Autor: Katica Djakovic

Ophthalmologische Rehabilitation nach Aderhautmelanom

Erstmals Anspruch auf ophthalmologische Anschlussheilbehandlung (AHB)
Seit Mitte vergangenen Jahres haben Patienten mit einem Aderhautmelanom im Rahmen der ersten ophthalmologischen Anschlussheilbehandlung (AHB) in Deutschland den rechtlich verbrieften Anspruch auf eine medizinische Rehabilitation. Der ophthalmologische Fachbereich der REGIOMED Rehaklinik Masserberg ist zu einem Zentrum für die Nachsorge und Rehabilitation für betroffene Patienten nach operativer oder radiologischer Behandlung geworden. Dr. Udo Hennighausen (Hamburg) berichtet über die Möglichkeiten und die Besonderheiten dieser ophthalmologischen Fachabteilung.

Fallbericht: Ripasudil zur konservativen Behandlung einer Hornhautdekompensation nach Endothelitis

Ein 77-jähriger Patient stellte sich mit vor drei Tagen begonnenem Fremdkörpergefühl und einer Sehverschlechterung auf bestkorrigiert 0,4 am rechten Auge in der ambulanten Sprechstunde vor. Beidseits bestanden eine Pseudophakie seit über vier Jahren und keine weiteren Augenerkrankungen. Trotz Therapie verschlechterte sich kontinuierlich der Hornhautbefund. Dr. Burkhard von Jagow, FEBO, Thin Le Dr. Erik Chankiewitz und Dr. Filip Filev berichten über einen Patienten mit Endothelitis und Hornhautdekompensation und den individuellen Heilungsversuch mit einem ROCK-Inhibitor.

Das Auge des Gesetzes

Serie zur Sammlung Roth (Folge 136)
Was heute die unauffällig angebrachte Kamera an jeder Hauswand schafft oder eine Bild- und Tonübertragung per Handy weltweit übernimmt, war einst allein die Leistung des menschlichen Auges und des Ohrs: Kritisch beobachten, überwachen, hören, registrieren und den Vorgang weitermelden. Dieses Porträt eines Wachtmeisters in Uniform trägt zweifellos eher die Züge einer preußischen Hierarche als die des Mannes auf der Straße. Dennoch, auf der Rückseite der Holztafel wird er als „Der Stadtpolizist“ bezeichnet, sein Name und seine Herkunft sind unbekannt. Als Maler wird Carl Kronberger angegeben, ein österreichischer Genremaler dessen Gemälde aus dem 19. Jahrhundert die Zeiten überdauert haben, vor allem seine Porträts bekannter Männer und Frauen dieser Zeit.

Transklerale Linsenfixation mittels Forceps-Needle

Operationstechniken zur Sekundärlinsenimplantation bekommen einen immer größeren Stellenwert. Eine Möglichkeit der Sekundärlinsenimplantation ist die transsklerale Fixation unter Anwendung geflanschter Haptiken oder Nähten. Die Forceps-Needle kann mit ihrer einzigartigen kombinierten Greif- und Stich-Funktion die Technik der skleralen IOL-Fixation und das Nähen erleichtern und die chirurgische Sicherheit erhöhen. Dr. Stefan Puchner, Priv.-Doz. Dr. Günal Kahraman und Prof. Michael Amon (Wien) stellen das neuartige Instrument vor.

Ist eine postoperative Antibiose nach der Kataraktoperation notwendig?

Die postoperative Endophthalmitis ist eine der gravierendsten Komplikationen nach der Kataraktoperation. Viele Vorbeugungsmaßnahmen kommen zur Anwendung, darunter auch die postoperative Gabe von topischen Antibiotika in den ersten Wochen nach der Operation. Allerdings ist die wissenschaftliche Evidenz über dessen Vorteil unzureichend. Dobrin Kolarov, FEBO, und Priv.-Doz. Dr. Christopher Wirbelauer, MBA, FEBO, (Berlin) berichten über Erfahrungen bei der Kataraktoperation ohne postoperative topische Antibiose.

Intraokularlinsen-Tausch: Eine retrospektive Langzeitanalys

Analyse der Ursachen und Therapie der IOL-Explantationen
Häufigster Anlass für einen Austausch einer implantierten Linse sind die IOL-Dislokation sowie die IOL-Trübung. Die Explantation einer Intraokularlinse stellt für Chirurg und Patient eine Herausforderung dar und Komplikationen treten je nach Operationsindikation in bis zu 20 Prozent der Fälle auf. Mit steigender Lebenserwartung der Patienten ist mit einer zunehmenden Anzahl Betroffener zu rechnen und es stellt sich die Frage, zu welchem Zeitpunkt und bei welchen Patienten ein IOL-Tausch erforderlich werden könnte. Mandana Keen, Ann-Sophie Lindenberg, M Knisch, Dr. Ameli Gabel-Pfisterer und Prof. Anja Liekfeld, berichten über die Ergebnisse einer retrospektiven Analyse aller Patienten, bei denen in eigener Klinik zwischen Januar 2009 und August 2022 eine IOL-Explantation mit IOL-Tausch durchgeführt wurde.

Minimalinvasive Glaukomchirurgie (MIGS) mit Mikroimplantaten

MIGS-Eingriffe sind zu einem wichtigen Bindeglied zwischen der medikamentösen und den von manchen Augenärzten oft als ultima ratio bezeichneten filtrierenden Operationen geworden und erlauben ein früheres und konsequenteres chirurgisches Eingreifen. Patienten, die gleichzeitig ein Glaukom und eine Katarakt haben, werden in vielen Fällen standardmäßig mit kombinierten Verfahren behandelt. Dr. Ralph-Laurent Merté (Münster) gibt einen Überblick der MIGS-Implantate und fasst eigene Ergebnisse und Erfahrungen zusammen.

Die Augenheilkunde im Katalog

Serie zur Sammlung Roth (Folge 135)
Die Augenheilkunde als fachliche Abspaltung von der Chirurgie ist noch keine 170 Jahre alt. Mit der Erfindung des Augenspiegels im Jahre 1849 setzte Hermann von Helmholtz, Mediziner, Physiologe und Physiker, den Grundstein zu einem eigenständigen kleinen, aber keineswegs bedeutungslosen medizinischen Fachgebiet. Sein Ophthalmoskop erlaubte es nun, ohne großen Aufwand die Netzhaut am lebenden Auge zu beurteilen. Jetzt ließen sich zahlreiche Krankheitsbilder am oder über das Auge erkennen.