Aus der aktuellen Ausgabe

21. SATh-Tagung in Dessau

Jahrestagung der Gesellschaft der Augenärzte Sachsen-Anhalts und Thüringens
Zur 21. Jahrestagung der Gesellschaft der Augenärzte Sachsen-Anhalts und Thüringens (SATh) hatte Priv.-Doz. Dr. Lothar Krause, Chefarzt der Augenklinik des Klinikums Dessau, eingeladen. Das Hauptthema der Tagung mit rund 340 Teilnehmern im Anhaltisches Theater in Dessau war dem „Tumorerkrankungen des Auges, der Orbita und der Periorbita“ gewidmet und entsprach damit auch dem onkologischen Schwerpunkt der Klinik in Dessau. Ein Bericht von Dr. Udo Hennighausen (Heide).

ROP-Register: Aktueller Stand und neue Perspektiven

2012 wurde vom Retina.net-Forschungsverbund der Retinologischen Gesellschaft das ROP-Register geschaffen, in dem alle Frühgeborenen mit einem behandlungsbedürftigen ROP-Stadium erfasst werden können. Ziel ist es, möglichst umfangreiche Daten über Behandlungsmuster, Verläufe und Komplikationen zu sammeln und auszuwerten, insbesondere seit die intravitreale Anti-VEGF-Therapie als Behandlungsalternative zur konventionellen Lasertherapie diskutiert und in klinischen Studien untersucht wird. Priv.-Doz. Dr. Andreas Stahl (Freiburg) stellt den aktuellen Stand und neue Perspektiven des Retina.net-ROP-Registers dar.

Zelluläre Grundlagenforschung zur AMD

Experimentelle Retinologie als Brückenglied zwischen Labor und Klinik
Um die Pathogenese der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) besser zu verstehen und so Therapieansätze entwickeln zu können, müssen die Veränderungen auf zellulärer Ebene betrachtet werden. Dabei ist zunächst ein Verständnis der physiologischen Grundlagen wichtig, um die pathologischen Prozesse abzugrenzen und, im besten Fall, verhindern zu können. Prof. Dr. Alexa Klettner (Kiel) gibt im Folgenden einen Einblick in die Arbeiten der experimentellen Retinologie der Universitäts-Augenklinik Kiel, die sich vornehmlich mit den zellulären Grundlagen der Pathogenese und Therapie der AMD befasst.

4. Homburger Glaukom-Symposium (HGS 2013)

„Hinterm Horizont geht’s weiter“
Unter dem Leitsatz „Hinterm Horizont geht’s weiter“ hatte Prof. Dr. Berthold Seitz zum 4. Homburger Glaukom-Symposium (HGS 2013) nach Homburg/Saar eingeladen. Das wissenschaftliche Programm der Tagung auf dem Schlossberg umfasste in diesem Jahr zwölf Vorträge, zwei Keynote Lectures sowie ein Round Table zur Glaukomdiagnostik und ein parallel veranstaltetes, eineinhalbstündiges Patienten-Arzt-Seminar, das die Erkenntnisse zum Glaukom aus der Wissenschaft für die Patienten in Theorie und Praxis vermittelte. Von Dr. Udo Hennighausen (Heide).

Steuerliche Vorteile der Ehegatten-Beschäftigung in der eigenen Praxis

Neue Mini- und Midijobgrenzen seit Jahresbeginn 2013
Um Missbräuchen vorzubeugen, sind strenge Voraussetzungen an die Anerkennung des Arbeitsverhältnisses zwischen Ehegatten geknüpft (Abschn. R 4.8 Abs.1 und H 4.8 EStR). Als Grundvoraussetzung für die steuerliche Anerkennung gilt, dass der Arbeitsvertrag ernsthaft vereinbart und tatsächlich durchgeführt worden ist. Rückwirkend abgeschlossene Verträge werden steuerlich nicht anerkannt. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans L. Dornbusch (St. Augustin) erläutert die Vorteile der Ehegatten-Beschäftigung in der eigenen Praxis.

