Autor: Katica Djakovic

Der Kampf gegen die Unterfinanzierung geht weiter

Der Kampf gegen die Unterfinanzierung geht weiter

2,7 Millionen Euro mehr im Vergleich zu 2007 sollen in diesem Jahr in die ambulante Versorgung fließen. Aus Sicht des Berufsverbands der Augenärzte (BVA) ist die Honorarreform jedoch die größte Enttäuschung im vergangenen Jahr gewesen. Im Interview mit dem AUGENSPIEGEL kündigt der BVA-Vorsitzende Prof. Dr. Bernd Bertram deshalb weiteres Engagement für eine bessere Vergütung der ambulanten Augenheilkunde an. Zugleich appelliert er an die Augenärzte, sich nicht gegeneinander ausspielen zu lassen und zeigt im Rückblick auf 2008, was die Augenärzteschaft durch gemeinsames Engagement erreicht hat.

Ergänzende Pharmakotherapie bei diabetischer Retinopathie

Ergebnisse der DIRECT-Studie
In großen Diabetes-Studien konnte gezeigt werden, dass eine strikte Glykämie- und Blutdruckkontrolle Entstehung und Fortschreiten einer Retinopathie günstig beeinflussen. Substanzen mit RAS-hemmender Wirkung wie AT1-Rezeptorblocker haben in Studien bei Diabetikern ausgeprägte renoprotektive Effekte gezeigt. Unklar war bislang, ob auch die Retinopathie als Diabetes-Komplikation durch einen RAS-hemmenden Wirkstoff beeinflussbar ist. Das DIRECT-Studienprogramm ist das erste große Studienprogramm, das sich explizit mit dem Effekt einer Sartan-Therapie auf Entstehung und Progression einer diabetischen Retinopathie beschäftigt hat. Prof. Dr. Stephan Martin, Ärztlicher Leiter der klinischen Prüfung, und Priv.-Doz. Klaus-Dieter Lemmen, St. Martinus Krankenhaus Düsseldorf, stellen die Ergebnisse der internationalen Studie vor.

Tissue engineering von Zellverbänden

Zur Anwendung bei subretinaler Transplantation und in der zellbasierten Gentherapie
Strategien zum Ersatz von retinalen Pigmentepithelzellen (RPE) stellen eine Behandlungsoption für verschiedene degenerative Netzhauterkrankungen dar. Ziel der Transplantation nach subretinaler Chirurgie ist die Rekonstruktion der normalen Anatomie des Retina-Aderhaut-Komplexes. Die transplantierten Zellen sollen die Funktion der degenerierten RPE-Zellen übernehmen und die normale biochemische Umgebung wiederherstellen. Prof. Dr. Gabriele Thumann erläutert wesentliche Aspekte bei der Entwicklung von Zellverbänden zur subretinalen Transplantation und in der zellbasierten Gentherapie.

Regionaler Austausch in der „Quattropole Ophthalmologie“

Regionaler Austausch in der „Quattropole Ophthalmologie“

Ein neuer Verbund lud zum wissenschaftlichen Austausch nach Trier
Mit der so genannten „Quattropole“ haben vier grenznahe Städte (Luxemburg, Metz, Saarbrücken, Trier) eine Initiative zur kulturellen Kooperation ins Leben gerufen. In wissenschaftlicher Anlehnung an die Idee dieses kulturellen Netzwerkes gründeten drei Augenkliniken für vier Regionen die „Quattropole Ophthalmologie“. Zum ersten klinischen Gespräch der Quattropole kamen in Trier über 50 interessierte Augenärzte zusammen. Über vier Stunden hinweg waren sie alle nicht nur Geburtshelfer des neuen Zusammenschlusses, sondern wurden Zeugen eines wissenschaftlichen Streifzuges quer durch die Augenheilkunde. Ein Beitrag von Dr. Walter Pfeifer.

Femto-Lentotomie: die Zukunft der Presbyopiekorrektur?

