Autor: Katica Djakovic

Hornhautdicke nach LASIK

Evaluation der Präzision von Femto-sekunden- und Excimerlaser
Eine heute seltene, aber gefürchtete Komplikation bei LASIK stellt die iatrogene Keratektasie dar, die durch eine Gewebeschwäche bei einer zu geringen Reststromadicke nach LASIK verursacht wird. Dr. Melanie Bödemann, Dipl.-Ing. (FH) Oliver Klaproth und Prof. Dr. Thomas Kohnen (Frankfurt) stellen die Ergebnisse einer retrospektiv durchgeführten Untersuchung dar, deren Ziel es war, die Präzision des Femtosekunden- und des Excimerlasers durch die Auswertung konsekutiver intraoperativer Hornhautdickenmessung zu evaluieren.

Refractive Lenticule Extraction (ReLEx)

Neuer Ansatz in der refraktiven Laserchirurgie
Die so genannte Refractive Lenticule Extraction (ReLEx) stellt einen neuartigen und vielversprechenden Ansatz im Bereich der refraktiven Laserchirurgie dar: Das neue Verfahren ermöglicht erstmals, die Korrektur von Fehlsichtigkeiten nicht durch Laserablation mit einem Excimerlaser, sondern ausschließlich mit dem Femtosekundenlaser durchzuführen. Dr. Bertram Meyer (Köln) erläutert die Durchführung und stellt eigene Daten vor.

Veränderungen der kristallinen Linse bei Akkommodation

Simultane Messung von Wellenfront und Form
Eine erfolgreiche Behandlung der Presbyopie stellt nach wie vor eine der großen Herausforderungen der Augenheilkunde dar. Neue Intraokularlinsentechnologien für den refraktiven Linsenaustausch durch akkommodative Linsen nach Optik-Shift-Prinzipien oder durch Formänderungen erfordern jedoch neben subjektiven Tests der Lesefähigkeit beim Patienten auch objektive Messmethoden, die den Funktionsmechanismus bestätigen. Dr. Uwe Oberheide (Köln) stellt eine Gerätekombination aus Vorderabschnitts-OCT und Aberrometer vor, die eine simultane Messung der Wellenfront und Form der kristallinen Linse während der Akkommodation ermöglicht.

25. Jahrestagung der DGII in Frankfurt

Rückschau und Ausblicke der Ophthalmochirurgie
Vom 10. bis 12. Februar fand im Congress Center Frankfurt am Main die 25. Jahrestagung der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, Refraktive und Interventionelle Chirurgie (DGII) statt. Zum Jubiläumskongress konnten Tagungspräsident Prof. Dr. Michael Amon (Wien) und DGII-Präsident Prof. Dr. Thomas Kohnen (Frankfurt) rund 700 Teilnehmer willkommen heißen. Oliver K. Klaproth (Frankfurt) gibt einen Überblick über das wissenschaftliche Programm und die diesjährigen Preisträger.

Sub-Tenon-Injektion von Triamcinolon

Zur Behandlung des postoperativen zystoiden Makulaödems (CME)
Das zystoide Makulaödem (Irvine-Gass-Syndrom; cystoid macular edema, CME) ist eine Komplikation nach intraokularer Chirurgie. Obwohl diese Komplikation nicht selten und bereits sehr lange bekannt ist, existiert kein Goldstandard in der Therapie. Daniel M. Handzel, FEBO, (Augenklinik Dardenne, Bonn) und Dr. Sebastian Briesen, FEBO,  (Belenus Augenzentrum, Siegen) untersuchten in einer Fallserie von 21 Patienten die Sicherheit und Effektivität einer Sub-Tenon-Injektion von Triamcinolon.

