Autor: Katica Djakovic

Wo stehen wir heute mit der Kontaktlinse?

Zahlen und Fakten zu Linsentypen und Anwendergewohnheiten
Seit 1993 hat sich die Zahl der Kontaktlinsenträger in Deutschland von 2,7 auf 5,3 Prozent fast verdoppelt. Dr. Herbert Staber, Dr. Karoline Rippel und Dr. Gudrun Bischoff (Hamburg) stellen Zahlen und Fakten zu Kontaktlinsen unter anderem in Bezug auf Tragehäufigkeit und bevorzugte Linsentypen wie auch Ort der Erstanpassung und Bezugsquellen dar.

Kontaktlinsen beim Kind

Indikationen, Anpassung, Erfahrungen
Die Kontaktlinsenversorgung beim Kind stellt die größte Herausforderung der medizinischen Kontaktoptik dar. Dies gilt in besonderem Maße für die ersten Lebensmonate, später ergänzen refraktive Chirurgie und Linsenimplantation die Therapie. Patienten, die schon seit dem Kindesalter harte oder weiche Kontaktlinsen tragen und selbst nach Jahrzehnten noch volle Sehschärfe auf einem ursprünglich blinden Auge erreichen, sind heute keine Seltenheit. Dr. Hans-Walter- Roth, Dr. Gregor Nietgen und Dr. Alice Nietgen (Ulm) zeigen Indikationen, Anpassung und Erfahrungen bei der Kontaktlinsenversorgung von Kindern auf.

50 Jahre Augenklinik Neubrandenburg

Im Jahr 1963 und damit vor genau 50 Jahren wurde die Augenklinik Neubrandenburg gegründet. Der heutige Chefarzt Prof. Dr. Helmut Höh nahm das Jubiläum als Anlass, um ehemalige und derzeitige Klinik-Mitarbeiter, Augenärzte und Kooperationspartner sowie Gäste und Freunde der Klinik zu einem wissenschaftlichen Symposium nach Neubrandenburg einzuladen. Von Dr. Udo Hennighausen (Heide).

Vernarbendes Schleimhautpemphigoid

Klinische Varianz der okulären Manifestation
Das vernarbende Schleimhautpemphigoid ist eine Autoimmunerkrankung, die durch Autoantikörper gegen diverse Strukturproteine der dermoepidermalen Übergangszone charakterisiert ist. Klinisch zeichnet sich die okuläre Manifestation meist durch einen schleichenden Beginn mit nahezu immer beidseitiger, rezidivierender konjunktivaler Hyperämie aus. Dr. Mahdy Ranjbar, Prof. Dr. Salvatore Grisanti und Dr. Anne Brüggemann (Lübeck) erläutern die klinische Varianz des vernarbenden Schleimhautpemphigoids mit okulärer Beteiligung.

Anti-VEGF-Therapie: Fehlindikationen und Off-Label-Einsatz

Zur Behandlung feuchter Makulaerkrankungen mit intravitrealen Injektionen gibt es klar definierte Empfehlungen der Fachgesellschaften. Doch ist die Beurteilung zur Indikation nicht immer einfach. Zudem weisen neuere wissenschaftliche Daten auf einen vielversprechenden IVOM-Einsatz bei weiteren Krankheitsbildern außerhalb des Zulassungsbereiches hin.
Dr. Christine Kusserow-Napp, Dr. Stefanie Pape und Priv.-Doz. Dr. Silvia Bopp (Bremen) problematisieren die Anti-VEGF-Therapie bei feuchten Makulaerkrankungen hinsichtlich Fehlindikationen und Off-Label-Therapien.

