Autor: Katica Djakovic

Nanophthalmisches uveales Effusionssyndrom

Neue Therapiealternative mit intravitrealem Triamcinolon
Das uveale Effusionssyndrom bei Nanophthalmus ist eine seltene Erkrankung, führt aber bei den betroffenen Patienten zu einer hochgradigen Visusminderung. Auslösend können sowohl entzündliche Prozesse als auch vaskuläre Erkrankungen wie arteriovenöse Fisteln oder anormal verdickte Skleren sein. Neben der Behandlung mit Steroiden stehen bisher verschiedene aufwändige experimentelle operative Verfahren zur Verfügung. Über eine neue Therapiealternative mit intravitrealem Triamcinolon berichten Dr. Florian Rüfer und Prof. Dr. Johann Roider.

Non-Hodgkin-Lymphom mit Augenbeteiligung

Das okulozerebrale Non-Hodgkin-Lymphom befällt primär Gehirn, Leptomeningen, Rückenmark und Auge. Die Manifestation am Auge ist anfangs vielfältig und kann uncharakteristisch sein, weshalb eine Diagnosestellung oft erst spät erfolgt oder als Uveitis verkannt wird. Eva Glaser, Dr. Claudia Zorn, Prof. Dr. Ines Lanzl, Dr. Mathias Maier, Dr. Christian Mayer und Prof. Dr. Dr. Chris Patrick Lohmann berichten über drei Patientenfälle, die mit unterschiedlichen Symptomen an der Augenklinik rechts der Isar vorstellig wurden.

Neue Studienergebnisse zu Blaulichtfilter-IOL

Diskussion und aktuelle Ergebnisse einer neuen Untersuchung
Die Implantation von Blaulichtfilterlinsen wird nach wie vor kontrovers diskutiert. Die Frage, ob die natürliche Linse so wesentlich am Schutz der Netzhaut vor UV-Strahlung beteiligt ist beziehungsweise ob irreversible retinale Schäden, die angeblich durch Sonnenlicht induziert werden, durch die Implantation von so genannten Blaulichtfilter-Intraokularlinsen verhindert werden können, kann bislang nicht eindeutig beantwortet werden. Dr. Andreas F. Borkenstein und Prof. Dr. David J. Apple haben aus der weltweit größten Datenbank von „Augenbulbi-Sammlungen“ (mit mehr als 16.000 Augen) über 4.000 Autopsieaugen, die Standard-IOLs ohne Blaufilter enthielten, in Bezug auf AMD-Entstehung sowie Melanominzidenz untersucht und fassen ihre Studienergebnisse zusammen.

Mykotische KL-assoziierte Keratitis

Mykotische KL-assoziierte Keratitis

Ein 23-jähriger Kontaktlinsenträger stellte sich mit einem Hornhautulkus beim Augenarzt vor. Trotz lokaler und systemischer Antibiotikatherapie breitet sich das Ulkus aus und führt schließlich zur Ulkusperforation, mit der er an die Universitäts-Augenklinik Hamburg-Eppendorf überwiesen wurde. Dr. Riad Khaireddin, Prof. Dr. Gisbert Richard und Dr. Thomas Lischka berichten über den Fall.

Zur Tandem-Tour 2008 der Pro Retina e.V. nach Rom

Zur Tandem-Tour 2008 der Pro Retina e.V. nach Rom

„Benedetto, wir kommen!“
Um europaweit auf die Problemstellungen für sehbehinderte und blinde Menschen aufmerksam zu machen, veranstaltete die Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhautdegeneration Pro Retina Deutschland e.V. bereits zum zehnten Mal eine Tandem-Tour: Mit Tandem-Rädern begaben sich rund 60 blinde, sehbehinderte und sehende Fahrer Mitte September in Mainz gemeinsam auf die Reise und erreichten zehn Tage und 1.500 Kilometer später Rom. Die diesjährige Jubiläumsfahrt endete mit einer Generalaudienz bei Papst Benedikt XVI., bei der Vertreter der Pro Retina eine AMD-Patientencharta überreichten. Ute Palm fasst die Eindrücke zusammen.

Brillenglasberatung und -bestimmung als Selbstzahlerleistung

Ein Erfahrungsbericht zu Kosten und Nutzen für Patient und Arzt
Für GKV-Versicherte ab dem Alter von 18 Jahren ist – von wenigen definierten Ausnahmen abgesehen – durch das am 1. Januar 2004 in Kraft getretene Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) sowohl die Brillenglasbestimmung als auch die gefertigte Brille keine Leistung der GKV mehr. Die Bestimmungen zu diesem Thema widersprechen zum Teil inhaltlich einander und werden darüber hinaus auch nicht einheitlich ausgelegt, so dass die Brillenglasbestimmung unterschiedlich gehandhabt wird. Dr. Udo Hennighausen berichtet über seine Erfahrung mit der Brillenglasbestimmung als Selbstzahlerleistung und erläutert Kosten und Nutzen sowohl für den Patienten als auch den Arzt.

DOG: Zum 106. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft

DOG: Zum 106. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft

Forschen, fördern, fordern
Das Thema des diesjährigen DOG-Kongresses lautete „Perspektiven der Augenheilkunde – Innovationen für mehr Lebensqualität“ und in der Tat wurden vielfältige Perspektiven aufgegriffen und diskutiert: Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs durch mögliche Karriereaussichten in der Hochschulmedizin, für weibliche Lebensentwürfe durch die Vereinbarkeit von Forschung und Familie, für Patienten durch die Verbesserung von Lebensqualität bei bestehender Erkrankung sowie Perspektiven durch die vielfältigen Entwicklungen und Fortschritte in Diagnostik und Therapie. Deutlich gemacht wurde aber auch: Es bedarf einer verstärkten Forschungsförderung, der Forderung nach zusätzlichen Mitteln für die Augenheilkunde und der Einbindung des Patienten, der in seiner Eigenverantwortlichkeit gefordert ist. Überraschend neu: die DOG regte nicht nur zur Diskussion an, sondern wartete mit vielen ersten Umsetzungsschritten auf. Ein Bericht von Ulrike Lüdtke.

Pseudoexfoliations-Glaukom (PEX)

Genetische Risikofaktoren, Diagnostik und therapeutische Aspekte
Das Pseudoexfoliations-Glaukom (PEX) ist die mit Abstand wichtigste und häufigste Form der Sekundärglaukome, die etwa 25 Prozent aller Offenwinkelglaukome weltweit ausmacht, etwa 40 bis 50 Prozent der operativ behandelten Glaukompatienten betrifft und die gegenwärtig die häufigste erkennbare Glaukomursache überhaupt darstellt. Prof. Dr. Ursula Schlötzer-Schrehardt und Prof. Dr. Gottfried O. H. Naumann erläutern genetische Risikofaktoren, Diagnostik und therapeutische Aspekte.

Glaukom-Frühdiagnose mit neuen elektrophysiologischen Ansätzen

Verbesserte Früherkennung durch Biomarker
Das Ziel neuer diagnostischer Verfahren zur Früherkennung von Glaukomen ist mit der Perspektive verbunden, bei Patienten mit präperimetrischem Glaukom noch vor der Manifestation eines glaukomatösen Schadens therapeutisch eingreifen zu können. Das Pattern-ERG (ERG – Elektroretinogramm) ist aufgrund der direkten Stimulation retinaler Ganglienzellen eine vielversprechende Methode zur Früherkennung. Dr. Charlotte M. Poloschek und Prof. Dr. Michael Bach erläutern die neuen elektrophysiologischen Methoden und zeigen Perspektiven in der Anwendung auf.