Aus der aktuellen Ausgabe

Femtolaserassistierte Kataraktoperation nach DMEK

Bei Patienten, die bereits mit einer Hornhauttransplantation versorgt wurden und dann eine Katarakt entwickeln, sollte ein weiterer Endothelzellverlust vermieden werden. Erste Studien deuten darauf hin, dass eine femtolaserassistierte Phakoemulsifikation für die Hornhaut möglicherweise schonender ausfallen kann als eine manuelle Phakoemulsifikation. Dr. Georg Gerten, Dr. Elham Farvili, Dipl.-Phys. Karl Schmied und Dr. Omid Kermani (Köln) erläutern am Beispiel eines DMEK-Patienten die Vorgehensweise der Femto-Phako nach Hornhauttransplantation.

Fallbericht: Bitemporale Hemianopsie bei Hypophysenadenom

Zehn bis 15 Prozent der Schädeltumore sind Hypophysenadenome, die aufgrund ihres schleichenden Verlaufs oft spät erkannt werden und unerkannt eine erhöhte Morbidität und Mortalität haben. Dr. Janine Lenk, Dr. Egbert Matthé, Dr. Friederike Sorgenfrei, Dr. Anja Theuring und Prof. Dr. Lutz E. Pillunat (Dresden) stellen den Fall eines 34-jährigen Patienten vor, der im Notdienst der Universitäts-Augenklinik Dresden mit seit Tagen progredientem Kopfschmerz und subjektiv empfundenen binokularen Gesichtsfelddefekten vorstellig wurde.

Serie Auge und Sehen: Erste weiche Kontaktlinsen

Serie zur Sammlung Roth
Vor 50 Jahren wurde in einer naturwissenschaftlichen Fachzeitschrift über ein neu synthetisiertes weiches Hydrogel berichtet. Zur Diskussion stand die Frage, ob und vor allem wo sich der Kunststoff in der Medizin einsetzen ließe. Der Versuch, das Material auch für optische Zwecke zu nutzen, gelang, die ersten weichen Kontaktlinsen entstanden. Trotz anfänglicher optischer Probleme und physiologischer Schwierigkeiten lieferten diese Experimente die Grundlage zur modernen Kontaktoptik. Die wenigen noch erhaltenen Linsen aus dieser Frühphase der weichen Kontaktlinse befinden sich heute in den Tresoren medizinhistorischer Museen.

86. Versammlung der Vereinigung Rhein-Mainischer Augenärzte in Gießen

Fortbildungstagung und Jubiläumsfeier Rhein-Mainischer Augenärzte
1913 wurde in der alten Universitätsstadt Gießen, in der Provinz Oberhessen des damaligen Großherzogtums Hessen und bei Rhein, die Vereinigung Hessischer und Hessisch-Nassauer Augenärzte gegründet. Einige Jahre später schlossen sich auch Rheinland-Pfalz und das Saarland an, Rhein-Mainische Augenärzte wurde als neuer Name gewählt. Deren 86. Versammlung, die im November 2013 zum Thema „Ein Jahrhundert Fortschritte in der Ophthalmologie“ in Gießen tagte, erinnerte zugleich an das hundertjährige Bestehen dieser ophthalmologischen Fachgesellschaft. Dr. Udo Hennighausen berichtet über die Jubiläumstagung.

Fallbericht: Uveitis als Manifestation einer Polychondritis

Die Polychondritis ist eine chronisch rezidivierende Entzündung des Knorpelgewebes, die dem Formenkreis seltener Autoimmunerkrankungen zugerechnet wird. Die Erkrankung unklarer Genese führt zum Verlust der Festigkeit des Knorpels und schließlich zur Deformation des Gewebes. Aufgrund der Seltenheit der Erkrankung liegt kein einheitliches Therapieschema vor. Bianca Schmeiß, Prof. Dr. Stephan Knipping, Dr. Jürgen Knolle und Priv.-Doz. Dr. Lothar Krause beschreiben den Fall einer Patientin mit Uveitis als Symptom der Polychondritis.

Serie Auge und Sehen: Der Brillenhandel

Serie zur Sammlung Roth
Nach der Erfindung der Brille gegen Ende des 13. Jahrhunderts ging es bald darum, diese auch zu vermarkten, bestand doch im ganzen europäischen Raum ein großer Bedarf an Sehhilfen. Vor allem der Ausgleich der Altersweitsichtigkeit war ein Problem der gebildeten Schicht: Klöster und Schulen, Regierungen und Verwaltungen benötigten für ihre presbyopen Mitarbeiter die Gläser am Arbeitsplatz. Die rasche Verbreitung von Schriftgut nach Erfindung des Buchdrucks, verbunden mit der allgemeinen Fähigkeit, lesen zu können, führte dazu, dass die Sehhilfe bald ein begehrtes Handelsgut wurde.

Interview mit Prof. Dr. Bernd Bertram zum AAD-Kongress 2014

„Therapieentscheidungen in der Augenheilkunde: Jeder Patient ist einzigartig“ lautet das Hauptthema, zu der die diesjährige Tagung der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD) vom 18. bis 22. März erneut nach Düsseldorf ins CCD einlädt. Das wissenschaftliche Hauptthema der 15. gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung vom Berufsverband der Augenärzte (BVA) und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) erläutert Prof. Dr. Bernd Bertram (Aachen), der 1. Vorsitzende des BVA, im Gespräch mit dem AUGENSPIEGEL ebenso wie die aktuellen berufspolitischen Positionen zu strukturellen Änderungen des Faches sowie zu personellen Neuerungen bei KBV und BMG.

176. RWA-Versammlung in Krefeld

„Mythen und Fakten in der Augenheilkunde“
Unter dem diesjährigen Schwerpunktthema „Was ist gesichert in der Augenheilkunde? – Mythen und Fakten“ fand Ende Januar die 176. Versammlung des Vereins der Rheinisch-Westfälischen Augenärzte (RWA) in Krefeld statt. Innovationen prägen die Augenheilkunde und es biete sich an, die Neuerungen vor dem Hintergrund gesicherter Erkenntnisse zu bewerten, begründete Tagungspräsident Prof. Dr. Marcus Knorr (Krefeld) die Wahl des Tagungsmottos. In einer gleichnamigen Sitzung stellten sechs renommierte Referenten verbreitete „Mythen“ in Form wissenschaftlicher Ungenauigkeiten zu verschiedenen Krankheitsbildern der aktuellen faktischen Beweislage gegenüber. Von Katica Djakovic.

Interview mit Prof. Dr. H. Burkhard Dick zum DGII-Kongress 2014

Die Deutschsprachige Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII) tagt vom 6. bis 8. März. Zum 28. Kongress der DGII lädt in diesem Jahr Prof. Dr. H. Burkhard Dick, Tagungspräsident der DGII und Direktor der Augenklinik am Bochumer Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus, ins RuhrCongress Zentrum nach Bochum ein. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem DGII-Tagungspräsidenten über die Schwerpunktthemen und fachlichen Kontroversen der Tagung sowie die spezielle Anziehungskraft des diesjährigen Veranstaltungsortes.