Femtolaserassistierte Kapsulotomie

Morphologische Aspekte der vorderen Linsenkapsel
Eine neue Generation von Femtosekundenlasern bietet die Möglichkeit, einzelne Schritte der Kataraktoperation – wie Kapsulotomie, Linsenfragmentation und korneale Inzisionen – zu übernehmen und sowohl präziser als auch reproduzierbarer durchzuführen als dies manuell möglich ist. Eine aktuelle Diskussion gilt der Fragestellung, welchen Einfluss die verabreichte Laserpulsenergie auf die Schnittkante der Linsenkapsel hat. Prof. Dr. Thomas Kohnen, Dr. Wolfgang J. Mayer, Priv.-Doz. Dr. Fritz Hengerer und Dipl. Ing. (FH) Oliver K. Klaproth zeigen Ergebnisse morphologischer Untersuchungen an der Linsenkapsel auf.

Minimalinvasive Glaukomchirurgie mit dem Excimerlaser

Mit den bisherigen Lasermethoden zur Senkung des Augeninnendruckes, der Argonlaser Trabekuloplastik (ALT) und der Selektiven Laser Trabekuloplastik (SLT), wird das Trabekelwerk thermisch modifiziert. Bei Anlegen einer Iridektomie mit der NdYAG-Methode wird das Irisgewebe durch Schockwellen zerrissen. Dr. Ulrich Giers, Lea Kleineberg und Prof. Dr. Richard Stodtmeister erläutern Anwendung und Nachbeobachtungsdaten einer Lasermethode, bei der ein Excimerlaser zum Einsatz kommt, wie er auch bei der photorefraktiven Keratektomie und bei der LASIK verwendet wird.

BVA-Delegiertenversammlung 2013 in Berlin

„Klar positionieren und gemeinsam gestalten“
Anfang November tagte in Berlin die Delegiertenversammlung des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands (BVA). In diesem Jahr wurden unter anderem die Honorarsituation und die Strukturen in der Augenheilkunde, der Versorgungsalltag durch IVOM und OCT, aber auch das Ansehen der Augenärzte in der Öffentlichkeit diskutiert. Von Katica Djakovic.

Transpositionsoperation nach Hummelsheim

Operative Durchführung und Kasuistiken
Die Chirurgie der Augenmuskelparesen gehört zu den anspruchsvolleren Operationen in der Strabologie. Die Patienten haben häufig bereits eine Leidensgeschichte hinter sich, die zum Beispiel von der Erstdiagnose eines Hirntumors über die neurochirurgische Operation und Rehabilitation zum Residualzustand mit Doppelbildern geführt hat. Eines der wichtigen Verfahren aus diesem Bereich ist die Transpositionsoperation nach Hummelsheim, die zahlreiche Modifikationen erfahren hat. Dr. Christian Kandzia (Kiel) zeigt Wirkungsweise, operative Durchführung und Kasuistiken zu diesem Operationsverfahren.

Serie Auge und Sehen: Schutzbrille aus Leder

Serie zur Sammlung Roth
Schutzbrillen aus feinem Eisengeflecht gibt es schon im 17. Jahrhundert: der Bildhauer oder Schlosser schützte damit sein Auge vor Splittern oder Funkenflug. Wobei die Bezeichnung dafür eigentlich irreführend ist, denn sie hatten keine Gläser und schützten entsprechend ungenügend. Erst einhundert Jahre später gab es dann die ersten echten Schutzbrillen: Sie bestanden aus zwei einfachen großen Glasscheiben, die in einem primitiven Eisengestell gefasst waren. Der Durchbruch kam mit dem Zeitalter der Industrialisierung, als der Einsatz von Maschinen zu höheren Verletzungsraten am Arbeitsplatz führte. Vor allem aber die Motorisierung verlangte mit zunehmender Geschwindigkeit der Kraftfahrzeuge oder Lokomotiven einen ausreichenden Schutz des Auges vor Flugasche, aufgewirbelten Staub und Insekten.