Interview mit dem Prof. Dr. Berthold Seitz zum DOG-Kongress 2013

Unter dem Motto „Exzellent sehen – Exzellenz fördern“ lädt der diesjährige DOG-Präsident Prof. Dr. Berthold Seitz (Homburg/Saar) zum Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft vom 19. bis 22. September nach Berlin ein. Die Kongressteilnehmer erwartet im Berliner Estrel Convention Center ein umfangreiches wissenschaftliches-Programmangebot, das in diesem Jahr um einige neue Formate und Inhalte erweitert wurde. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem amtierenden DOG-Präsidenten über die inhaltliche Ausrichtung des viertägigen Kongresses, den -Wettbewerb des Faches um medizinischen Nachwuchs, aber auch über die unterschiedlichen „wichtigen Standbeine der beruflichen Eigendefinition“.

EUNOS 2013 tagte in Oxford (Teil 1)

Zum 11th European Neuro-Ophthalmological Society Meeting hatte in diesem Jahr Professor Christopher Kennard nach Oxford eingeladen. In den historischen Hallen der zwischen 1876 und 1881 erbauten Oxford Examination Schools fanden sich vom 10. bis 13. April mehr als 300 internationale Teilnehmer zum „EUNOS Meeting 2013“ ein. Im nachfolgenden zweiteiligen Bericht zur europäischen Tagung der Neuroophthalmologen hebt Dr. Udo Hennighausen (Heide) vor allem praxisbezogene Merkpunkte („Red Flags“), aktuelle Behandlungskonzepte und sich noch in Entwicklung befindliche Ansätze hervor.

Arzneimittelverordnung: Wirtschaftlichkeit und Budgetierung

Welche Aspekte bei Arzneimittelverordnungen im Hinblick auf mögliche Regresse zu beachten sind, diese Frage stand im Mittelpunkt eines Referates von Dr. Stephan Schneider, Augenarzt in Bayreuth und BVA-Vorstandsmitglied, zur diesjährigen AAD. Die juristische Seite des Themenkomplexes erläuterte Prof. Dr. jur. Günther Schneider, Marienberg.
Dr. Christiane Schumacher fasst die für den niedergelassenen Augenarzt relevanten Besonderheiten zusammen.

Aktueller Stand der hinteren lamellären Keratoplastik

Vergleichende Bewertung von DMEK und DSAEK
In den vergangenen Jahren wurden neue Techniken der Hornhauttransplantation entwickelt, die es ermöglichen, nicht mehr die ganze Hornhaut, sondern nur die einzelnen erkrankten Teile der Hornhaut zu ersetzen. Bei der DSAEK (Descemet Stripping Automated Endothelial Keratoplasty) wird am Empfänger kein Hornhautstroma mehr entfernt, sondern ausschließlich die Descemetmembran samt erkranktem Endothel. Bei der DMEK (Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty) enthält nun auch das Transplantat kein Stroma mehr, sondern besteht nur noch aus der Descemetmembran und dem Endothel des Spenders. Priv.-Doz. Dr. Philip Maier und Prof. Dr. Thomas Reinhard (Freiburg) stellen den aktuellen Stand der hinteren lamellären Keratoplastik dar und erläutern anhand eigener klinischer Daten die Vor- und Nachteile von DMEK und DSAEK im Vergleich.

Inauguration der „Oskar Fehr lecture“

Oskar Fehr war ein international renommierter Augenarzt, der unter anderem erstmals die Differentialdiagnose der makulären Hornhautdystrophie gegenüber der knötchenförmigen (granulären) und gittrigen Hornhautdystrophie beschrieb. Fehrs deutsch-jüdische Abstammung führte in den 1930er Jahren zum Berufsverbot in Deutschland und seiner Emigration. Anlässlich der 111. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) in Berlin findet am 20. September das erste „gemeinsame internationale Symposium der Sektion Kornea der DOG und der amerikanischen Cornea Society“ statt. Im Rahmen des Symposiums inauguriert Prof. Dr. Walter Lisch (Hanau/Mainz) die „Oskar Fehr lecture“ unter dem Titel: „Prof. Dr. med. Oskar Fehr: The depressing fate of an extraordinary German-Jewish ophthalmologist”, dessen Bedeutung für die Augenheilkunde er im Folgenden darstellt.