Autor: Katica Djakovic

Augenmanifestationen bei PSV

Primäre systemische Vaskulitiden (PSV) können in den letzten Jahren besser erkannt und behandelt werden, auch wenn ihre Pathogenese bisher nur teilweise aufgeschlüsselt werden konnte. Der Augenarzt kann mit dem ersten Symptom einer PSV konfrontiert werden, wenn er zum Beispiel eine Skleritis, Keratitis, Pseudotumor orbitae oder Optikusneuropathie diagnostiziert. Ihm kommt eine wichtige Lotsenfunktion zu, denn die okuläre Manifestation einer PSV kann sinnvoll und kompetent nur interdisziplinär betreut werden. Ein Beitrag von Dr. Bernhard Nölle.

Komplikation nach intravitrealer Injektion

Die Zahl der intravitrealen Injektionen hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Wie bei allen invasiven Maßnahmen am Auge existiert auch bei diesen Eingriffen ein Risiko für intravitreale Entzündungen. So sind nach intravitrealen Injektionen sterile Entzündungen beschrieben worden, die als toxische Vitritis (ToVi) mit toxischen anterioren Segment Syndrom (TASS) bezeichnet werden können. Dr. Thomas Neß beschreibt Fälle toxischer Reaktion nach intravitrealer Injektion.

Toxic anterior segment syndrome (TASS)

Zum postoperativen Auftreten einer sterilen, nicht-infektiösen Entzündung
Das „toxic anterior segment syndrome“ (TASS) ist eine in der Regel wenige Stunden nach einer intraokularen Operation akut eintretende intraokulare Entzündung. Wegweisende Symptome sind eine akute Sehverschlechterung, ein ausgeprägter Reizzustand in der Vorderkammer sowie ein ausgeprägtes Hornhautödem. Ursache ist eine sterile, nicht-infektiöse Entzündungsreaktion, die zu einem toxischen Schaden von Strukturen des vorderen Augensegmentes führt und eine lange bestehende Hornhautendotheldekompensation verursachen kann. Prof. Dr. Burkhard Wiechens erläutert ätiologische Faktoren, Abgrenzung zur Endophthalmitis und Therapie.

Der Wert des Sehens

Sehfähigkeit und Lebensqualität
Die patientenseitige Beurteilung von Befindlichkeiten und Therapieeffekten durch standardisierte Instrumente erhält in der Medizin eine zunehmende Bedeutung. So genannte „Patient reported outcomes“ (PRO) werden bereits bei der Zulassung und Evaluierung neuer Medikamente verwendet. Die per PROs erfasste Lebensqualität wird inzwischen als klinischer Endpunkt (durch FDA und EMEA) anerkannt, auch wenn es vor dem routinemäßigen Einsatz von PROs noch einige methodische Probleme zu beseitigen gilt. Für ophthalmologische Erkrankungen gibt es derzeit kaum geeignete Instrumente zur Erfassung der Lebensqualität, dabei ist ihr Einfluss in der evidenzbasierten Medizin und in der Gesundheitsökonomie unverkennbar. Auch durch den Patienten selbst wird die Berücksichtigung seiner Lebensqualität in der klinischen Entscheidungsfindung immer deutlicher eingefordert. Ein Beitrag von Dr. Christian Wolfram und Prof. Dr. Norbert Pfeiffer.

Erfahrungsbericht

Eine wahrheitsgemäße Aussage und ihr juristisches Nachspiel…
Nach aktuellen Umfragen in der Bevölkerung genießen Ärzte das höchste Ansehen im Berufsranking. Damit verbunden sind hohe Erwartungen seitens der Patienten in Bezug auf Aufrichtigkeit und Glaubwürdigkeit des behandelnden Arztes. Nicht so im Fall der Mutter, die mit ihrem brilletragenden Kind in die Augenarztpraxis kam und anschließend eine Falschaussage einforderte. Ein Bericht von Dr. Georg Eckert.

Ergebnisse einer multizentrischen ­Verbandlinsenstudie (Teil 2)

Alle Linsen, die zu Behandlungszwecken Anwendung finden, werden als therapeutische Kontaktlinsen bezeichnet. Einen Unterbegriff stellen die Verbandlinsen dar, die vornehmlich zur Schmerzbekämpfung, zur lokalen Befundverbesserung bis hin zur Heilung eingesetzt werden. Die in diesem Beitrag dargestellte Studie umfasst die Auswertung von 702 Verbandlinsen, die in 16 deutschen Augenarztpraxen innerhalb des Zeitraums von 1994 bis 2003 angepasst wurden. Nach der Darstellung der Ergebnisse im ersten Teil, folgt in diesem Teil die Diskussion der Studienergebnisse. Ein Beitrag von Dr. Dieter Schnell.

Kontaktlinsen-assoziierte Akanthamöbenkeratitis

Die Akanthamöbenkeratitis ist eine insgesamt seltene Form der infektiösen Keratitis, die jedoch zunehmend häufiger bei Kontaktlinsenträgern beobachtet wird. Der wichtigste Risikofaktor für den Kontaktlinsenträger besteht im Umgang mit der Kontaktlinse nach Kontakt mit Wasser, da jeder Wasserkontakt eine potenzielle Kontamination mit dem Erreger darstellt. Auch die anschließende Reinigung der Kontaktlinsen mit entsprechenden Reinigungslösungen bietet keinen sicheren Schutz, da Akanthamöben gegenüber vielen Reinigungslösungen resistent sind. Infektionen werden nicht selten nicht oder nur sehr spät diagnostiziert, da das Anfangstadium ähnlich einer Konjunktivitis verlaufen kann und sogar ein vorübergehende Besserung auf lokale Antibiotika eintreten kann. Dr. Riad Khaireddin und Prof. Dr. Gisbert Richard stellen einen Fall vor.

Kongress DGII 2009

Kongress DGII 2009

Interview mit Prof. Dr. Ekkehard Fabian
Vom 26. bis 28. Februar tagt in München die Deutschsprachige Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII). Die jährlichen Kongresse der DGII stellen jeweils zu Beginn des Jahres das erste Forum dar, auf dem wissenschaftlich fundiert die neuesten Forschungsergebnisse und Trends in der Katarakt- und Refraktiven Chirurgie wiedergegeben werden. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem diesjährigen Tagungspräsidenten Prof. Dr. Ekkehard Fabian (Rosenheim) über die 23. Jahrestagung.

8. Frankfurter Fortbildungskurs für Refraktive Chirurgie

8. Frankfurter Fortbildungskurs für Refraktive Chirurgie

Neue Technologien, refraktive Intraokularchirurgie und Presbyopiemanagement
Zum 8. Mal fand Ende November des vergangenen Jahres der Frankfurter Fortbildungskurs für Refraktive Chirurgie statt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Kohnen trafen sich namhafte Ophthalmochirurgen, Wissenschaftler, niedergelassene Kollegen, Assistenzärzte sowie Vertreter der Industrie in der Augenklinik der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Besondere Schwerpunkte der Veranstaltung waren wie immer Neuerungen auf den Gebieten der refraktiven Hornhaut- und Linsenchirurgie sowie die zunehmend nachgefragten Methoden zur Presbyopiekorrektur. Ein Bericht von Dipl. -Ing. (FH) Oliver K. Klaproth.