Aus der aktuellen Ausgabe

Crosslinking-Behandlung bei Kindern und Jugendlichen

Retrospektive Studie zur Wirksamkeit bei Patienten bis 20 Jahren
Der Keratokonus manifestiert sich meist in der Pubertät durch Sehverschlechterung und mögliche Zunahme von Kurzsichtigkeit und Astigmatismus. Aggressive und fortschreitende Formen des Keratokonus werden vor allem bei Kindern und Jugendlichen beobachtet, weil die junge Hornhaut umbaufähiger als die des Erwachsenen ist. Bei Progression des Keratokonus ist seit zehn Jahren das korneale UV-Crosslinking (CXL) indiziert. Im Rahmen einer retrospektiven Studie wurde die Wirksamkeit des Verfahrens insbesondere bei Patienten mit einem Alter bis 20 Jahren überprüft. Nick P. Piravej, Dr. Christian Wertheimer und Priv.-Doz. Wolfgang J. Mayer (München) stellen die Daten vor.

Best Practice bei RVV – Laserphotokoagulation wann und wie?

Der retinale Venenverschluss (RVV) ist nach der diabetischen Retinopathie die häufigste vaskuläre Netzhauterkrankung. Prof. Matus Rehak (Leipzig) diskutiert den Stellenwert der GRID-Laserphotokoagulation in Zeiten der intravitrealen Therapie und erörtert die Rolle der peripheren Laserphotokoagulation als Zusatztherapie zu Anti-VEGF-Injektionen hinsichtlich der Visusergebnisse.

Glaukomdiagnostik und Trendanalyse mit OCT (Teil 3)

Anwendung der OCT in der Diagnostik des Glaukoms – Differentialdiagnosen
Mit Hilfe der Optischen Kohärenztomographie lässt sich der progrediente Nervenfaserverlust bei Glaukom zu einem frühen Zeitpunkt nachweisen. Im ersten Teil des Beitrages wurden die für die Glaukomdiagnostik entscheidenden Parameter in der OCT erläutert, im zweiten Teil die Möglichkeiten der Trendanalyse im Rahmen der Diagnostik anhand von Fallbeispielen mit verschiedenen OCT-Systemen dargestellt und im Folgenden erörtert Dr. Georg Niepel (Stolberg) Differentialdiagnosen anhand von Beispielen aus der Praxis.

Retina: Lichtbeugung im Raumgitter (Teil 2)

Im zweiten Teil seines Beitrages zur Berechnung des Dämmerungssehens beziehungsweise zur Purkinje-Shift vom Farben-(Tages-)Sehen zum Dämmerungssehen und umgekehrt zeigt Dr. Norbert Lauinger vom Institut für Optosensorik in Wetzlar, dass die entscheidenden Transformationen des sichtbaren Spektrums in den RGB-Raum sowie der adaptive Übergang in der Purkinje-Shift durch die Optik und nicht durch die Pigmente der Fotorezeptoren erfolgten und demnach die Pigmente durch die Optik programmiert werden.

Scheibe zur Irisdiagnostik

Serie zur Sammlung Roth (Folge 79)
Einst vermuteten die Menschen im Auge den Sitz der Seele, doch es dauerte bis in die Neuzeit, bevor die letzten Rätsel um Auge und Sehen gelöst werden konnten. Ein besonderes Augenmerk galt dabei der Regenbogenhaut und der durch sie umgrenzten Pupille, die sich unter dem Einfluss von Licht und Emotionen in ihrer Größe veränderte. Den Betrachter faszinierten vor allem die Variationen der Iris, ihre Pigmentierung, ihre Strukturen. Irgendwann erkannte ein Mediziner auch den diagnostischen Wert dieser Veränderungen in Farbe und Form bei Krankheiten oder im Alter. Während die Pupille bei Tageslicht nur wenige Millimeter weit ist, lässt sie bei Dunkelheit nicht mehr viel von der Regenbogenhaut selbst erkennen. Wegen ihres Farbenspiels benannten die Griechen die Iris nach der Göttin des Regenbogens.

