Autor: Katica Djakovic

Fachgebundene genetische Beratung in der Augenheilkunde

Durch die Fortschritte in der molekulargenetischen Diagnostik und den gentherapeutischen Ansätzen nimmt die molekulargenetische Beratung und Befundbeurteilung einen immer höheren Stellenwert in der Ophthalmologie ein. An der Universitäts-Augenklink Tübingen wurde erstmals die Fortbildung „Fachgebundene genetische Beratung in der Augenheilkunde“ angeboten. Über den Kurs, der mit Unterstützung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) veranstaltet wurde, berichtet Dr. Udo Hennighausen (Hamburg).

IOL-Berechnung: Formeln, Konstanten und deren Optimierung

Der Ophthalmochirurg hat heutzutage aus einem großen Portfolio von Intraokularlinsen verschiedener Hersteller zu wählen. Die richtige Auswahl ist im Zeitalter der „refraktiven Kataraktchirurgie“ entscheidend für ein bestmögliches postoperatives Resultat und größtmögliche Patientenzufriedenheit. Die Kenntnis der verfügbaren Berechnungsformeln und der IOL-Konstanten sowie Optimierungen ist daher enorm wichtig. Datenbanken und Softwareprogramme helfen dabei. Dr. Andreas F. Borkenstein (Graz) gibt einen Überblick über IOL-Konstanten und deren Optimierung.

Kataraktoperation bei feuchter AMD

Bei der Durchführung einer Kataraktoperation bei Patienten mit feuchter AMD ist unter anderem die richtige Terminierung des Operationszeitpunktes von besonderer Bedeutung. Auch die Auswahl der zu implantierenden Linse und eine angemessene Erwartungshaltung des Patienten spielen für den Erfolg und die Patientenzufriedenheit eine wichtige Rolle. Dr. Christoph Wiemer (Berlin) diskutiert einige Einflussfaktoren, die es bei AMD-Patienten zu berücksichtigten gilt.

Transklerale Linsenfixation mittels Forceps-Needle

Operationstechniken zur Sekundärlinsenimplantation bekommen einen immer größeren Stellenwert. Eine Möglichkeit der Sekundärlinsenimplantation ist die transsklerale Fixation unter Anwendung geflanschter Haptiken oder Nähten. Die Forceps-Needle kann mit ihrer einzigartigen kombinierten Greif- und Stich-Funktion die Technik der skleralen IOL-Fixation und das Nähen erleichtern und die chirurgische Sicherheit erhöhen. Dr. Stefan Puchner, Priv.-Doz. Dr. Günal Kahraman und Prof. Michael Amon (Wien) stellen das neuartige Instrument vor.

90. Homburger Augenärztliche Fortbildung: Haut und Auge

Die 90. Homburger Augenärztliche Fortbildung (HAF) war als Hybridveranstaltung dem interdisziplinären Thema Haut und Auge gewidmet. Prof. Berthold Seitz, Direktor der Augenklinik des Universitätsklinikums des Saarlandes, und die Geschäftsführende Oberärztin, Dr. Ursula Löw, hatten zu dieser dermato-ophthalmologischen Gemeinschaftsveranstaltung nach Homburg/Saar eingeladen. Dr. Udo Hennighausen erläutert die interdisziplinären Aspekte der Fortbildung.

Erster bundesweiter Selektivvertrag zur trockenen AMD

Zwischen der Kaufmännischen Krankenkasse Hannover (KKH) und dem VISYOnet Qualitätsnetzwerk, dem neben der Augenklinik Sulzbach als Gründungsmitglied noch bundesweit über 300 Augenärzte und Kliniken angehören, wurde ein Selektivvertrag zur trockenen AMD geschlossen, der darauf abzielt, die Versorgung zu verbessern. Teilnehmen können bundesweit alle Ärzte, Kliniken und Patienten der KKH. Nach Angaben der Augenklinik Sulzbach zeigen weitere Krankenkassen bereits Interesse, dem Vertrag beizutreten.

Sehfunktion und Lebensqualität in frühen AMD-Stadien

Um die visuellen Einschränkungen der Betroffenen früher AMD-Stadien mithilfe von speziellen Funktionstests jenseits der üblichen Visusprüfung präzise zu erfassen, stehen eine Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung. Auch bei beidseits vollem Visus erlauben Tests wie der Low Luminance-Visus, Kontrastsehtests, die Mikroperimetrie oder Adaptometrie die sehbezogenen Einschränkungen der Patienten besser zu ermitteln. Dr. Jan Henrik Terheyden, Prof. Robert P. Finger und Prof. Frank G. Holz (Bonn) stellen Messverfahren zu Funktionseinbußen in frühen AMD-Stadien dar.

OCTA-Bildgebung: Einflussfaktoren und Interpretation

Eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst die OCTA-Messwerte, darunter ophthalmologische Erkrankungen, systemische Krankheitsbilder und variable Parameter wie Alter, Geschlecht, Achslänge des Auges, systemische und lokale Medikamente. Dr. Jens J. Storp (Münster) fasst die Studiendaten zu einigen der Parameter zusammen, von denen bekannt ist, dass sie sich auf die Interpretation der Flussdichte in der OCTA-Bildgebung auswirken und die bei der Bewertung von Flussdichte-Befunden berücksichtigt werden müssen.

XXXVI. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft

Zurück nach Franken: JHG tagte in Würzburg (Teil 2)
Bereits 2005 tagte die Julius-Hirschberg-Gesellschaft (JHG) im fränkischen Würzburg. In die Stadt am Main, bekannt für ihre zahlreichen Gebäude im Barock- sowie Rokoko-Stil und besonders für die Würzburger Residenz aus dem 18. Jahrhundert, hatte die JHG im Oktober erneut eingeladen: Unter der Leitung des Geschäftsführers Frank Krogmann und des diesjährigen Obmanns Dr. Andreas Mettenleiter fand die Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft ausschließlich wieder in Präsenz statt. Dr. Sibylle Scholtz gibt eine Übersicht über die diesjährigen Referatsthemen.