Aus der aktuellen Ausgabe

Retinales Struktur-Funktions-Modell bei AMD, DMÖ und RVV

Einfluss der Morphologie auf den Visus
Das letzte Jahrzehnt ist geprägt von den Weiterentwicklungen im Bereich der Netzhauttherapie und -diagnostik. Insbesondere die Technologie der optischen Kohärenztomographie (OCT) erlebt exponentiell einen Anstieg in Auflösung und Anwendungshäufigkeit. Dr. Bianca S. Gerendas und Prof. Ursula Schmidt-Erfurth (Wien) stellen die Korrelation struktureller Parameter im OCT mit funktionellen Parametern (Visus) bei verschiedenen Erkrankungen dar und erörtern, welche strukturellen Parameter den größten Stellenwert für den praktischen Augenarzt einnehmen müssen, um für seinen Patienten die Therapie zu planen und eine Verlaufsprognose zu stellen.

Glaukomdiagnostik und Trendanalyse mit OCT

Fallbeispiel: Patientenindividuelle Verlaufsbeobachtung (Teil 4)
Mit Hilfe der Optischen Kohärenztomographie (OCT) lässt sich der progrediente Nervenfaserverlust bei Glaukom zu einem frühen Zeitpunkt nachweisen. In den ersten Teilen des Beitrages wurden die für die Glaukomdiagnostik entscheidenden Parameter im OCT erläutert, die Möglichkeiten der Trendanalyse im Rahmen der Diagnostik anhand von Fallbeispielen mit verschiedenen OCT-Systemen dargestellt sowie Differentialdiagnosen anhand von Beispielen aus der Praxis erörtert. Im vierten Teil seines Beitrages beschreibt Dr. Georg Niepel (Stolberg) beispielhaft eine patientenindividuelle Verlaufsbeobachtung des Glaukoms unter Therapie aus der Praxis.

Antibiotikafreies Therapiekonzept bei mikrobieller Keratitis

Entwicklung einer neuartigen Methode mittels Plasma-aktivierten Kontaktlinsen
Die Behandlung akuter mikrobieller Keratitis, einschließlich Akanthamöben, stellt aufgrund der Variabilität ihres klinischen Erscheinungsbilds, des teilweise fehlenden Ansprechens auf gegenwärtig verfügbare Medikamente und des klinischen Verlaufs eine Herausforderung für den Augenarzt dar. Dr. Joachim Storsberg, Stefanie Klöpzig, Dr. Christian Schmidt, Christopher Plog, Sophia Rehfeldt, Patrick Höfer und Prof. Saadettin Sel erläutern einen neuartigen Ansatz, der wegweisend für die Entwicklung einer therapeutischen Option zur Behandlung von mikrobiellen Keratitiden mittels Plasma-aktivierten Kontaktlinsen sein könnte.

115. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG)

Internationalität stärken – Wettbewerbsfähigkeit sichern
Mehr als 4.900 Kongressteilnehmer aus 63 Ländern verzeichnete die DOG 2017, die in diesem Jahr unter dem Motto „Deutsche Augenheilkunde international“ zur Fortbildung und Diskussion über Fortschritte in Forschung, Diagnostik und Therapie eingeladen hatte. Die Höhepunkte des wissenschaftlichen Programms bildeten neben den Festvorträgen auch die Symposien, die gemeinsam mit internationalen Gesellschaften wie der ESCRS, EURETINA und IIIC veranstaltet wurden. Von Ulrike Lüdtke M.A.

Biomechanik nach SMILE: In-vivo- und Ex-vivo-Untersuchungen

Die refraktive Laserchirurgie ist bestrebt, die Biomechanik der Hornhaut möglichst wenig zu beeinträchtigen. Um die verschiedenen, verfügbaren Verfahren der Laserchirurgie untereinander in Bezug auf die mechanische Stabilität der Hornhaut zu vergleichen, können theoretische Überlegungen, In-vivo-Untersuchungen sowie auch Ex-vivo-Untersuchungen herangezogen werden. Dr. Sabine Kling (Zürich) stellt die Aspekte und Techniken dar.

