Autor: Katica Djakovic

Niederdruckglaukome – neue diagnostische und therapeutische Ansätze

Die Definition des Glaukoms wurde in den letzten Jahren überarbeitet, insbesondere hinsichtlich der Aufnahme der Normaldruckglaukome (NDG) in das Krankheitsbild der Glaukome. Heutzutage wird ein erhöhter Augeninnendruck nicht mehr zu den Definitionskriterien des primären Offenwinkelglaukoms (POWG) gezählt, sondern lediglich als wichtiger Risikofaktor angesehen, während das NDG als Sonderform des POWG gilt. Eine klare Abgrenzung des NDG von anderen Glaukomformen ist für das weitere Vorgehen und die Prognose der Erkrankung außerordentlich wichtig. Prof. Dr. Georg Michelson und Dr. Delia Bendschneider stellen die Pathogenese dar und erläutern die aktuellen diagnostischen und therapeutischen Ansätze bei diesem Krankheitsbild.

Nordic Congress of Ophthalmology

Organisiert von den nationalen ophthalmologischen Vereinigungen Dänemarks, Finnlands, Islands, Norwegens und Schwedens findet in zweijährigem Turnus der Nordic Congress of Ophthalmology (NOK) statt, der ein viertägiges Kongressprogramm mit europäischen und amerikanischen Referenten bietet. Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) hat sich einen Eindruck von der letztjährigen Tagung der nordischen Kollegen in Reykjavik verschafft.

Bericht vom 20. Deutschen Hautkrebs-Kongress in Kiel

Hautkrebs: Neues und Wichtiges für die Ophthalmologie
Die Haut der Lider und im weiteren Sinne auch diejenige der Periorbitalregion ist unter dem Aspekt der Funktion Teil der Ophthalmologie, von der Gewebestruktur her aber ureigenes Gebiet der Dermatologie. Optimale Diagnostik und Therapie der Tumoren dieses Gebietes erfordern sowohl dermatologisches als auch ophthalmologisches Wissen und Können in gleichem Maße, so dass hier gemeinschaftliches, interdisziplinäres Denken und Handeln angezeigt sind. Dr. Udo Hennighausen (Heide) besuchte den 20. Deutschen Hautkrebs-Kongress in Kiel 2010 und fasst die für die Augenheilkunde wesentlichen Aspekte und Botschaften der Tagung zusammen.

Anlagetipps „zum Anfassen“

Dr. Georg Eckert (Senden) ist niedergelassener Augenarzt, Pressereferent des BVA und in seiner Freizeit leidenschaftlicher Börsianer. Die von ihm verfassten Anlegetipps, die „Privatanlegerbibel“, erschien im letzten Jahr in 1. Auflage und war nach wenigen Monaten ausverkauft. Darin vermittelt der Autor dem Privatanleger die Gesetzmäßigkeiten der Börse sehr anschaulich und bietet „weniger Theorie“ und dafür mehr „Regeln zum Anfassen“. Derzeit ist die 2. Auflage in Vorbereitung.

Unbekannte Surfactant-Proteine der Augenoberfläche

Neue Gruppe von Proteinen mit Einfluss auf das Sicca-Syndrom
Mit Hilfe umfassender Genomanalysen und klassischer Molekularbiologie konnte kürzlich die Existenz von zwei bislang unbekannten Surfactant-Proteinen nachgewiesen werden. Basierend auf den zur Verfügung stehenden Daten werden sie als SFTA 2 (SP-G) und SFTA 3 (SP-H) bezeichnet. Diese noch unbekannten Proteine besitzen keine sequenzielle Homologie zu den bekannten Surfactant-Proteinen und könnten somit eine neue Gruppe von oberflächenaktiven oder immunologischen Proteinen darstellen, die einen Einfluss auf die Funktionalität und Stabilität des Tränenfilms haben. Ein Beitrag von Dipl.-Biol. Martin Schicht (Halle/Saale).

BVA begrüßt geplante Gesetzesänderungen zu MVZ

Der am vergangenen Freitag vorgelegte Arbeitsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) zum Versorgungsgesetz enthält wichtige Änderungen zu den Medizinischen Versorgungszentren (MVZ). Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) begrüßt diese geplanten Gesetzesänderungen, da er in einer freiberuflich-selbständigen Tätigkeit “eindeutige Vorteile für eine bestmögliche augenärztliche Patientenversorgung im ambulanten Bereich” sieht.

CATT-Studie: Gemeinsame Stellungnahme von DOG, RG und BVA

Die Ergebnisse der CATT-Studie ─ der ersten Vergleichsstudie zu Ranibizumab (Lucentis®) und Bevacizumab (Avastin®) zur Behandlung der feuchten altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) ─ sind auf dem derzeit in Fort Lauderdale stattfindenden Kongress der ARVO (Association for Research in Vision and Ophthalmology) vorgestellt worden. Hierzu haben die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), die Retinologische Gesellschaft (RG) und der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) heute eine gemeinsame Stellungnahme herausgegeben:

Interview mit Dr. Armin Scharrer zum DOC-Kongress 2011

„Gleiches Geld für gleiche Leistung“
Vom 19. bis 22. Mai findet, in diesem Jahr wieder in Nürnberg, der 24. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) statt. DER AUGENSPIEGEL sprach anlässlich der Jahrestagung mit Dr. Armin Scharrer (Fürth), DOC-Präsident und 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Ophthalmo Chirurgen e.V. (BDOC) über die diesjährige Jahrestagung und die aktuellen Herausforderungen in der Ophthalmochirurgie.

Jahrestagung der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD) 2011

Entscheidungswege in der Augenheilkunde
Nach einem Gastspiel in Berlin ist die Jahrestagung der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD) in diesem Jahr wieder an den Rhein zurückgekehrt: Mit rund 4.500 fortbildungswilligen Teilnehmern und einschließlich Industrie rund 5.600 Gesamtbesuchern wurden fast annähernd die zuletzt in Düsseldorf verzeichneten Zahlen erreicht. Zum Hauptthema „Differentialdiagnostische Entscheidungswege in der Augenheilkunde“ boten die Referenten in einem umfangreichen Vorlesungsreigen diagnostische und therapeutische Entscheidungen auf der Basis aktuellen Wissens dar. Diskutiert wurde aber auch das Dilemma in der augenärztlichen Grundversorgung durch die innovativen Möglichkeiten einerseits und die Finanzierungsbegrenzung in der Versorgung andererseits. Berufspolitisch interessierte vor allem die anstehende Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte. Ein Bericht von Ulrike Lüdtke.

 

Was Patienten wollen…

Können die Erwartungen von Patienten erfüllt werden, so führt das zu guter Compliance und ist Voraussetzung für den Erfolg der Praxis. Jedoch nicht immer sind individuelle Erwartungen erfüllbar oder auch erkennbar. Dr. Johannes Bräuning, MBA,  über die Schwierigkeit herauszufinden, was Patienten wollen, wie man ihren Wünschen auf die Spur kommt und sie durch die Erfüllung ihrer Bedürfnisse möglichst an die eigene Praxis bindet.