Autor: Katica Djakovic

Trifokale Multifokallinsen

Ergebnisse einer prospektiven Untersuchung
Trifokale Multifokallinsen erweitern seit etwa zwei Jahren das Angebot an Intraokularlinsen. Die Physiol FineVision ist eine neue diffraktive Multifokallinse mit einer Nahaddition von +3,0 dpt und einer Intermediäraddition von +1,75 dpt auf IOL-Ebene. Ziel einer prospektiven Untersuchung war es, Stärken und Schwächen im Vergleich zu den gängigen diffraktiven Multifokallinsen herauszufinden. Dr. Stefanie Schmickler und Dr. Klodian Likaj (Ahaus) stellen die Ergebnisse aus ihrer Praxis vor.

19. Berliner Immunologie Seminar (Teil 1)

Infektionen und Entzündungen des Auges
Zum diesjährigen Leitthema „Komplikationen entzündlicher Augenerkrankungen: Prävention – Diagnose – Therapie“ tagte Anfang Juni das 19. Berliner Immunologie Seminar (BIS). Ein interessiertes Auditorium aus dem gesamten Bundesgebiet nutzte die Gelegenheit, mit Experten aus verschiedenen medizinischen Fachbereichen aktuelle Aspekte zu diskutieren. Im ersten Teil stellen Dr. Argyrios Chronopoulos und Prof. Dr. Uwe Pleyer (Berlin) thematische Aspekte zur Endophthalmitis und zum okulär vernarbenden Pemphigoid dar.

Prävention des Post-Enukleations-Socket-Syndroms

Das Post-Enukleations-Socket-Syndrom (PESS) ist klinisch durch Enophthalmus und tiefen Oberlidsulcus, gegebenenfalls sekundäre Ptosis sowie später Verkippen der Prothese nach hinten mit zunehmender Luxationstendenz über das Unterlid gekennzeichnet. Es tritt im variablen zeitlichen Intervall nach Augapfelentfernung auf. Prof. Dr. Michael P. Schittkowski (Göttingen) gibt einen Überklick über die typischen Symptome des PESS-Syndroms und erläutert Vermeidungsstrategien sowie Therapieoptionen.

Fallbericht: Multiple Läsionen mit PE-Abhebung am hinteren Pol

Eine Borrelienchorioretinopathie kann in vielgestaltiger Form auftreten. Das Erscheinungsbild einer bilateralen Chorioiditis kann dabei mit exsudativen Netzhautabhebungen einhergehen. Dr. Ute Just und Dr. Jens Schrecker (Glauchau) stellen den Fall einer 36-jährigen Patientin vor, die sich mit einer seit 14 Tagen subjektiv zunehmenden Sehminderung beider Augen in der Augenklinik des Rudolf Virchow Klinikums Glauchau vorstellte. Nebenbefundlich litt die Patientin zu diesem Zeitpunkt unter einem akuten Herpes labialis. Andere Allgemeinerkrankungen waren nicht eruierbar.

Serie Auge und Sehen: Das Amblyoskop

Serie zur Sammlung Roth
Amblyoskope sind heute kaum noch bekannte optische Geräte zur Schieldiagnostik, sie stammen meist aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Fast alle kommen aus England, wo sich vor allem Worth in den Jahren vor dem 2. Weltkrieg schwerpunktmäßig mit den Störungen des beidäugigen Sehens beschäftigte. Grund hierfür waren damals die immer höheren Anforderungen an die Sehfunktion des Lokführers, Autofahrers oder Fliegers. Das Amblyoskop ist heute in seiner klassischen Form nahezu vergessen. Abbildungen und Literatur finden sich nur spärlich. Nur wenige der kleinen Geräte sind noch erhalten – dieses hier wurde im Antiquitätenhandel erworben. Die dazu gehörigen Bildchen stammen aus einer Praxisauflösung.

Therapiestudie: Antikörper soll Sehnerv bei MS regenerieren oder schützen

Eine Entzündung des Sehnervs – Optikusneuritis – tritt in vielen Fällen als erstes Symptom einer Multiplen Sklerose (MS) auf. Bisher ist die mit der Entzündung einhergehende Zerstörung von Sehnervenfasern ebenso wenig behandelbar wie MS selbst. Zwar lässt sich bei Multipler Sklerose der Fortgang verzögern. Doch ganz gestoppt oder geheilt werden kann sie bisher nicht. Eine neue Option stellt der Einsatz spezieller Antikörper dar. Forscher sehen darin die Perspektive, dass sich der Sehnerv nach einer entzündlichen Schädigung regeneriert. Für eine frühe klinische Studie werden nun weltweit 90 Patienten gesucht, die ein halbes Jahr intensiv betreut und mit dem neuen Medikament behandelt werden. Für diese Studie ausgewählt wurde das von Prof. Tjalf Ziemssen geleitete Multiple-Sklerose-Zentrum der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden.

8. Internationales Pro Retina-Forschungskolloquium in Potsdam

Translationsforschung zu degenerativen Netzhauterkrankungen
Zum 8. internationalen Pro Retina-Forschungskolloquium trafen sich in Potsdam Ende März rund 140 Wissenschaftler, Mediziner und Patienten aus Europa und den USA. Vor der Kulisse des Templiner Sees stand auch in diesem Jahr wieder der interdisziplinäre Austausch zwischen Grundlagenwissenschaftlern und klinischen Forschern im Mittelpunkt. Besonders große Bedeutung hatte einmal mehr die Diskussion zwischen jungen Wissenschaftlern und erfahrenen Professoren. Dipl.-Biol. Johanna Meyer, Dipl.-Biol. Carolina Brandstetter, Lena Mohr, Priv.-Doz. Dr. Tim Krohne, Prof. Dr. Peter Charbel Issa und Prof. Dr. Frank G. Holz (Bonn) berichten über das diesjährige Treffen.

Chancen und Risiken von Social Media

Internet-Marketing für Augenärzte
Als Social Media werden laut internetworld.de Plattformen bezeichnet, die ihren Nutzern den Austausch, die Diskussion und Bewertung von Nachrichten, Videos oder Mitteilungen allgemeiner Art erlauben. Social Media gelten als Cha-rakteristikum des Web 2.0, da Internetnutzer in immer stärkerem Maße soziale Netzwerke ansteuern. YouTube, Facebook und MySpace zählen dabei zu den bekanntesten Netzwerken, in denen sich die Mitglieder austauschen und damit so genannten User Generated Content generieren. Vor allem für Unternehmer ist es wichtig geworden, nicht nur im Internet auffindbar zu sein, sondern auch im Rahmen von Bewertungsplattformen und sozialen Netzwerken vertreten zu sein, möglichst mit einer Social Media Strategie. Von Dr. Christiane Schumacher (Heiligenhaus).

Bedeutung der Hornhautrückfläche für die Berechnung torischer IOL

Die Rückfläche der Hornhaut wirkt als negativ brechende Linse und trägt zur Gesamtbrechkraft der Hornhaut bei. Bei der Berechnung torischer Linsen wird zumeist nur die Hornhautvorderfläche vermessen und aus lokalen Radien eine Gesamtbrechkraft der Hornhaut im jeweiligen Meridian berechnet. Dr. Peter Hoffmann (Castrop-Rauxel) und Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Paul-Rolf Preußner (Mainz) erläutern die Bedeutung der Hornhautrückfläche bei der Berechnung torischer Linsen.