Veränderungen der Linsenelastizität durch Behandlung mit hochrepetierendem Femtosekundenlaser
Als einer der Gründe für Presbyopieentwicklung gilt die fortschreitende Sklerosierung der Linse. Ein mögliches Konzept zur Wiederherstellung beziehungsweise Erhöhung der Linsenelastizität ist die Behandlung des Linsenmaterials mit dem Femtosekundenlaser zur Erzeugung von Schnittebenen, die so genannte Femto-Lentotomie. Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe um Dr. Georg Gerten, Silvia Schumacher, Michael Fromm, Prof. Dr. Holger Lubatschowski, Dr. Uwe Oberheide und Priv.-Doz. Dr. rer. nat. Alfred Wegener stellt ihr Forschungsprojekt und die ersten Untersuchungsergebnisse vor.

IntraCOR: Intrastromale Presbyopiekorrektur mit Femtosekundenlaser

Erste Studienergebnisse der neuen intraCOR-Methode
Mit der so genannten intraCOR-Methode liegt ein neues Verfahren zur Presbyopiebehandlung vor, das seit Juli 2008 erstmals in Europa in einer multizentrischen, prospektiven Studie angewandt und detailliert untersucht wird. Die ersten Behandlungen erfolgten im Rahmen der Studie an der Universitäts-Augenklinik Heidelberg. Priv. Doz. Dr. Mike P. Holzer, Dipl.-Ing. (FH) Annett Mannsfeld, Dipl.-Ing. (FH) Angela Ehmer und Prof. Dr. Gerd U. Auffarth erläutern das Verfahren und die Studienergebnisse.

FLEx: Neues Laserverfahren zur Myopiekorrektur

Erste Anwendungsergebnisse der Femtosekunden-Lentikel-Extraktion (FLEx)
Die so genannte Femtosekunden-Lentikel-Extraktion (FLEx) ist ein neues Verfahren, bei dem der refraktive Eingriff ausschließlich mit dem Femtosekundenlaser durchgeführt wird. Nach einer ganzen Reihe von Versuchen sowohl im Labor als auch an Tieren sowie Erstbehandlungen an blinden Augen liegen mittlerweile von über 100 Augen die Sechsmonatsergebnisse des neuen Verfahrens vor. Priv.-Doz. Dr. Marcus Blum und Prof. Dr. Walter Sekundo stellen die Ergebnisse der klinischen Studie vor.

Die Julius-Hirschberg-Gesellschaft tagte in Salzburg (Teil 1)

Die Julius-Hirschberg-Gesellschaft tagte in Salzburg (Teil 1)

Von Mozart über Paracelsus
Für die XXII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft im Oktober hatte man sich einen besonders geschichtsträchtigen Ort ausgesucht. Salzburg ist mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Berühmtheiten auf der ganzen Welt bekannt: es ist die Geburtstadt von Mozart, die Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und die Salzburger Festspiele genießen internationales Ansehen. Doch auch medizinhistorisch hat Salzburg einiges zu bieten: Paracelsus lebte zeitweise hier und ist auf dem Salzburger Sebastiansfriedhof begraben, der Augenarzt Hubert Sattler wurde in Salzburg geboren und auch das Augenärzteehepaar Kerschbaumer praktizierte eine Zeit lang in der Stadt. Ein Bericht von Dr. Sibylle Scholtz.

Nanophthalmisches uveales Effusionssyndrom

Neue Therapiealternative mit intravitrealem Triamcinolon
Das uveale Effusionssyndrom bei Nanophthalmus ist eine seltene Erkrankung, führt aber bei den betroffenen Patienten zu einer hochgradigen Visusminderung. Auslösend können sowohl entzündliche Prozesse als auch vaskuläre Erkrankungen wie arteriovenöse Fisteln oder anormal verdickte Skleren sein. Neben der Behandlung mit Steroiden stehen bisher verschiedene aufwändige experimentelle operative Verfahren zur Verfügung. Über eine neue Therapiealternative mit intravitrealem Triamcinolon berichten Dr. Florian Rüfer und Prof. Dr. Johann Roider.