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XXXVI. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft

Zurück nach Franken: JHG tagte in Würzburg (Teil 2)
Bereits 2005 tagte die Julius-Hirschberg-Gesellschaft (JHG) im fränkischen Würzburg. In die Stadt am Main, bekannt für ihre zahlreichen Gebäude im Barock- sowie Rokoko-Stil und besonders für die Würzburger Residenz aus dem 18. Jahrhundert, hatte die JHG im Oktober erneut eingeladen: Unter der Leitung des Geschäftsführers Frank Krogmann und des diesjährigen Obmanns Dr. Andreas Mettenleiter fand die Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft ausschließlich wieder in Präsenz statt. Dr. Sibylle Scholtz gibt eine Übersicht über die diesjährigen Referatsthemen.

Die vierte wissenschaftliche Sitzung wurde von Dr. François Valenne (Luxemburg) mit „Das Anatomieskript Johann Conrad Stolls (1786/87) mit Blick auf die Ophthalmologie“ eingeleitet. Bereits auf dem 2013er Jahreskongress der Julius-Hirschberg-Gesellschaft hatte Hans-Reinhard Koch eine Examensarbeit des Johann Conrad Stoll über den „Grauen Staar und seine Behandlung“ aus dem Jahr 1791 vorgestellt. Aus derselben Feder ist jetzt ein handschriftliches Anatomie-Skriptum aus den Jahren 1786/87 aufgetaucht, das Stoll in Basel und Bern verfasst und reich bebildert hat. Im Rahmen der Dissertation von Valenne wurde das Skriptum faksimiliert, transkribiert und kommentiert herausgegeben. In Kochs Vortrag wurden die von Stoll zitierte Literatur, die Quellen seiner Abbildungen sowie die Ausbildungssituation und der Wissensstand eines Wundarztes am Ausgang des 18. Jahrhunderts insbesondere hinsichtlich der ophthalmologischen Aspekte beleuchtet.

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Januar 2023.

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