischen Faktoren zählen UV-Strahlung, chemische Stoffe (Arsen) und Viren (HPV). Vivian Jensen-Blunk, Angela Ehmer und Priv.-Doz. Dr. Anja Liekfeld berichten über den Fall einer 51-jährigen Patientin, die sich bereits 2003 mit Photophobie und Schmerzen erstmalig im Klinikum Ernst von Bergmann (Potsdam) vorstellte und zunächst mit Verdacht auf Keratitis metaherpetica behandelt wurde.

Interview mit Prof. Dr. Bernd Bertram zum AAD-Kongress 2012

Berufspolitisch wurde es in diesem Jahr nicht erst zur AAD spannend. Die Ankündigung und Einführung der Strukturpauschale zu Jahresbeginn bewegte die Gemüter der niedergelassenen Augenärzte. Anlässlich der augenärztlichen Fortbildungsveranstaltung von BVA und DOG, die vom 20. bis 24. März erneut in Düsseldorf tagt, sprach DER AUGENSPIEGEL mit dem Vorsitzenden des Berufsverbandes, Prof. Dr. Bernd Bertram (Aachen), über die eingeführten Änderungen in der Honorierung sowie strukturelle Aspekte der augenärztlichen Versorgung.

Diagnostik und Therapie der virus-assoziierten anterioren Uveitis

Viren stellen eine bedeutende Ursache infektassoziierter intraokularer Entzündung dar. Dies trifft auch für die anteriore Uveitis als häufigste Form der intraokularen Entzündung zu. Insbesondere Viren aus der Herpesgruppe kommen in Frage. Während das Herpes-simplex- und das Varizella-Zoster-Virus als Ursache gut bekannt sind, konnten neue Erkenntnisse für die Cytomegalie- und Rubella-Virus-assoziierten anterioren Uveitiden gewonnen werden. Da die Therapie jeweils erheblich differiert, ist ein Erregernachweis anzustreben, für den sich die Analyse von Kammerwasserproben bewährt hat. Nur wenige Zentren führen sie durch, so dass bei vielen Patienten die klinische Befundung im Vordergrund steht, die wertvolle Hinweise bieten kann. Prof. Dr. Uwe Pleyer, FEBO (Berlin), stellt die diagnostischen Methoden sowie differentialdiagnostischen Überlegungen zu den virusassoziierten intraokularen Entzündungen dar.

Fall: Hyaluronsäureinjektionen in der Okuloplastik

Ein tiefer, persistierender Oberlidsulcus und Enophthalmus stellt für viele Patienten nach Enukleation ein kosmetisches und teilweise auch funktionelles Problem bei der Fixierung der Prothese dar. Dr. Natalie Minko und Priv.-Doz. Eckart Bertelmann (Berlin) berichten über zwei Patienten mit tiefem persistierendem Oberlidsulcus und Enophthalmus bei Postenukleationssyndrom, denen zur Behandlung eine quervernetzte Hyaluronsäure tief intradermal und intrakonal injiziert wurde. Das Resorptionsverhalten wurde anhand von Fotos protokolliert.

1. Homburger Keratoconus-Symposium (HKCS)

Im Rahmen der ersten Homburger Herbstakademie fand am 12. November unter der Leitung von Prof. Dr. Berthold Seitz das erste Homburger Keratoconus Symposium (HKCS 2011) statt. Rund 300 Teilnehmer, sowohl Hornhautexperten, niedergelassene Augenärzte, Kollegen aus anderen deutschen Augenkliniken als auch Medizinstudenten sowie Keratokonuspatienten, fanden sich zur Tagung ein. Dr. Udo Hennighausen (Heide) fasst das Symposium zusammen.

Kataraktoperation zur Augendruckregulation bei Winkelblockglaukom

Patienten mit einem Winkelblockglaukom zeigen häufig auch eine lentogen bedingte Kammerwinkeleinengung verursacht durch eine vermehrte Linsendicke. Zur Augendruckregulation steht neben der primären YAG-Iridotomie insbesondere auch die frühzeitige Kataraktoperation mit IOL-Implantation zur Verfügung. Diese bewirkt häufig eine Vertiefung der Vorderkammer und gleichzeitig eine Optimierung des Kammerwasserabflusses. Zumeist kann mit diesen Maßnahmen schon eine deutliche Augeninnendrucksenkung erreicht werden. Prof. Dr. Jens Dawczynski (Leipzig) erläutert die Kataraktoperation zur Augendruckregulation bei Winkelblockglaukom.

Fehlervermeidung bei Kataraktoperationen

Auswertung von Daten der Gutachterkommission Nordrhein
Die Auseinandersetzung mit Behandlungsfehlern kann zur Qualitätsverbesserung in der eigenen Praxis beitragen. Anhand einer Analyse der bei der Gutachterkommission Nordrhein festgestellten Einzelfehler und Vorwürfen soll aufgezeigt werden, worauf Zuweiser, Operateure und Anästhesisten sowie Nachbehandler achten sollten. Augenarzt Dr. Georg Niepel (Stolberg) und die Mitarbeiterin der Gutachterkommission Dr. Beate Weber (Düsseldorf) stellen die ausgewerteten Daten vor und erörtern die Vermeidung von Behandlungsfehlern im Umfeld der Kataraktoperation.