Vielversprechendes Verfahren zur Differenzierung zwischen NDG und POWG
Zerebrovaskuläre Durchblutungsstörungen und mikroangiopathische Läsionen sind bei Glaukompatienten mit normalen Augendruckwerten auffallend häufiger zu finden. Unklar bleibt, inwieweit eine ischämische Schädigung der intrakraniellen Sehbahn die Ursache für eine sekundäre Degeneration des Nervus opticus mit gleichzeitiger Papillenexkavation sein kann und ob anhand der intrakraniellen Veränderungen der Sehbahn eine Differenzierung der Glaukomformen NDG (Normaldruckglaukom) und POWG (Primäres Offenwinkelglaukom) möglich ist. Mittels Diffusions-Tensor-Bildgebung könnte eine genaue Lokalisation des Ursprungs des Funktionsausfalls entlang der Sehbahn bei den verschiedenen Glaukomformen und somit eine zuverlässige Differenzierung zwischen NDG und POWG möglich werden. Prof. Georg Michelson, Simone Waerntges, Johannes Schoemann, Prof. Tobias Engelhorn, Dr. Manuel A. Schmidt, Prof. Dr.-Ing. Ahmed El-Rafei, Prof. Dr.-Ing. Joachim Hornegger und Prof. Arnd Doerfler (Erlangen) erläutern das Verfahren und stellen erste Ergebnisse vor.