Wirksamkeit und Sicherheit von LASIK nach MIOL-Implantation bei Hyperopie

Eine korneal-refraktive Korrektur der Hyperopie kann für Patienten und Chirurgen postoperative Überraschungen bereithalten. Daher bevorzugen viele Anwender den Einsatz multifokaler Intraokularlinsen (MIOL) zur refraktiven Behandlung hyperoper (presbyoper) Patienten. Trotz Weiterentwicklung aller Facetten der Biometrie (IOL-Formeln, technische Ausstattung, chirurgische Verfahren) kann eine residuale postoperative Ametropie aber auch hier nicht immer verhindert werden. In einer Studie untersuchten Dr. Andreas Frings, Maryam Setareh, Priv.-Doz. Dr. Johannes Steinberg, Anne-Karen von Beckerath, Priv.-Doz. Dr. Stephan J. Linke und Dr. Toam Katz die Vorhersagbarkeit, Sicherheit und Wirksamkeit der Excimerlaserkorrektur der postoperativen Ametropie nach MIOL-Implantation bei hyperopen Patienten.

Crosslinking-Behandlung bei Kindern und Jugendlichen

Retrospektive Studie zur Wirksamkeit bei Patienten bis 20 Jahren
Der Keratokonus manifestiert sich meist in der Pubertät durch Sehverschlechterung und mögliche Zunahme von Kurzsichtigkeit und Astigmatismus. Aggressive und fortschreitende Formen des Keratokonus werden vor allem bei Kindern und Jugendlichen beobachtet, weil die junge Hornhaut umbaufähiger als die des Erwachsenen ist. Bei Progression des Keratokonus ist seit zehn Jahren das korneale UV-Crosslinking (CXL) indiziert. Im Rahmen einer retrospektiven Studie wurde die Wirksamkeit des Verfahrens insbesondere bei Patienten mit einem Alter bis 20 Jahren überprüft. Nick P. Piravej, Dr. Christian Wertheimer und Priv.-Doz. Wolfgang J. Mayer (München) stellen die Daten vor.

Best Practice bei RVV – Laserphotokoagulation wann und wie?

Der retinale Venenverschluss (RVV) ist nach der diabetischen Retinopathie die häufigste vaskuläre Netzhauterkrankung. Prof. Matus Rehak (Leipzig) diskutiert den Stellenwert der GRID-Laserphotokoagulation in Zeiten der intravitrealen Therapie und erörtert die Rolle der peripheren Laserphotokoagulation als Zusatztherapie zu Anti-VEGF-Injektionen hinsichtlich der Visusergebnisse.

Glaukomdiagnostik und Trendanalyse mit OCT (Teil 3)

Anwendung der OCT in der Diagnostik des Glaukoms – Differentialdiagnosen
Mit Hilfe der Optischen Kohärenztomographie lässt sich der progrediente Nervenfaserverlust bei Glaukom zu einem frühen Zeitpunkt nachweisen. Im ersten Teil des Beitrages wurden die für die Glaukomdiagnostik entscheidenden Parameter in der OCT erläutert, im zweiten Teil die Möglichkeiten der Trendanalyse im Rahmen der Diagnostik anhand von Fallbeispielen mit verschiedenen OCT-Systemen dargestellt und im Folgenden erörtert Dr. Georg Niepel (Stolberg) Differentialdiagnosen anhand von Beispielen aus der Praxis.

Retina: Lichtbeugung im Raumgitter (Teil 2)

Im zweiten Teil seines Beitrages zur Berechnung des Dämmerungssehens beziehungsweise zur Purkinje-Shift vom Farben-(Tages-)Sehen zum Dämmerungssehen und umgekehrt zeigt Dr. Norbert Lauinger vom Institut für Optosensorik in Wetzlar, dass die entscheidenden Transformationen des sichtbaren Spektrums in den RGB-Raum sowie der adaptive Übergang in der Purkinje-Shift durch die Optik und nicht durch die Pigmente der Fotorezeptoren erfolgten und demnach die Pigmente durch die Optik programmiert werden.