Autor: Katica Djakovic

Das maligne Melanom der Bindehaut

Es gibt drei verschiedene Manifestationsbereiche von okulären Melanomen: Melanome der Lidhaut, der Bindehaut sowie intraokuläre Melanome. Das maligne Melanom der Bindehaut gehört zu den seltenen ophthalmologischen Tumoren, die meistens im Rahmen einer so genannten primär erworbenen Melanose der Bindehaut und seltener aus Naevi der Bindehaut entstehen. Ihre Therapie hängt von der Ausdehnung des Tumors ab. Dr. Lothar Krause erläutert die Besonderheiten der Therapie.

Der Wert des Sehens

Sehfähigkeit und Lebensqualität
Die patientenseitige Beurteilung von Befindlichkeiten und Therapieeffekten durch standardisierte Instrumente erhält in der Medizin eine zunehmende Bedeutung. So genannte „Patient reported outcomes“ (PRO) werden bereits bei der Zulassung und Evaluierung neuer Medikamente verwendet. Die per PROs erfasste Lebensqualität wird inzwischen als klinischer Endpunkt (durch FDA und EMEA) anerkannt, auch wenn es vor dem routinemäßigen Einsatz von PROs noch einige methodische Probleme zu beseitigen gilt. Für ophthalmologische Erkrankungen gibt es derzeit kaum geeignete Instrumente zur Erfassung der Lebensqualität, dabei ist ihr Einfluss in der evidenzbasierten Medizin und in der Gesundheitsökonomie unverkennbar. Auch durch den Patienten selbst wird die Berücksichtigung seiner Lebensqualität in der klinischen Entscheidungsfindung immer deutlicher eingefordert. Ein Beitrag von Dr. Christian Wolfram und Prof. Dr. Norbert Pfeiffer.

Erfahrungsbericht

Eine wahrheitsgemäße Aussage und ihr juristisches Nachspiel…
Nach aktuellen Umfragen in der Bevölkerung genießen Ärzte das höchste Ansehen im Berufsranking. Damit verbunden sind hohe Erwartungen seitens der Patienten in Bezug auf Aufrichtigkeit und Glaubwürdigkeit des behandelnden Arztes. Nicht so im Fall der Mutter, die mit ihrem brilletragenden Kind in die Augenarztpraxis kam und anschließend eine Falschaussage einforderte. Ein Bericht von Dr. Georg Eckert.

Ergebnisse einer multizentrischen ­Verbandlinsenstudie (Teil 2)

Alle Linsen, die zu Behandlungszwecken Anwendung finden, werden als therapeutische Kontaktlinsen bezeichnet. Einen Unterbegriff stellen die Verbandlinsen dar, die vornehmlich zur Schmerzbekämpfung, zur lokalen Befundverbesserung bis hin zur Heilung eingesetzt werden. Die in diesem Beitrag dargestellte Studie umfasst die Auswertung von 702 Verbandlinsen, die in 16 deutschen Augenarztpraxen innerhalb des Zeitraums von 1994 bis 2003 angepasst wurden. Nach der Darstellung der Ergebnisse im ersten Teil, folgt in diesem Teil die Diskussion der Studienergebnisse. Ein Beitrag von Dr. Dieter Schnell.

Kontaktlinsen-assoziierte Akanthamöbenkeratitis

Die Akanthamöbenkeratitis ist eine insgesamt seltene Form der infektiösen Keratitis, die jedoch zunehmend häufiger bei Kontaktlinsenträgern beobachtet wird. Der wichtigste Risikofaktor für den Kontaktlinsenträger besteht im Umgang mit der Kontaktlinse nach Kontakt mit Wasser, da jeder Wasserkontakt eine potenzielle Kontamination mit dem Erreger darstellt. Auch die anschließende Reinigung der Kontaktlinsen mit entsprechenden Reinigungslösungen bietet keinen sicheren Schutz, da Akanthamöben gegenüber vielen Reinigungslösungen resistent sind. Infektionen werden nicht selten nicht oder nur sehr spät diagnostiziert, da das Anfangstadium ähnlich einer Konjunktivitis verlaufen kann und sogar ein vorübergehende Besserung auf lokale Antibiotika eintreten kann. Dr. Riad Khaireddin und Prof. Dr. Gisbert Richard stellen einen Fall vor.

Epiretinale Bestrahlung der CNV bei AMD

Betabestrahlung zur Reduzierung der Anti-VEGF-Injektionen
In der derzeit laufenden Cabernet-Studie (CNV Secondary to AMD Treated with BEta RadiatioN Epiretinal Therapy) wird prospektiv die Wirksamkeit und Sicherheit einer epiretinalen 24 Gy-Bestrahlung im Rahmen einer Vitrektomie in Kombination mit Ranibizumab (Lucentis®) untersucht. Ziel ist, die Anzahl der erforderlichen Anti-VEGF-Injektionen bei AMD zu verringern. Dr. Rainer Guthoff erläutert die Therapiestrategie dieser Studie

Meningeome mit Orbitabezug

Tumorkontrolle und Funktionserhalt als interdisziplinäre Herausforderung
Meningeome der Orbita und des periorbitalen Raumes stellen für alle behandelnden Disziplinen (Ophthalmologe, Neurochirurg, Radiochirurg und Radiotherapeut) eine besondere Herausforderung dar. Diese immer im interdisziplinären Ansatz zu therapierenden Tumore können zum einen aufgrund ihrer Lokalisation und Ausdehnung als auch hinsichtlich potentieller Funktionsstörungen und durch die therapeutische Intervention besondere Probleme aufweisen. Prof. Dr. Jörg-Christian Tonn von der Neurochirurgischen Klinik der Ludwig Maximilians Universität München und Priv.-Doz. Dr. Berndt Wowra vom Europäischen Cyberknife Zentrum München stellen unterschiedliche Manifestationen und jeweilige Behandlungsoptionen vor.

Kongress AAD 2009

Kongress AAD 2009

Interview mit Prof. Dr. Bernd Bertram
„Augenheilkunde im Spannungsfeld zwischen notwendiger und optimaler Versorgung“ lautet das Thema der diesjährigen Augenärztlichen Akademie (AAD), die als gemeinsame Fortbildungsveranstaltung von BVA und DOG vom 10. bis 14. März ihr zehnjähriges Jubiläum im Congress Center Düsseldorf feiert. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem 1. BVA-Vorsitzenden Prof. Dr. Bernd Bertram über Themen und Herausforderungen.