Aus der aktuellen Ausgabe

Steuerliche Abzugsfähigkeit beruflich veranlasster Reisekosten

Neuerungen und Änderungen seit Januar 2014
Bei beruflicher Veranlassung sind Reisekosten von der Steuer abzusetzen und führen oft zu einer beträchtlichen Steuerersparnis. Mit Wirkung ab 1. Januar trat das Gesetz zur Änderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts vom 20. Februar 2013 (BGBl. I S. 285) in Kraft. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans L. Dornbusch (St. Augustin) erläutert die Änderungen, die im Wesentlichen den Verpflegungsmehraufwand von Reisen betreffen.

Idebenone als neue Therapieoption beim Glaukom?

Möglicher Schutz vor oxidativem Stress und Apoptose
Oxidativer Stress ist eine wichtige Ursache für Alterung und spielt pathophysiologisch auch bei Glaukomen eine wichtige Rolle. Zudem kann oxidativer Stress zur Apoptose sowohl von retinalen Ganglienzellen als auch den unterstützenden glialen Zellen führen. Die Ergebnisse einer In-vitro-Studie an der Ludwig-Maximilians-Universität München lassen die Vermutung zu, dass Idebenone – ein synthetischer Abkömmling des körpereigenen Coenzyms Q10 – bei erhöhtem oxidativem Stress positive Wirkung haben kann. Priv.-Doz. Dr. Christoph Hirneiß und Priv.-Doz. Dr. Marcus Kernt (München) erörtern Idebenone als mögliche neue Therapieoption beim Glaukom.

NDG und HDG: Funktionelle und morphologische Unterschiede

Vergleichende Studie bei visuell gleicher glaukomatöser Papillenschädigung
Trotz mittlerweile modernster dreidimensionaler Untersuchungsmethoden des Sehnerven und der komplexen computergesteuerten Gesichtsfelduntersuchung ergeben sich im Vergleich der strukturellen und funktionellen Veränderungen zwischen dem Glaukom mit normalem (Normaldruckglaukom, NDG) und mit erhöhtem Augendruck (Hochdruckglaukom, HDG) noch kontroverse Ergebnisse. Zwei vergleichende Studien untersuchten die Unterschiede zwischen Normal- und Hochdruckglaukom bei visuell gleicher glaukomatöser Papillenschädigung. Dr. Janek Häntzschel (Pirna) stellt die Ergebnisse vor.

Drucksenkende Kataraktoperation – Fakt oder Mythos?

Die antiglaukomatöse Kataraktoperation bei Winkelblock bleibt neben der Irido-/Iridektomie eine therapeutische Option. Bei offenem Kammerwinkel hingegen kann der drucksenkende Effekt der Kataraktoperation überschätzt werden. Priv.-Doz. Dr. Arne Viestenz, Dr. Loay Daas, Dr. Anja Viestenz, Prof. Dr. Berthold Seitz (Homburg/Saar) und em. Prof. Dr. Wolfgang Behrens-Baumann (Magdeburg) erörtern anhand von Untersuchungsergebnissen die drucksenkende Phakoemulsifikation im Langzeitverlauf.

Neue Möglichkeiten der Astigmatismuskorrektur mit torischen IOL

In bisher nicht gekannter Vielfalt ist es heute möglich, intraokuläre Implantate zur Korrektur torischer regulärer Refraktionsfehler einzusetzen. Gerade bei der chirurgischen Korrektur höherer Zylinder kommt der Präzision der Chirurgie ein besonderer Stellenwert zu. Ein Wiederauftreten des Astigmatismus kann auf einer Nachrotation des Implantates beruhen, die chirurgisch korrigiert werden sollte. Die Bestimmung der Implantat-Achse kann an der Spaltlampe erfolgen und sollte bei der Nachbetreuung torisch korrigierter Patienten beachtet werden. Hornhauttopographische Aufnahmen helfen, die Indikation für torische Implantate korrekt zu stellen. Prof. Dr. Gernot I. W. Duncker (Halle/Saale) erläutert die neuen Möglichkeiten der Astigmatismuskorrektur mit unterschiedlichen torischen IOL.

