Autor: Katica Djakovic

Intrakorneale Ringsegmente (INTACS) bei Keratokonus

Intrakorneale Ringsegmente stellen eine zusätzliche verlässliche Methode im Spektrum der stadiengerechten Therapie des Keratokonus und anderer kornealer Ektasien dar. Inzwischen führt der Einsatz des Femtosekundenlasers zu einer weiteren Optimierung der Ergebnisse. Dr. Moatasem El-Husseiny, Dr. Themistoklis Tsintarakis und Prof. Dr. Berthold Seitz (Homburg/Saar) stellen aktuelle klinische Daten aus der Universitäts-Augenklinik Homburg/Saar dar.

19. Berliner Immunologie Seminar (Teil 2)

Infektionen und Entzündungen des Auges
Zum diesjährigen Leitthema „Komplikationen entzündlicher Augenerkrankungen: Prävention – Diagnose – Therapie“ tagte Anfang Juni das 19. Berliner Immunologie Seminar (BIS). Ein interessiertes Auditorium aus dem gesamten Bundesgebiet nutzte die Gelegenheit, mit Experten aus verschiedenen medizinischen Fachbereichen aktuelle Aspekte zu diskutieren. Im zweiten Teil fassen Dr. Argyrios Chronopoulos und Prof. Dr. Uwe Pleyer (Berlin) thematische Aspekte zur Graft-versus-Host-Reaktion mit Augenbeteiligung zusammen.

Therapie des uvealen Melanoms

Studie zur Lebensqualität nach CyberKnife-Radiochirurgie
Nachdem die Collaborative Ocular Melanoma Study (COMS) für mittelgroße Aderhautmelanome keinen Überlebensunterschied zwischen enukleierten und bulbuserhaltend therapierten Patienten zeigen konnte, wurde in der Folge ein verstärktes Augenmerk auf die Möglichkeit der bulbuserhaltenden Therapie gelegt. Im Rahmen einer Studie an der Universitäts-Augenklinik München (LMU) wurde die Lebensqualität von Aderhautmelanompatienten im Ein- und Zweijahres-Follow-up nach CyberKnife-Radiochirurgie untersucht. Dr. Annemarie Klingenstein (München) stellt die Ergebnisse vor.

Fallbericht: Tensiodekompensation nach Badmintonspiel

Nach sportlicher Betätigung kann es zu einem Anstieg des Augeninnendrucks kommen. Dies ist am ehesten durch eine vermehrte Pigmentabschilferung durch die Zonulafasern vom Irispigmentblatt bei passagerem Unterdruck in der Augenhinterkammer zu erklären. Friederike Sorgenfrei und Prof. Dr. Lutz E. Pillunat (Dresden) stellen den Fall eines 38-jährigen Patienten vor, der an der Universitäts-Augenklinik vorstellig wurde und über rezidivierendes Nebelsehen vor allem nach dem Badmintonspiel berichtete.

Serie Auge und Sehen: Thermoplastisch geformte Sklerallinse

Serie zur Sammlung Roth
Erst nachdem das Glas, zerbrechlich und schwer zu bearbeiten, durch den Kunststoff Polymethylmethacrylat ersetzt werden konnte, stand der Weg für die moderne Kontaktoptik offen. Das als Plexiglas bezeichnete neue Material ließ sich, wenn erwärmt, einfach bearbeiten, jetzt konnten die Linsen sogar direkt vom Auge abgeformt werden. Und das war auch dringend nötig: Die hohe Zahl von Augenverletzungen als Folge des zweiten Weltkrieges erforderte neue therapeutische Wege. Der posttraumatische irreguläre Astigmatismus der Hornhaut konnte jetzt über eine Kontaktlinse ausgeglichen werden. Ihre heute historische Form als Sklerallinse oder -schale entschied über Schicksale.

