Autor: Katica Djakovic

Retinale Vaskulitis – Ätiologie und Differenzialdiagnostik

Eine retinale Vaskulitis kann zu visusbedrohenden Komplikationen führen und erfordert eine zeitnahe Beurteilung des retinalen Gefäßsystems mit geeigneten Techniken. Bislang existiert keine allgemein anerkannte Klassifikation, Ansätze zur Einteilung unterscheiden die Entzündung nach der Ätiologie (infektiös oder nicht-infektiös), dem Fokus der Gefäßentzündung (arteriell oder venös) und dem klinischen Erscheinungsbild (okklusiv oder nicht-okklusiv). Dr. Lynn zur Bonsen, Priv.-Doz. Dr. Dominika Pohlmann, Dr. Anne Rübsam und Prof. Uwe Pleyer ­(Berlin) geben eine Übersicht zu nicht-infektiösen Ursachen der retinalen Vaskulitis unter Betonung einiger häufiger, bedrohlicher Krankheitsbilder.

Ophthalmologische Rehabilitation nach Aderhautmelanom

Erstmals Anspruch auf ophthalmologische Anschlussheilbehandlung (AHB)
Seit Mitte vergangenen Jahres haben Patienten mit einem Aderhautmelanom im Rahmen der ersten ophthalmologischen Anschlussheilbehandlung (AHB) in Deutschland den rechtlich verbrieften Anspruch auf eine medizinische Rehabilitation. Der ophthalmologische Fachbereich der REGIOMED Rehaklinik Masserberg ist zu einem Zentrum für die Nachsorge und Rehabilitation für betroffene Patienten nach operativer oder radiologischer Behandlung geworden. Dr. Udo Hennighausen (Hamburg) berichtet über die Möglichkeiten und die Besonderheiten dieser ophthalmologischen Fachabteilung.

Fallbericht: Ripasudil zur konservativen Behandlung einer Hornhautdekompensation nach Endothelitis

Ein 77-jähriger Patient stellte sich mit vor drei Tagen begonnenem Fremdkörpergefühl und einer Sehverschlechterung auf bestkorrigiert 0,4 am rechten Auge in der ambulanten Sprechstunde vor. Beidseits bestanden eine Pseudophakie seit über vier Jahren und keine weiteren Augenerkrankungen. Trotz Therapie verschlechterte sich kontinuierlich der Hornhautbefund. Dr. Burkhard von Jagow, FEBO, Thin Le Dr. Erik Chankiewitz und Dr. Filip Filev berichten über einen Patienten mit Endothelitis und Hornhautdekompensation und den individuellen Heilungsversuch mit einem ROCK-Inhibitor.

Das Auge des Gesetzes

Serie zur Sammlung Roth (Folge 136)
Was heute die unauffällig angebrachte Kamera an jeder Hauswand schafft oder eine Bild- und Tonübertragung per Handy weltweit übernimmt, war einst allein die Leistung des menschlichen Auges und des Ohrs: Kritisch beobachten, überwachen, hören, registrieren und den Vorgang weitermelden. Dieses Porträt eines Wachtmeisters in Uniform trägt zweifellos eher die Züge einer preußischen Hierarche als die des Mannes auf der Straße. Dennoch, auf der Rückseite der Holztafel wird er als „Der Stadtpolizist“ bezeichnet, sein Name und seine Herkunft sind unbekannt. Als Maler wird Carl Kronberger angegeben, ein österreichischer Genremaler dessen Gemälde aus dem 19. Jahrhundert die Zeiten überdauert haben, vor allem seine Porträts bekannter Männer und Frauen dieser Zeit.

Fachgebundene genetische Beratung in der Augenheilkunde

Durch die Fortschritte in der molekulargenetischen Diagnostik und den gentherapeutischen Ansätzen nimmt die molekulargenetische Beratung und Befundbeurteilung einen immer höheren Stellenwert in der Ophthalmologie ein. An der Universitäts-Augenklink Tübingen wurde erstmals die Fortbildung „Fachgebundene genetische Beratung in der Augenheilkunde“ angeboten. Über den Kurs, der mit Unterstützung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) veranstaltet wurde, berichtet Dr. Udo Hennighausen (Hamburg).

IOL-Berechnung: Formeln, Konstanten und deren Optimierung

Der Ophthalmochirurg hat heutzutage aus einem großen Portfolio von Intraokularlinsen verschiedener Hersteller zu wählen. Die richtige Auswahl ist im Zeitalter der „refraktiven Kataraktchirurgie“ entscheidend für ein bestmögliches postoperatives Resultat und größtmögliche Patientenzufriedenheit. Die Kenntnis der verfügbaren Berechnungsformeln und der IOL-Konstanten sowie Optimierungen ist daher enorm wichtig. Datenbanken und Softwareprogramme helfen dabei. Dr. Andreas F. Borkenstein (Graz) gibt einen Überblick über IOL-Konstanten und deren Optimierung.

Kataraktoperation bei feuchter AMD

Bei der Durchführung einer Kataraktoperation bei Patienten mit feuchter AMD ist unter anderem die richtige Terminierung des Operationszeitpunktes von besonderer Bedeutung. Auch die Auswahl der zu implantierenden Linse und eine angemessene Erwartungshaltung des Patienten spielen für den Erfolg und die Patientenzufriedenheit eine wichtige Rolle. Dr. Christoph Wiemer (Berlin) diskutiert einige Einflussfaktoren, die es bei AMD-Patienten zu berücksichtigten gilt.

Transklerale Linsenfixation mittels Forceps-Needle

Operationstechniken zur Sekundärlinsenimplantation bekommen einen immer größeren Stellenwert. Eine Möglichkeit der Sekundärlinsenimplantation ist die transsklerale Fixation unter Anwendung geflanschter Haptiken oder Nähten. Die Forceps-Needle kann mit ihrer einzigartigen kombinierten Greif- und Stich-Funktion die Technik der skleralen IOL-Fixation und das Nähen erleichtern und die chirurgische Sicherheit erhöhen. Dr. Stefan Puchner, Priv.-Doz. Dr. Günal Kahraman und Prof. Michael Amon (Wien) stellen das neuartige Instrument vor.