Aus der aktuellen Ausgabe

Die Rolle von Clathrin in der Pathogenese der endokrinen Orbitopathie

Die Rolle von Clathrin in der Pathogenese der endokrinen Orbitopathie
Die endokrine Orbitopathie ist eine entzündliche fibroproliferative Erkrankung der orbitalen Bindegewebe, die meist mit dem Morbus Basedow assoziiert ist. Der klinische Phänotyp ist individuell sehr variabel und korreliert mit dem Verlauf der Schilddrüsenerkrankung. Da Orbitafibroblasten an allen pathogenetisch wichtigen Prozessen der endokrinen Orbitopathie aktiv und passiv beteiligt sind, stellen sie ein gutes Ziel für neue Therapiestrategien dar. Dr. Melissa Meyer zu Hörste, Elena Ströher, Utta Berchner-Pfannschmidt, Dr. Simone Schmitz-Spanke, Dipl.-Chem. Mario Pink, Dr. Joachim R. Göthert, Prof. Dr. Jens W. Fischer, Prof. Dr. Erich Gulbins und Prof. Dr. Anja K. Eckstein erläutern die Rolle von Clathrin, einem neu identifizierten Protein, in der Pathogenese der endokrinen Orbitopathie.

Psychosomatische Erkrankungen in der Augenarztpraxis

Manche Augenerkrankungen können durch eine verstärkte Reaktion des vegetativen Nervensystems, wie Stress und Anspannung, negativ in ihrem Verlauf beeinflusst werden. Dr. Gabriele Emmerich (Darmstadt), BVA-Ressortleitung für Psychosomatik in der Augenheilkunde, erörtert mögliche Zusammenhänge sowie die Frage, wie der Behandler diese Komponente erkennt und der Patient in seiner Salutogenese unterstützt werden kann.

Serie Auge und Sehen: Silbernitrat nach Credé

Serie zur Sammlung Roth
Heute ist Silbernitrat in Form von Augentropfen obsolet und befindet sich daher nicht mehr im Handel. Dennoch tauchen in alten Apotheken und Praxen noch vereinzelt Fläschchen mit Augentropfen, Spüllösungen oder dem Ausgangsmaterial in Form von Stäbchen auf. Ein solcher Glasbehälter mit dem Trockenstoff ist hier abgebildet. Er stammt vermutlich aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg und trägt noch das Etikett der Marienapotheke in Dresden. Er wurde über Ebay angeboten und für die Sammlung erworben.

12. Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD)

„Augenheilkunde interdisziplinär“
Der Berufsverband der Augenärzte (BVA), der gemeinsam mit der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) den bundesweit größten ophthalmologischen Fortbildungskongress veranstaltet, nutzt anlässlich der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD) traditionell die Auftaktpressekonferenz, um die Öffentlichkeit auf ausgewählte Themen aufmerksam zu machen. Ein wesentliches Anliegen auch des berufspolitischen Symposiums galt in diesem Jahr naheliegenderweise dem zu Jahresbeginn eingeführten neuen GKV-Versorgungsstrukturgesetz (GKV-VStG) beziehungsweise der Frage, wie unter den aktuellen Rahmenbedingungen die fachärztliche Versorgung in der Augenheilkunde aussehen wird. Von Ulrike Lüdtke.

Die richtigen Mitarbeiterinnen für die Praxis

Auswahl und Förderung von Mitarbeitern
Personalauswahl und Personalentwicklung zählen immer noch zu den Bereichen der Unternehmensführung, die in vielen Praxen geradezu stiefmütterlich behandelt werden. Häufig erfolgt die Einstellung unter Zeitdruck und somit quasi nach dem Zufallsprinzip. Dabei ist der „Kostenfaktor Personal“ einer der wesentlichen, nicht nur betriebswirtschaftlichen Faktoren für den wirtschaftlichen Erfolg einer Praxis. Annette Kruse-Keirath, Unternehmensberaterin für Heilberufe (Rheine), erläutert praxistaugliche Methoden für eine erfolgreiche Personalauswahl und Mitarbeiterführung.

AMD-Netz NRW

„Augenheilkunde im Wandel“
Zu einer zweiteiligen Veranstaltung unter dem Titel „Augenheilkunde im Wandel“ hatte das AMD-Netz NRW am 31. März in die Ärztekammer Nordrhein in Düsseldorf geladen: während die aktuelle Gesundheitspolitik und ihre Auswirkungen auf die augenärztliche Versorgung im ersten Teil im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand, galt der zweite Teil den vielfältigen Aspekte der Therapie und Betreuung von AMD-Patienten. Von Dagmar Krutzki.

Veränderungen der Hornhautdicke und des IOD während einer aktiven Uveitis

Bei Vorliegen einer akuten anterioren Uveitis ist die Messung des Augeninnendruckes (IOD) auch während der aktiven Entzündung wichtig, um eine eventuelle okuläre Hypertension adäquat behandeln zu können. Priv.-Doz. Dr. Carsten Heinz, FEBO, Dr. Suphi Taneri, Dr. Martin Rösel, FEBO, und Prof. Dr. Arnd Heiligenhaus, FEBO, stellen die Ergebnisse einer Studie an der Augenabteilung am St. Franziskus Hospital in Münster vor, die Veränderungen der Hornhautdicke und des Augeninnendruckes während einer aktiven Uveitis untersuchte.

Okuläre Hypertension und Primär-chronisches Offenwinkelglaukom

Faktoren zur Grenzbestimmung
In den letzten Jahrzehnten hat sich das Krankheitsbild des Primär-chronischen Offenwinkelglaukoms (POWG) im Bewusstsein der Augenärzte mehr und mehr aus dem Fokus der allein druckbedingten Erkrankungen herausgelöst. Die meisten der Glaukomerkrankungen werden sicher aber auch heute noch am erhöhten Augendruck und an den morphologisch als typisch beschriebenen Papillenveränderungen diagnostiziert. Dr. Christian Foja (Leipzig) erörtert anhand gültiger Leitlinien und Literaturergebnisse die Abgrenzung des POWG von einer okulären Hypertension (OHT).

Die aktuelle Hilfsmittel-Richtlinie

Ein kritischer Kommentar zur Verordnungsfähigkeit von Sehhilfen
Die Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Verordnung von Hilfsmitteln in der vertragsärztlichen Versorgung soll die angemessene Versorgung der Versicherten mit Hilfsmitteln, wie beispielsweise Sehhilfen, sicherstellen. Dr. Hans-Walter Roth (Ulm) kommentiert die Problematik und Schwächen der Richtlinie.

Kinder im Einkommensteuerrecht

Neuregelungen durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011
Kinder kosten Geld. Wie weit der Staat diese Ausgaben in Form von Steuervergünstigungen anerkennt, ist vielen Eltern nicht bekannt. Da kindabhängige Vergünstigungen vielfach nur auf Antrag gewährt werden, kann diese Unkenntnis gegebenenfalls den Verzicht auf erhebliche Steuerersparnisse zur Folge haben. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans L. Dornbusch (Sankt Augustin) erläutert anhand von Beispielen einige Änderungen, die sowohl den Familienlastenausgleich als auch die Kinderbetreuungskosten und den Ausbildungsfreibetrag betreffen.