Binokulares Video-Ophthalmoskop

Synchrone Erfassung dynamischer Vorgänge beider Augen
Um die herzschlagsynchrone Änderung des Blutvolumens beider Augen in kleinen Bereichen des Fundus mit genauer Synchronisation messen und vergleichen zu können, wurde in Erlangen ein binokulares Video-Ophthalmoskop entwickelt. Dr.-Ing. Ralf-Peter Tornow (Erlangen) stellt das Gerät sowie die dazugehörende Software zur Einstellung der Kameraparameter, zur Positionierung der Fixationsstimuli und zur exakt synchronen Datenaufnahme und Speicherung der Daten dar.

Chemische Analytik zur Untersuchung von Eisenintoxikation bei AMD

Korrelative Analyse der Ultrastruktur und Metallspeicherkapazität mittels analytischer ­Elektronenmikroskopie und Nano-Sekundärionenmassenspektrometrie
Die Akkumulation von Schwermetallen, vor allem Eisen, gewinnt zunehmend an Bedeutung für das Verständnis von altersbedingten und degenerativen Prozessen in Gehirn und Auge. Dr. rer. nat. Antje Biesemeier (Tübingen) erläutert die bildgebende analytische Elektronenmikroskopie (AEM) und die Nano-Sekundärionenmassenspektrometrie (SIMS) zur Untersuchung der Metallspeicher des RPE sowie deren Bedeutung für die Charakterisierung und Therapiefindung bei neurodegenerativen Erkrankungen.

Quantitative Metamorphopsie-­Messung

Möglichkeit zur Verbesserung der Compliance und Adhärenz
Bei der Behandlung der feuchten Makuladegeneration und des diabetischen Makulaödems wird im deutschen Versorgungsalltag nicht die optimale Injektionshäufigkeit erzielt. Durch interaktive Metamorphopsie-Messung könnte die Zusammenarbeit von Patient und Augenarzt verbessert werden. Dr. Daniela Claessens (Köln) stellt ein als Medizinprodukt zertifiziertes Software-Programm vor, das eine quantitative Dokumentation der Metamorphopsien auch als Heimtest durch den Patienten ermöglichen soll. Die Motivation zur regelmäßigen Selbstkontrolle soll über die verschlüsselt übertragene Kommunikation zwischen Patient und Augenarzt erfolgen. So könnten Patienten darin eingebunden werden, dass nächstfolgende diagnostische Schritte wie die optische Kohärenztomographie durch rechtzeitige Einbestellung frühzeitig erfolgen.

Glaukomdiagnostik und Trendanalyse mit OCT (Teil 2)

Anwendung der OCT in der Diagnostik des Glaukoms – Fallbeispiele
Mit Hilfe der Optischen Kohärenztomographie lässt sich der progrediente Nervenfaserverlust bei Glaukom zu einem frühen Zeitpunkt nachweisen. Im ersten Teil des Beitrages wurden die für die Glaukomdiagnostik entscheidenden Parameter im OCT erläutert. Im zweiten Teil stellt Dr. Georg Niepel (Stolberg) Möglichkeiten der Trendanalyse in der Diagnostik anhand von Fallbeispielen mit verschiedenen OCT-Systemen dar.

Retina: Lichtbeugung im Raumgitter (Teil 1)

Die Retina des Auges enthält als kortikale Schicht drei zelluläre Körnerschichten, die den Rezeptoren lichtwärts vorgelagert sind. Die dritte Schicht stellt ein Raumgitter dar, das als Resonator im Fresnel-Nahfeld stehende Raumwellen erzeugt, die Zapfen oder Stäbchen empfangen können. Dr. Norbert Lauinger vom Institut für Optosensorik in Wetzlar erörtert anhand von Berechnungen, ob die Optik oder die Pigmente der Fotorezeptoren das menschliche Farben- und Dämmerungssehen bestimmen. Die praktische Relevanz der Daten wird im Zusammenhang mit der Entwicklung zukünftiger Retina-Implantate auf der Grundlage der Fresnel-Nahfeld-Raumgitteroptik gesehen.