Aus der aktuellen Ausgabe

XXXI. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Linz

Ophthalmohistorie und „Linzer Augen“ (Teil 2)
Die XXXI. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft (JHG) hatte in diesem Jahr nach Linz, in die ­Hauptstadt Oberösterreichs eingeladen. Im zweiten Teil des Tagungsberichtes fasst Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) weitere Themen aus dem breiten ophthalmohistorischen Vortragsprogramm mit Einblicken in vergangene ­Pionierleistungen und Lebenswege herausragender Persönlichkeiten der Augenheilkunde zusammen.

Swept-Source-OCT-gestützte Biometrie

Linsenkalkulation bei kombinierter Phakovitrektomie mit ILM-Peeling
Bei kombinierten Eingriffen wie der Phakovitrektomie bleibt die Berechnung der Linsenstärke immer noch schwer vorhersagbar, da die zusätzliche Entfernung des Glaskörpers sowohl die Achsenlänge als auch die „effektive ­Linsenposition“ beeinflusst. Dr. Efstathios Vounotrypidis, FEBO, Dr. Daniel R. Muth und Priv.-Doz. Dr. Wolfgang J. Mayer (München) erläutern Ergebnisse eines klinischen Vergleichs zwischen der optischen und der neuen Swept-­Source-OCT-gestützten Biometrie für die Linsenkalkulation bei kombinierten Phakovitrektomie mit ILM-Peeling.

IOLCon – Eine neue Datenbank zur Optimierung von IOL-Konstanten

Die Kunstlinsenkonstanten werden meistens anhand einer großen Stichprobe refraktiver Operationsergebnisse ermittelt. Der Mittelwert oder Median über die gesamte Stichprobe ergibt in der Regel eine hinreichend gute Schätzung für zukünftige Linsenberechnungen. Diese Optimierung stellt oft einen guten Ausgangspunkt für den Einstieg mit einer neuen IOL und die weitere „Feinjustage“ der Konstanten für den jeweiligen Operateur dar. Daher sollten solche „globalen“ Konstanten möglichst auf einer großen Datenbasis errechnet werden und zudem öffentlich zugänglich sein. Priv.-Doz. Dr. Timo Eppig, Simon Schröder, Michael Schwemm und Prof. Achim Langenbucher (Homburg/Saar) haben mit IOLCon eine nichtkommerzielle, frei zugängliche, unabhängige ­Plattform entwickelt, auf der entsprechende Daten gesammelt werden.

Individuelle IOL-Korrektur der sphärischen Aberration

Asphärische Intraokularlinsen ermöglichen eine Reduzierung der okulären sphärischen Aberration (SA).­Verschiedene Hersteller gehen dabei von unterschiedlichen Ansätzen aus, wobei die jeweiligen Intraokularlinsen immer nur für einen Teil der behandelten Augen eine effektive Korrektur bieten können, da die SA der Hornhaut eine hohe ­interindividuelle Variabilität aufweist. Dr. Jens Schrecker (Glauchau) stellt einen neuen Ansatz vor, der die ­Berechnung und Herstellung einer an die individuelle SA der Hornhaut angepassten IOL über eine Erweiterung der üblichen präoperativen Biometrie um zusätzliche Daten aus einer Hornhauttomografie ermöglichen soll.

Glaukomdiagnostik und Trendanalyse mit OCT

Grenzfälle und uneindeutige Befunde (Teil 5)
Mit Hilfe der Optischen Kohärenztomographie (OCT) lässt sich der progrediente Nervenfaserverlust bei ­Glaukom bereits zu einem frühen Zeitpunkt nachweisen. In den ersten Teilen des Beitrages wurden die für die Glaukom­diagnostik entscheidenden Parameter im OCT erläutert, die Möglichkeiten der Trendanalyse im Rahmen der Dia­gnostik anhand von Fallbeispielen mit verschiedenen OCT-Systemen dargestellt sowie Differentialdiagnosen und patientenindividuelle Verlaufsbeobachtungen des Glaukoms unter Therapie aus der Praxis dargestellt. Im letzten Teil seines Beitrags veranschaulicht Dr. Georg Niepel (Stolberg) an ausgewählten Fallbeispielen Grenzfälle und uneindeutige Befunde aus der Praxis, bei denen die OCT zu diagnostischer Klarheit verholfen hat