Fehlpositionierung torischer IOL

Ursachen von IOL-Rotation sowie Maßnahmen zur Vermeidung und Korrektur
Eine axiale Fehlpositionierung einer torischen Intraokularlinse in Bezug auf den steilen Hornhautmeridian hat erheb-liche Auswirkungen auf den resultierenden refraktiven Astigmatismus, bereits eine Abweichung von nur zehn Grad verringert die korrigierende Wirkung um ein Drittel. Prof. Dr. Rupert M. Menapace (Wien) erläutert Ursachen für Fehlpositionierungen torischer Intraokularlinsen und zeigt Maßnahmen zur Vermeidung und Korrektur auf.

IOL-Berechnung nach hornhautablativen Eingriffen

Retrospektive Studie zur True Net Power (TNP)-Methode
Die Berechnung der IOL-Stärke nach hornhautablativen Eingriffen stellt eine große Herausforderung in der Kataraktchirurgie dar: Die Stärke der Intraokularlinse ist nach einer Laserkorrektur schwerer zu bestimmen, weil die Hornhaut verändert wurde und die postoperativ gemessenen Brechkraftwerte meist nicht die wahre Hornhautbrechkraft widerspiegeln. Der Goldstandard zur Berechnung der IOL-Stärke nach refraktivchirurgischen Eingriffen ist die Clinical History Method (CHM), aber hierfür sind die prä- und postoperativen Daten des Patienten notwendig. Im Rahmen einer retrospektiven Studie an der Universität Graz wurde die Aussagekraft der True Net Power (TNP) der Pentacam zur Berechnung der IOL-Stärke bei Patienten nach hornhautablativen Eingriffen untersucht. Dr. Andreas Frings (Hamburg, Graz), Dr. Navid Ardjomand und Veronika Hold (Graz) stellen die Ergebnisse vor

Trifokale Multifokallinsen

Ergebnisse einer prospektiven Untersuchung
Trifokale Multifokallinsen erweitern seit etwa zwei Jahren das Angebot an Intraokularlinsen. Die Physiol FineVision ist eine neue diffraktive Multifokallinse mit einer Nahaddition von +3,0 dpt und einer Intermediäraddition von +1,75 dpt auf IOL-Ebene. Ziel einer prospektiven Untersuchung war es, Stärken und Schwächen im Vergleich zu den gängigen diffraktiven Multifokallinsen herauszufinden. Dr. Stefanie Schmickler und Dr. Klodian Likaj (Ahaus) stellen die Ergebnisse aus ihrer Praxis vor.

19. Berliner Immunologie Seminar (Teil 1)

Infektionen und Entzündungen des Auges
Zum diesjährigen Leitthema „Komplikationen entzündlicher Augenerkrankungen: Prävention – Diagnose – Therapie“ tagte Anfang Juni das 19. Berliner Immunologie Seminar (BIS). Ein interessiertes Auditorium aus dem gesamten Bundesgebiet nutzte die Gelegenheit, mit Experten aus verschiedenen medizinischen Fachbereichen aktuelle Aspekte zu diskutieren. Im ersten Teil stellen Dr. Argyrios Chronopoulos und Prof. Dr. Uwe Pleyer (Berlin) thematische Aspekte zur Endophthalmitis und zum okulär vernarbenden Pemphigoid dar.

Prävention des Post-Enukleations-Socket-Syndroms

Das Post-Enukleations-Socket-Syndrom (PESS) ist klinisch durch Enophthalmus und tiefen Oberlidsulcus, gegebenenfalls sekundäre Ptosis sowie später Verkippen der Prothese nach hinten mit zunehmender Luxationstendenz über das Unterlid gekennzeichnet. Es tritt im variablen zeitlichen Intervall nach Augapfelentfernung auf. Prof. Dr. Michael P. Schittkowski (Göttingen) gibt einen Überklick über die typischen Symptome des PESS-Syndroms und erläutert Vermeidungsstrategien sowie Therapieoptionen.