Autor: Katica Djakovic

Transklerale Linsenfixation mittels Forceps-Needle

Operationstechniken zur Sekundärlinsenimplantation bekommen einen immer größeren Stellenwert. Eine Möglichkeit der Sekundärlinsenimplantation ist die transsklerale Fixation unter Anwendung geflanschter Haptiken oder Nähten. Die Forceps-Needle kann mit ihrer einzigartigen kombinierten Greif- und Stich-Funktion die Technik der skleralen IOL-Fixation und das Nähen erleichtern und die chirurgische Sicherheit erhöhen. Dr. Stefan Puchner, Priv.-Doz. Dr. Günal Kahraman und Prof. Michael Amon (Wien) stellen das neuartige Instrument vor.

Ist eine postoperative Antibiose nach der Kataraktoperation notwendig?

Die postoperative Endophthalmitis ist eine der gravierendsten Komplikationen nach der Kataraktoperation. Viele Vorbeugungsmaßnahmen kommen zur Anwendung, darunter auch die postoperative Gabe von topischen Antibiotika in den ersten Wochen nach der Operation. Allerdings ist die wissenschaftliche Evidenz über dessen Vorteil unzureichend. Dobrin Kolarov, FEBO, und Priv.-Doz. Dr. Christopher Wirbelauer, MBA, FEBO, (Berlin) berichten über Erfahrungen bei der Kataraktoperation ohne postoperative topische Antibiose.

Intraokularlinsen-Tausch: Eine retrospektive Langzeitanalys

Analyse der Ursachen und Therapie der IOL-Explantationen
Häufigster Anlass für einen Austausch einer implantierten Linse sind die IOL-Dislokation sowie die IOL-Trübung. Die Explantation einer Intraokularlinse stellt für Chirurg und Patient eine Herausforderung dar und Komplikationen treten je nach Operationsindikation in bis zu 20 Prozent der Fälle auf. Mit steigender Lebenserwartung der Patienten ist mit einer zunehmenden Anzahl Betroffener zu rechnen und es stellt sich die Frage, zu welchem Zeitpunkt und bei welchen Patienten ein IOL-Tausch erforderlich werden könnte. Mandana Keen, Ann-Sophie Lindenberg, M Knisch, Dr. Ameli Gabel-Pfisterer und Prof. Anja Liekfeld, berichten über die Ergebnisse einer retrospektiven Analyse aller Patienten, bei denen in eigener Klinik zwischen Januar 2009 und August 2022 eine IOL-Explantation mit IOL-Tausch durchgeführt wurde.

Minimalinvasive Glaukomchirurgie (MIGS) mit Mikroimplantaten

MIGS-Eingriffe sind zu einem wichtigen Bindeglied zwischen der medikamentösen und den von manchen Augenärzten oft als ultima ratio bezeichneten filtrierenden Operationen geworden und erlauben ein früheres und konsequenteres chirurgisches Eingreifen. Patienten, die gleichzeitig ein Glaukom und eine Katarakt haben, werden in vielen Fällen standardmäßig mit kombinierten Verfahren behandelt. Dr. Ralph-Laurent Merté (Münster) gibt einen Überblick der MIGS-Implantate und fasst eigene Ergebnisse und Erfahrungen zusammen.

Die Augenheilkunde im Katalog

Serie zur Sammlung Roth (Folge 135)
Die Augenheilkunde als fachliche Abspaltung von der Chirurgie ist noch keine 170 Jahre alt. Mit der Erfindung des Augenspiegels im Jahre 1849 setzte Hermann von Helmholtz, Mediziner, Physiologe und Physiker, den Grundstein zu einem eigenständigen kleinen, aber keineswegs bedeutungslosen medizinischen Fachgebiet. Sein Ophthalmoskop erlaubte es nun, ohne großen Aufwand die Netzhaut am lebenden Auge zu beurteilen. Jetzt ließen sich zahlreiche Krankheitsbilder am oder über das Auge erkennen.

OCTA-Bildgebung: Einflussfaktoren und Interpretation

Eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst die OCTA-Messwerte, darunter ophthalmologische Erkrankungen, systemische Krankheitsbilder und variable Parameter wie Alter, Geschlecht, Achslänge des Auges, systemische und lokale Medikamente. Dr. Jens J. Storp (Münster) fasst die Studiendaten zu einigen der Parameter zusammen, von denen bekannt ist, dass sie sich auf die Interpretation der Flussdichte in der OCTA-Bildgebung auswirken und die bei der Bewertung von Flussdichte-Befunden berücksichtigt werden müssen.

XXXVI. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft

Zurück nach Franken: JHG tagte in Würzburg (Teil 2)
Bereits 2005 tagte die Julius-Hirschberg-Gesellschaft (JHG) im fränkischen Würzburg. In die Stadt am Main, bekannt für ihre zahlreichen Gebäude im Barock- sowie Rokoko-Stil und besonders für die Würzburger Residenz aus dem 18. Jahrhundert, hatte die JHG im Oktober erneut eingeladen: Unter der Leitung des Geschäftsführers Frank Krogmann und des diesjährigen Obmanns Dr. Andreas Mettenleiter fand die Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft ausschließlich wieder in Präsenz statt. Dr. Sibylle Scholtz gibt eine Übersicht über die diesjährigen Referatsthemen.

Karl Joseph Beck: Erstbeschreibungen zur Neuro-Ophthalmologie

Der Mediziner Karl Joseph Beck veröffentlichte 1824 das in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts viel beachtete „Handbuch der Augenheilkunde“, das bereits 1832 in zweiter Auflage erschien und zu den besten Lehrbüchern gehört, die in der Zeit vor der Entdeckung des Augenspiegels veröffentlicht wurden. Beck war der erste akademische Lehrer, der Vorlesungen über Augenheilkunde hielt und neuro-ophthalmolgische Befunde veröffentlichte, die als Erstbeschreibungen anzusehen sind. Prof. Dieter Schmidt (Freiburg) schildert die fachlichen Verdienste Becks.

Augen auf – Eine Verkehrsfibel

Serie zur Sammlung Roth (Folge 134)
Zahlreiche Sprichwörter, Slogans oder Redewenden haben das „Auge“ oder das „Sehen“ zum Inhalt. Die im Alltag wohl am häufigsten eingesetzte und bekannteste Formulierung wird vermutlich der Appell und warnende Ruf: „Augen auf!“ sein. Die Aufforderung mit dem Inhalt, dass das Auge geöffnet werden soll, ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn es gerade geschlossen war, so wie im Schlaf oder – was eher der Fall ist, sobald diese Aufforderung ertönt: Sie gilt im übertragenen Sinn bei einer Unachtsamkeit. Sie mahnt – auch bei geöffneten Augen – zu mehr Wachsamkeit.

90. Homburger Augenärztliche Fortbildung: Haut und Auge

Die 90. Homburger Augenärztliche Fortbildung (HAF) war als Hybridveranstaltung dem interdisziplinären Thema Haut und Auge gewidmet. Prof. Berthold Seitz, Direktor der Augenklinik des Universitätsklinikums des Saarlandes, und die Geschäftsführende Oberärztin, Dr. Ursula Löw, hatten zu dieser dermato-ophthalmologischen Gemeinschaftsveranstaltung nach Homburg/Saar eingeladen. Dr. Udo Hennighausen erläutert die interdisziplinären Aspekte der Fortbildung.