Autor: Katica Djakovic

Kontaktlinsen-assoziierte Akanthamöbenkeratitis

Die Akanthamöbenkeratitis ist eine insgesamt seltene Form der infektiösen Keratitis, die jedoch zunehmend häufiger bei Kontaktlinsenträgern beobachtet wird. Der wichtigste Risikofaktor für den Kontaktlinsenträger besteht im Umgang mit der Kontaktlinse nach Kontakt mit Wasser, da jeder Wasserkontakt eine potenzielle Kontamination mit dem Erreger darstellt. Auch die anschließende Reinigung der Kontaktlinsen mit entsprechenden Reinigungslösungen bietet keinen sicheren Schutz, da Akanthamöben gegenüber vielen Reinigungslösungen resistent sind. Infektionen werden nicht selten nicht oder nur sehr spät diagnostiziert, da das Anfangstadium ähnlich einer Konjunktivitis verlaufen kann und sogar ein vorübergehende Besserung auf lokale Antibiotika eintreten kann. Dr. Riad Khaireddin und Prof. Dr. Gisbert Richard stellen einen Fall vor.

Epiretinale Bestrahlung der CNV bei AMD

Betabestrahlung zur Reduzierung der Anti-VEGF-Injektionen
In der derzeit laufenden Cabernet-Studie (CNV Secondary to AMD Treated with BEta RadiatioN Epiretinal Therapy) wird prospektiv die Wirksamkeit und Sicherheit einer epiretinalen 24 Gy-Bestrahlung im Rahmen einer Vitrektomie in Kombination mit Ranibizumab (Lucentis®) untersucht. Ziel ist, die Anzahl der erforderlichen Anti-VEGF-Injektionen bei AMD zu verringern. Dr. Rainer Guthoff erläutert die Therapiestrategie dieser Studie

Meningeome mit Orbitabezug

Tumorkontrolle und Funktionserhalt als interdisziplinäre Herausforderung
Meningeome der Orbita und des periorbitalen Raumes stellen für alle behandelnden Disziplinen (Ophthalmologe, Neurochirurg, Radiochirurg und Radiotherapeut) eine besondere Herausforderung dar. Diese immer im interdisziplinären Ansatz zu therapierenden Tumore können zum einen aufgrund ihrer Lokalisation und Ausdehnung als auch hinsichtlich potentieller Funktionsstörungen und durch die therapeutische Intervention besondere Probleme aufweisen. Prof. Dr. Jörg-Christian Tonn von der Neurochirurgischen Klinik der Ludwig Maximilians Universität München und Priv.-Doz. Dr. Berndt Wowra vom Europäischen Cyberknife Zentrum München stellen unterschiedliche Manifestationen und jeweilige Behandlungsoptionen vor.

Kongress AAD 2009

Kongress AAD 2009

Interview mit Prof. Dr. Bernd Bertram
„Augenheilkunde im Spannungsfeld zwischen notwendiger und optimaler Versorgung“ lautet das Thema der diesjährigen Augenärztlichen Akademie (AAD), die als gemeinsame Fortbildungsveranstaltung von BVA und DOG vom 10. bis 14. März ihr zehnjähriges Jubiläum im Congress Center Düsseldorf feiert. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem 1. BVA-Vorsitzenden Prof. Dr. Bernd Bertram über Themen und Herausforderungen.

Zur 171. RWA-Versammlung in Köln

Zur 171. RWA-Versammlung in Köln

Gemeinsame Wege in die ­ophthalmologische Zukunft
Unter dem Hauptthema „Gemeinsame Wege in die ophthalmologische Zukunft – Kooperation und Loyalität“ fand Ende Januar die 171. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte (RWA) in Köln statt. Ganz im Zeichen dieses Mottos war das diesjährige Programm nicht nur auf das Vermitteln neuesten, evidenz-basierten Fachwissens ausgerichtet, sondern stellte sich auch den aktuellen gesundheitspolitischen Fragen: Der Arzt im Spagat zwischen knappen finanziellen Ressourcen und der Loyalität seinem Patienten gegenüber. Von Katica Djakovic.

7. Tagung der International Uveitis Study Group (IUSG)

7. Tagung der International Uveitis Study Group (IUSG)

Internationaler Austausch und Verleihung der Uveitis-Forschungspreise
Zum siebten Mal tagte die International Uveitis Study Group (IUSG), eine internationale Arbeitsgruppe mit von Experten, deren Schwerpunkt entzündliche Augenerkrankungen sind. Dieser alle vier Jahre stattfindende Uveitis-Kongress wurde erstmals in Deutschland veranstaltet und hatte unter der organisatorischen Leitung von Prof. Dr. Manfred Zierhut im vergangenen September nach Konstanz eingeladen. Insgesamt nahmen 300 Augenärzte aus 26 Ländern an der fünftägigen Veranstaltung teil, in deren Rahmen auch die Verleihung der Uveitis-Forschungspreise erfolgte. Eine Zusammenfassung von Elke Altpeter und Deshka Georgieva Doycheva.

Leitung der Univ.-Augenklinik Marburg neu besetzt

Leitung der Univ.-Augenklinik Marburg neu besetzt

Als neuer Direktor der Universitäts-Augenklinik Marburg hat Prof. Dr. Walter Sekundo zum 1. Dezember 2008 die Nachfolge von Prof. Dr. Peter Kroll angetreten, der nach 18 Jahren in den Ruhestand wechselte. Er ist damit der 11. Ordinarius der seit 136 Jahren bestehenden traditionsreichen Augenklinik, die 2005 nach Zusammenlegung der beiden Universitätskliniken Gießen und Marburg und anschließenden Übernahme durch die Rhön Klinikum AG privatisiert wurde. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Prof. Dr. Walter Sekundo über seine neuen Aufgaben.

Ergebnisse einer multizentrischen Verbandlinsenstudie (Teil 1)

Alle Linsen, die zu Behandlungszwecken Anwendung finden, werden als therapeutische Kontaktlinsen bezeichnet. Einen Unterbegriff stellen die Verbandlinsen dar, die vornehmlich zur Schmerzbekämpfung, Befundverbesserung und Heilung eingesetzt werden. Weitere therapeutische Kontaktlinsen können zur Amblyopiebehandlung und Medikamentenabgabe herangezogen werden. Die vorliegende Studie umfasst die Auswertung von 702 Verbandlinsen, die in 16 deutschen Augenarztpraxen von 1994 bis 2003 angepasst wurden. Ein Beitrag von Dr. Dieter Schnell.

Neuronale Ceroid Lipofuszinosen

Zur frühzeitigen Diagnosestellung beim Augenarzt
Die Neuronalen Ceroid Lipofuszinosen (NCL) stellen die häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen des Kindesalters dar. Sie gehen mit schwerem körperlichem und geistigem Abbau einher und führen zu Erblindung und frühem Tod. Therapeutische Möglichkeiten fehlen. Dennoch ist eine frühe Diagnosestellung für den weiteren Verlauf der Erkrankung von wesentlicher Bedeutung. Häufige Vertreterin der Gruppe ist die CLN 3 (Spielmeyer-Vogt-Krankheit, Batten disease, juvenile NCL). Initialsymptom ist oft ein rascher Visusverlust im Schulalter, weshalb dem Augenarzt als Erstdiagnostiker eine Schlüsselfunktion zukommt. Ein Beitrag von Dr. Isabel Lindemann.