Der Glasaugenkasten
Serie zur Sammlung Roth (Folge 133)
Ab und zu tauchen in Ausstellungen über Kriegschirurgie Sets mit Glasaugen auf. Sie gehörten seit dem ersten Weltkrieg zu den medizinischen Grundausstattungen auf einem Verbandsplatz. Schwere Verletzungen, in einem Krieg als Verwundung bezeichnet, erforderten rasches Handeln. Nach Einführung der Triage am Verbandsplatz wurde dort oft schon über das Leben, genau gesagt, über das Überleben des Soldaten entschieden. Für den Augenarzt war die Versorgung des Verletzten mit einem Glasauge die ultimative Instanz, schließlich auch die letzte Konsequenz, wenn das Auge auf Grund der Schwere der Verwundung nicht mehr zu retten war.