Myfortic-Studie

Patienten mit intermediärer Uveitis gesucht
Myfortic ist ein Derivat der Mycophenolsäure, die sich international in zahlreichen retrospektiven Fallserien als bei Uveitis gut wirksames und zudem verträgliches Immunsuppressivum erwiesen hat und gegenwärtig im Off-Label-Use bei intermediärer Uveitis eingesetzt wird. Um die Datenlage und auch die Verordnungsfähigkeit zu erleichtern, soll die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Myfortic in einer forschungsinitiierten, klinischen Studie untersucht werden. Dr. Christoph Deuter (Tübingen) erläutert unter anderem die Einschlusskriterien der Studie, für die Patienten gesucht werden

Patientenveranstaltungen zur AAD

AMD und Glaukom
Im Rahmen der AAD fanden zwei Patientenveranstaltungen statt, die vom BVA in Zusammenarbeit mit dem Initiativ-kreis zur Glaukomfrüherkennung sowie der Pro Retina Deutschland durchgeführt wurden. Dr. Ronald D. Gerste und Sandra Moqaddem, Vertreter der beiden Patientenorganisationen, fassen die Eindrücke der Veranstaltungen zusammen.

Einsatz von Anti-VEGF bei der akuten Frühgeborenenretinopathie

Bei aggressiven posterioren Formen der akuten Frühgeborenenretinopathie (RPM) könnte die Anti-VEGF-Therapie eine Alternative sein. Im Rahmen von multizentrischen Studien und in individuellen Therapieversuchen wird derzeit sowohl die alleinige Injektion von Bevacizumab als Monotherapie als auch die Kombination mit konventioneller Lasertherapie untersucht. Der folgende Beitrag stellt die kürzlich publizierten Ergebnisse der randomisierten multizentrischen Studie BEAT-ROP vor und berichtet über die Anwendungsbeobachtungen an der Gießener Universitäts-Augenklinik durch die Arbeitsgruppe Prof. Dr. Birgit Lorenz, Ramona Neutzner, Dr. Monika Andrassi-Darida, Dr. Yaroslava Wenner, Dr. Mechthild Hubert, Prof. Dr. Reinald Reppund Dr. Melanie Jäger.

Serie Auge und Sehen: Das Lacrimarium

Um kaum einen Gegenstand aus der Geschichte der Augenheilkunde ranken sich mehr Geheimnisse als um die so genannten Tränenfläschchen. Dabei handelt es sich um kleine Fläschchen aus Glas, die sich in der Antike im Mittelmeerraum oft als Grabbeigaben finden. Die Archäologen bezeichnen diese kleinen bauchwandigen Glasgefäße als Lacrimé, Tränengläschen, Tränenfläschchen oder Tränenflakon. Die lateinische Bezeichnung war treffend das Lacrimarium. Auch das Wort Ophtiole, es ist griechischen Ursprungs, war dafür in Gebrauch. Die ältesten dieser Flakons dürften wohl vor 3.500 Jahren entstanden sein, die schönsten finden sich in römischer Zeit, sie wurden in Kleinasien ausgegraben.

Fall: Zahnfleischschwellung und Visusreduktion

Die Häufigkeit von Netzhautgefäßverschlüssen korreliert mit zunehmendem Alter, aber nur etwa 10 bis 15 Prozent der Patienten mit venösem Gefäßverschluss sind jünger als 50 Jahre. Besonders bei diesen jungen Patienten ist es wichtig, neben den bekannten Risikofaktoren auch nach weiteren Begleitsymptomen zu suchen, wie zum Beispiel der Anämie, der hämorrhagischen Diathese, einem Hyperviskositätssyndrom oder einer Gingivahyperplasie. Ist eine kardiovaskuläre Genese eher unwahrscheinlich, muss auch an sekundäre Veränderungen im Rahmen einer Leukämie gedacht werden. Dr. Michael Haustein, Dr. Jana Babatz, Dr. Falk Sommer, Conrad Hoffmann, Prof. Lutz E. Pillunat und Dr. Dirk Sandner schildern den Fall einer Patientin, die sich in der Universitäts-Augenklinik Dresden vorstellte.