Betablocker zur Therapie des kindlichen Hämangioms

Therapie mit Propranolol beim proliferierenden infantilen Hämangiom
Seit 2008 werden Betablocker zur Therapie beim kindlichen Problemhämangiom eingesetzt – eine Behandlungs-möglichkeit, mit der die bislang durchgeführten chirurgischen Hochrisiko-Tumorresektionen bei Säuglingen und Kleinkindern mit Hämangiomen im Lid- und Orbitabereich obsolet werden. Die Therapie war bislang ein Off-Label-Use, allerdings erhielt im März 2014 ein französischer Hersteller die FDA-Zulassung für sein Präparat und auch die EMA hat bereits eine Zulassungsempfehlung ausgesprochen – eine Verfügbarkeit ist in Kürze zu erwarten. Dr. Frank Lang und Dr. Uwe Peter Press (Trier) berichten über die neue Therapiemöglichkeit und eigene klinische Erfahrungen mit dem Betablocker Propranolol bei der Behandlung des kindlichen Hämangioms.

Interview mit Dr. Armin Scharrer zum DOC-Kongress 2014

Vom 15. bis 17. Mai tagt in Nürnberg der 27. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC). DER AUGENSPIEGEL sprach anlässlich der Jahrestagung mit Dr. Armin Scharrer (Fürth), DOC-Präsident und 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Ophthalmochirurgen (BDOC), über berufspolitische Aspekte der Ophthalmochirurgie sowie diesjährige Schwerpunkte im wissenschaftlichen Programm.

15. Tagung der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD)

„Prinzip Hoffnung“
Über 5.000 AAD-Anmeldungen – und damit insgesamt mehr Teilnehmer als je zuvor – so die offizielle und stolze Bilanz bereits zum Auftakt der 15. gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung von BVA und DOG, die vom 18. bis 22. März im Congress Center Düsseldorf (CCD) tagte. Doch nicht nur die gestiegenen Anmeldezahlen zur AAD 2014 machten frohe Mienen, auch die kurzfristige Zusage des neu amtierenden KBV-Chefs Dr. Andreas Gassen, sich der berufspolitischen Diskussion zu stellen, sorgte für gespannte Vorfreude. Die neugierige und wohlwollende Aufnahme des Köhler Nachfolgers zur sonst so leidenschaftlich ausgetragenen Begegnung mit der KBV lässt ahnen: Hier wurde offenbar ein Hoffnungsträger willkommen geheißen. Von Ulrike Lüdtke.

Begehungen augenärztlicher Praxen

Optimale Vorbereitung auf eine mögliche Inspektion durch Behörden
Die Anforderungen an die Qualität in der ambulanten Medizin haben sich in den letzten Jahren zunehmend gewandelt: War früher die Qualität medizinischer Leistungen nur bei Schadens- und Komplikationsfällen rechtlich relevant, bestehen heute Qualitätsanforderungen, die normativ geregelt und nachzuweisen sind. Arztpraxen werden in diesem Zusammenhang immer häufiger mit Überwachungen und Inspektionen durch staatliche Behörden konfrontiert, deren Rechte und Pflichten auf unterschiedlichen Gesetzen und Verordnungen beruhen, beispielsweise dem Infektionsschutzgesetz, dem Medizinproduktegesetz und dem Arbeitsschutzgesetz. Hinzu kommen länderspezifische Gesetze, berufsgenossenschaftliche Vorschriften und auch Bestimmungen zur Qualitätssicherung entsprechend SGB V-Verträgen. Inspektionen von Arztpraxen werden mit oder auch ohne Ankündigung durchgeführt und können sowohl wirtschaftliche Konsequenzen haben als auch haftungsrechtliche Risiken bergen. Dr. Peter Heinz (Schlüsselfeld) erläutert das erforderliche Praxismanagement als optimale Vorbereitung für eine mögliche Inspektion.

IOL-Berechnung bei extremer Achsenmyopie

Berechnungsmethoden und mögliche Fehlerquellen
Die präoperative Auswahl einer geeigneten Intraokularlinse (IOL) ist für die Ergebnisse der Refraktiven und Kataraktchirurgie von großer Bedeutung. In der Regel sind die meisten Patientenaugen in optischer Biometrie und IOL-Berechnung mit den gegenwärtig verfügbaren Messtechniken und Rechenverfahren gut zu behandeln und gewährleisten überzeugende postoperative Ergebnisse. Manche Augen weichen jedoch erheblich in Form oder Dimension vom Standard ab und stellen damit eine besondere Herausforderung dar. Hierzu gehören auch Augen mit extremen Achsenlängen. Alexandra Kotouza, Dr. Peter Hoffmann und Dipl. Ing. Melanie Abraham (Castrop-Rauxel) erläutern anhand eigener Daten Fehlerquellen bei der IOL-Berechnung hochmyoper Augen.