Aus der aktuellen Ausgabe

Fallbericht: Uveitis als Manifestation einer Polychondritis

Die Polychondritis ist eine chronisch rezidivierende Entzündung des Knorpelgewebes, die dem Formenkreis seltener Autoimmunerkrankungen zugerechnet wird. Die Erkrankung unklarer Genese führt zum Verlust der Festigkeit des Knorpels und schließlich zur Deformation des Gewebes. Aufgrund der Seltenheit der Erkrankung liegt kein einheitliches Therapieschema vor. Bianca Schmeiß, Prof. Dr. Stephan Knipping, Dr. Jürgen Knolle und Priv.-Doz. Dr. Lothar Krause beschreiben den Fall einer Patientin mit Uveitis als Symptom der Polychondritis.

Serie Auge und Sehen: Der Brillenhandel

Serie zur Sammlung Roth
Nach der Erfindung der Brille gegen Ende des 13. Jahrhunderts ging es bald darum, diese auch zu vermarkten, bestand doch im ganzen europäischen Raum ein großer Bedarf an Sehhilfen. Vor allem der Ausgleich der Altersweitsichtigkeit war ein Problem der gebildeten Schicht: Klöster und Schulen, Regierungen und Verwaltungen benötigten für ihre presbyopen Mitarbeiter die Gläser am Arbeitsplatz. Die rasche Verbreitung von Schriftgut nach Erfindung des Buchdrucks, verbunden mit der allgemeinen Fähigkeit, lesen zu können, führte dazu, dass die Sehhilfe bald ein begehrtes Handelsgut wurde.

Interview mit Prof. Dr. Bernd Bertram zum AAD-Kongress 2014

„Therapieentscheidungen in der Augenheilkunde: Jeder Patient ist einzigartig“ lautet das Hauptthema, zu der die diesjährige Tagung der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD) vom 18. bis 22. März erneut nach Düsseldorf ins CCD einlädt. Das wissenschaftliche Hauptthema der 15. gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung vom Berufsverband der Augenärzte (BVA) und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) erläutert Prof. Dr. Bernd Bertram (Aachen), der 1. Vorsitzende des BVA, im Gespräch mit dem AUGENSPIEGEL ebenso wie die aktuellen berufspolitischen Positionen zu strukturellen Änderungen des Faches sowie zu personellen Neuerungen bei KBV und BMG.

176. RWA-Versammlung in Krefeld

„Mythen und Fakten in der Augenheilkunde“
Unter dem diesjährigen Schwerpunktthema „Was ist gesichert in der Augenheilkunde? – Mythen und Fakten“ fand Ende Januar die 176. Versammlung des Vereins der Rheinisch-Westfälischen Augenärzte (RWA) in Krefeld statt. Innovationen prägen die Augenheilkunde und es biete sich an, die Neuerungen vor dem Hintergrund gesicherter Erkenntnisse zu bewerten, begründete Tagungspräsident Prof. Dr. Marcus Knorr (Krefeld) die Wahl des Tagungsmottos. In einer gleichnamigen Sitzung stellten sechs renommierte Referenten verbreitete „Mythen“ in Form wissenschaftlicher Ungenauigkeiten zu verschiedenen Krankheitsbildern der aktuellen faktischen Beweislage gegenüber. Von Katica Djakovic.

Interview mit Prof. Dr. H. Burkhard Dick zum DGII-Kongress 2014

Die Deutschsprachige Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII) tagt vom 6. bis 8. März. Zum 28. Kongress der DGII lädt in diesem Jahr Prof. Dr. H. Burkhard Dick, Tagungspräsident der DGII und Direktor der Augenklinik am Bochumer Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus, ins RuhrCongress Zentrum nach Bochum ein. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem DGII-Tagungspräsidenten über die Schwerpunktthemen und fachlichen Kontroversen der Tagung sowie die spezielle Anziehungskraft des diesjährigen Veranstaltungsortes.

Serie Auge und Sehen: Sonnenbrille vom Discounter

Serie zur Sammlung Roth
Schon in der Antike war bekannt, dass das helle Licht der Sonne für das menschliche Auge unangenehm ist. Gerade auf dem Kriegsschauplatz konnten Staub und grelles Sonnenlicht das Auge reizen und zur Blendung führen – eine durchaus gefährliche Situation, sofern diese zur Verwechslung von Freund und Feind führte. Besser ging es da der „gehobenen Gesellschaft“ in Rom. Ihnen, allen voran Kaiser Nero, dienten plan geschliffene Halbedelsteine als Lichtschutz. Mit der Erfindung der Brille wurden deren ursprünglich klare Gläser schon bald eingetönt, wobei die farbigen Gläser, meist blau, grün oder braun, aus den Werkstätten für Kirchenfenster stammten.

Veranstaltung der Augen-Praxisklinik Lübeck zu internationalen Kooperationen

Augenärztliche Versorgung in Kenia
Unter dem Thema „Die augenärztliche Versorgung in Deutschland und Kenia“ lud die Augen-Praxisklinik Lübeck zu ihrer jährlich am ersten Adventswochenende stattfindenden Fortbildung „Ophthalmologischer Weihnachtsmarkt“ ein. Durch die Veranstaltung, auf der sich die rund 80 Teilnehmer über moderne Formen der internationalen Zusammenarbeit in der Augenheilkunde und der Entwicklungshilfe informieren konnten, führten Dr. Mary Asiyo-Vogel und Dr. Helmut Machemer (Lübeck). Zu den Vortragenden gehörten unter anderem Prof. Dr. Volker Klauß (München), der über seine Erfahrungen im Aufbau internationaler Kooperationen in der Augenheilkunde am Beispiel München/Nairobi referierte, sowie Martin Aufmuth (Erlangen), der sein Projekt „Die Ein-Dollar-Brille“ vorstellte. Von Dr. Udo Hennighausen (Heide).

„Retinologie 2013“

Geburtstags-Symposium zu Ehren von Prof. Dr. Michael H. Foerster und Prof. Dr. Dr. h.c. Achim Wessin
Ein historisch und architektonisch eindrucksvolles Gebäude, das Kaiserin Friedrich-Haus in Berlin-Mitte, bot am 14. Dezember den feierlichen Rahmen für ein Symposium, mit dem zwei renommierte Hochschullehrer und Kapazitäten aus der retinologischen Klinik und Forschung anlässlich ihrer runden Geburtstage geehrt wurden: Prof. Dr. Dr. h.c. Achim Wessing (Essen) feierte seinen 80. und Prof. Dr. Michael H. Foerster (Berlin) den 70. Geburtstag. Jens-Peter Hinz (Heide) fasst einige der Vorträge zusammen.

Ein Leben für die Augenheilkunde in Afrika

Tropenophthalmologie-Preis der DOG für Dr. Irmela Erdmann
Ihr Einsatz für blinde und benachteiligte Menschen in Afrika wurde bereits 2011 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet – im Rahmen der letzten Jahrestagung der DOG in Berlin erhielt die Augenärztin Dr. Irmela Erdmann nun auch den Tropenophthalmologie-Preis der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Dr. Hannsjürgen Trojan (Marburg) schildert einige Stationen ihres Lebens.