XXXI. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Linz

Ophthalmohistorie und „Linzer Augen“ (Teil 1)
Die XXXI. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft (JHG) hatte in diesem Jahr nach Linz, in die Hauptstadt Oberösterreichs eingeladen. Die von Frank Krogmann (Thüngersheim) als Geschäftsführer der Gesellschaft und Tagungsorganisator vorbereitete Zusammenkunft bot den ophthalmohistorisch interessierten Teilnehmern erneut ein breites Spektrum an vielfältigen Themen und Einblicken in vergangene Pionierleistungen und Lebenswege herausragender Persönlichkeiten der Augenheilkunde. Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) fasst die Vortragsthemen zusammen.

LASIK und (k)ein Ende?

BGH setzt Schlusspunkt in der Rechtsprechung zur PKV-Übernahme der Behandlungskosten
Die vom Bundesgerichtshof (BGH) in diesem Jahr gefällte und mit Gründen versehene Entscheidung zur Übernahme von Behandlungskosten der LASIK durch die PKV enthält grundsätzliche Klärungen, die weit über den Bereich der LASIK-Behandlung hinaus auch in anderen Bereichen der augenchirurgischen Therapie zukünftig von Bedeutung sein werden. RA Michael Zach (Mönchengladbach) erläutert die Tragweite der gerichtlichen Entscheidung und deren Relevanz beispielsweise zur Frage der Kostenübernahme bei Presbyopietherapie.

Langzeitaufnahme von VEGF-Antagonisten in das retinale Pigmentepithel

VEGF-Antagonisten zur Behandlung der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) müssen wiederholt und meist über einen langen Zeitraum verabreicht werden. Über die Wirkung von VEGF-Antagonisten bei wiederholter Langzeitbehandlung auf zellulärer Ebene ist kaum etwas bekannt; die meisten In-vitro-Studien untersuchen eine einmalige Applikation über kurze Zeiträume. In einem In-vitro-Modell einer Langzeitbehandlung von Zellen des retinalen Pigmentepithels (RPE) über zwölf Wochen zeigt sich, dass sich die intrazelluläre Aufnahme und Lokalisation im RPE über die Zeit verändern kann und es deuten sich auch Unterschiede zwischen verschiedenen VEGF-Inhibitoren an. Laura Borchers und Prof. Dr. rer. nat. Alexa Klettner (Kiel) erörtern die Daten.

Retinales Struktur-Funktions-Modell bei AMD, DMÖ und RVV

Einfluss der Morphologie auf den Visus
Das letzte Jahrzehnt ist geprägt von den Weiterentwicklungen im Bereich der Netzhauttherapie und -diagnostik. Insbesondere die Technologie der optischen Kohärenztomographie (OCT) erlebt exponentiell einen Anstieg in Auflösung und Anwendungshäufigkeit. Dr. Bianca S. Gerendas und Prof. Ursula Schmidt-Erfurth (Wien) stellen die Korrelation struktureller Parameter im OCT mit funktionellen Parametern (Visus) bei verschiedenen Erkrankungen dar und erörtern, welche strukturellen Parameter den größten Stellenwert für den praktischen Augenarzt einnehmen müssen, um für seinen Patienten die Therapie zu planen und eine Verlaufsprognose zu stellen.

Glaukomdiagnostik und Trendanalyse mit OCT

Fallbeispiel: Patientenindividuelle Verlaufsbeobachtung (Teil 4)
Mit Hilfe der Optischen Kohärenztomographie (OCT) lässt sich der progrediente Nervenfaserverlust bei Glaukom zu einem frühen Zeitpunkt nachweisen. In den ersten Teilen des Beitrages wurden die für die Glaukomdiagnostik entscheidenden Parameter im OCT erläutert, die Möglichkeiten der Trendanalyse im Rahmen der Diagnostik anhand von Fallbeispielen mit verschiedenen OCT-Systemen dargestellt sowie Differentialdiagnosen anhand von Beispielen aus der Praxis erörtert. Im vierten Teil seines Beitrages beschreibt Dr. Georg Niepel (Stolberg) beispielhaft eine patientenindividuelle Verlaufsbeobachtung des Glaukoms unter Therapie aus der Praxis.