Aus der aktuellen Ausgabe

Minimally Invasive Strabismus Surgery (MISS)

Chirurgische Techniken zur Korrektur des Schielens (Teil 1)
Der Begriff MISS, Minimally Invasive Strabismus Surgery, bezeichnet chirurgische Techniken zur Korrektur des Schielens, die das Gewebstrauma, postoperative Beschwerden, Komplikationen, Hospitalisationsdauer und Arbeitsunfähigkeit auf ein Minimum reduzieren. Die minimalinvasiven Verfahren in der Augenmuskelchirurgie wurden erst in den letzten Jahren insbesondere von Prof. Dr. Daniel S. Mojon, St. Gallen, entwickelt, der die Vorgehensweisen und Prinzipien im Folgenden erläutert.

Kataraktchirurgie bei Patienten mit Uveitis

Langzeitergebnisse einer retrospektiven Untersuchung
Uveitispatienten haben ein besonderes Risiko für Komplikationen aufgrund der chronischen Entzündung. Die Katarakt stellt mit bis zu 50 Prozent die häufigste visusrelevante Komplikation bei einer Uveitis dar. In einer retrospektiven Untersuchung an der Universitäts-Augenklinik Tübingen wurden die Daten von 155 Patienten (180 Augen) mit einer Uveitis, die im Zeitraum von August 2001 bis März 2008 einer Kataraktoperation unterzogen wurden, analysiert. Priv.-Doz. Dr. Efdal Yörük stellt die Langzeitergebnisse vor.

Auge und Sehen

Der Lesestein
Obwohl die alten Ägypter wie auch die Griechen schon teilweise über Kenntnisse der optischen Brechungsgesetze verfügten, waren ihnen sphärisch bearbeitete Gläser unbekannt. Zwar findet sich bei Aristophanes um 300 vor Christus ein Hinweis darauf, dass ein entsprechend zugeschliffenes Glas genauso wie ein Hohlspiegel als Brennglas benutzt werden kann, aber alle archäologischen Funde brachten bislang nichts zu Tage, was auf das Vorhandensein optischer Linsen in der Antike Hinweis geben könnte.

EuRetina-Kongress 2010

Interview mit Prof. Dr. Gisbert Richard zur gemeinsamen Tagung von EuRetina und ESCRS
Die zehnte Tagung der European Society of Retina Specialists (EuRetina) findet in diesem Jahr erstmals gemeinsam mit dem Kongress der European Society of Cataract and Refractive Surgeons (ESCRS) vom 2. bis 8. September in Paris statt. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Prof. Dr. Gisbert Richard, Direktor der Universitäts-Augenklinik Hamburg und Generalsekretär der EuRetina, über die neue Zusammenarbeit.

Interaktiver Glaukomdialog in Kiel

Zum Thema „Glaukom und Gehirn“ unter besonderer Berücksichtigung der neurodegenerativen Erkrankungen fand im Wasserturm Ravensberg in Kiel eine regionale interaktive Fortbildung statt. Nicht nur neuere Ergebnisse der Grundlagenforschung, sondern auch hieraus gewonnene praxisrelevante Erkenntnisse sowie die daraus abgeleiteten Empfehlungen wurden vorgetragen und diskutiert. Dr. Udo Hennighausen fasst die Fortbildung zusammen.

Personalkosten und Steuern in der Augenarztpraxis 2010

Änderungen durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz
Grundsätzlich stellen sämtliche Kosten für das Betriebspersonal gewinnmindernde Betriebsausgaben dar. Das sind nicht nur die Arbeitslöhne einschließlich der Lohn- und Kirchensteuer, des Solidaritätszuschlags, der Weihnachts-, Urlaubs- und Überstundengelder sowie der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung, sondern auch Sachbezüge und sonstige Zuwendungen an das Personal, und zwar unabhängig davon, ob diese Zuwendungen lohnsteuerpflichtig sind oder nicht. Voraussetzung ist allerdings, dass die Arbeitnehmertätigkeit sich ausschließlich auf die Arbeit in der Augenarztpraxis bezieht und keine Verquickung mit Arbeiten für den Privathaushalt des Augenarztes gegeben ist. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans-L. Dornbusch erläutert wesentliche Änderungen durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz und gibt einige Beispiele samt Verweisen auf Rechtsgrundlagen.

Anpassung von Spezial-Kontaktlinsen

Die operative Augenheilkunde hat große Fortschritte zu verzeichnen sowohl auf dem Gebiet der Hornhautübertragungen als auch in der Refraktiven Chirurgie. Trotzdem bleiben immer wieder Refraktionsdefizite, die mit Kontaktlinsen korrigiert werden können, und es gibt Fehlsichtigkeiten und Augenerkrankungen, wie zum Beispiel den Keratokonus, die erst mit Kontaktlinsen eine volle Sehschärfe erreichen. Dr. Dorothea Kuhn gibt einen Überblick über den derzeitigen Stand der Speziallinsenanpassung.

Aufwand und Wirtschaftlichkeit einer KL-Anpassung

Für die gesamte ärztliche Leistung einer Kontaktlinsenanpassung, unabhängig davon, ob ein oder beide Augen versorgt werden müssen, ersetzen die gesetzlichen Krankenkassen unter Berufung auf ihre Tarifordnung einem Augenarzt als so genanntes Regelleistungsvolumen eine Dreimonatspauschale von derzeit etwa 22 Euro abzüglich einer Verwaltungspauschale, die von der kassenärztlichen Vereinigung einbehalten wird. Dr. Hans-Walter Roth unterzieht das Verhältnis von Aufwand und Honorierung einer kritischen Betrachtung.

Zur 13. Internationalen Myopie-Konferenz 2010 in Tübingen

Forschung zu Mechanismen der Myopie
Anlässlich der im zweijährigen Turnus stattfindenden, interdisziplinären Myopie-Konferenz (International Myopia Conference, IMC) trafen sich rund 250 Teilnehmer aus 31 Ländern Ende Juli in Tübingen, um neueste Forschungsergebnisse zu den Mechanismen der Myopie auszutauschen und zu diskutieren. Prof. Dr. rer. nat. Frank Schaeffel und Dr. Marita Feldkämper fassen einige Tagungsaspekte zusammen.