Tagungsberichte

Jubiläumstagung der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Aachen (Teil 1)

Die ophthalmohistorisch ausgerichtete Julius-Hirschberg-Gesellschaft (JHG) blickte zur diesjährigen Jahrestagung auch auf ihre eigene Geschichte zurück: Vor 30 Jahren erfolgte in Aachen die Gründung der Gesellschaft, die sich der Beschäftigung mit der Geschichte der Augenheilkunde verschrieben hat. Somit war es dem JHG-Organisationskomitee auch ein ganz besonderes Anliegen, mit dem diesjährigen Jubiläumskongress an den Ort der Gründung zurückzukehren. Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) berichtet über die diesjährige Jahrestagung, die vom 7. bis 9. Oktober nach Aachen eingeladen hatte.

114. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG)

Wissenschaft, Ökonomie und Empathie
Rund 4.600 Teilnehmer verzeichnete der diesjährige Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft in Berlin. Zum Leitthema „Augenheilkunde – ein großes Fach“ machte Kongresspräsident Prof. Horst Helbig auf die quantitativen und qualitativen Herausforderungen des Faches aufmerksam, das rund 32 Millionen Patientenkontakte pro Jahr im niedergelassenen Bereich sowie einen weiter wachsenden Versorgungsbedarf verzeichnet. Mit der Einladung des Theologen und Direktor des Regensburger Caritasverbandes Dr. Roland Batz als Festredner regte er aber auch zum Nachdenken über ärztliche Ethik und Patientenwohl an. Ein weiterer Höhepunkt war die Verleihung der Albrecht-von-Graefe-Medaille an den Tübinger Wissenschaftler Prof. Eberhart Zrenner. Ein Bericht von Ulrike Lüdtke M.A.

66. Tagung der Vereinigung Norddeutscher Augenärzte (VNDA)

Zur diesjährigen 66. Tagung der Vereinigung Norddeutscher Augenärzte (VNDA) hatte Dr. Bernhard Bambas Ende Mai nach Bad Segeberg eingeladen. Neben Referaten zu den ophthalmologischen Hauptthemen standen auch ein juristisches Consilium sowie eine berufspolitische Podiumsdiskussion zur „Zukunft der Augenheilkunde 2030“ auf dem Programm dieser Jahrestagung, über die Dr. Udo Hennighausen (Hamburg) berichtet.

Kongress DOG 2016

Interview mit DOG-Kongresspräsident Prof. Horst Helbig zum 114. Jahreskongress
Vom 29. September bis 2. Oktober lädt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) nach Berlin zu ihrem jährlichen Fortbildungskongress ein. Das Spannungsfeld, in dem sich ärztliches Handeln bewegt, eine erstrebenswerte Transparenz im Umgang mit Fehlern und Fehlentscheidungen und auch die Notwendigkeit von Epidemiologie und Versorgungsforschung sind Aspekte des diesjährigen Kongresses, wie der DOG-Präsident Prof. Horst Helbig im Gespräch mit dem AUGENSPIEGEL erläutert.

Berliner Immunologie Seminar 2016

Monitoring entzündlicher Augenerkrankungen
Unter dem Titel „Monitoring bei entzündlichen Augenerkrankungen: Wie? Wann ? Was?“ stand das diesjährige Berliner Immunologie Seminar (BIS) im Kaiserin-Friedrich-Haus in Berlin-Mitte. Welche Erkenntnisse sich aus einem systematischen Monitoring zu unterschiedlichen Aspekten wie unter anderem dem Einsatz von Biologika-Therapien oder der Adhärenz-Problematik ableiten lassen, stellten die Referenten auch aus interdisziplinärer Perspektive dar. Dr. Dominika Pohlmann und Prof. Uwe Pleyer (Berlin) fassen einige ausgewählte Fragestellungen und Ergebnisse zusammen.

29. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC)

Versorgung, Vergütung und Kooperationen
Unter dem Motto „Welcome back“ tagte der 29. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) vom 9. bis 11. Juni in diesem Jahr wieder in Nürnberg. Neben dem gewohnt umfassenden wissenschaftlichen Programm standen diesmal aus aktuellem Anlass auch einige berufspolitische Themen zur Diskussion: Zum einen sorgte das jüngst vom Bundestag verabschiedete „Gesetz zur Bekämpfung der Bestechung und Bestechlichkeit im Gesundheitswesen“ für ein überfülltes Symposium und viele offene Fragen, zum anderen interessierten angesichts der geplanten neuen Gebührenordnung Aspekte der Honorierung sowie die Frage, wie ambulantes Operieren konkurrenzfähig gemacht werden kann. Von Katica Djakovic.

Interdisziplinäre Tagung zu Erblindung und Blindheit

Zu einer von der Dr. Gabriele Lederle-Stiftung geförderten Tagung mit dem Thema „Geschichte, Gegenwart und Zukunft von blinden und erblindeten Menschen aus interdisziplinärer Perspektive“ hatten Prof. Alexa Klettner, Universitäts-Augenklinik Kiel, und Prof. Gabriele Lingelbach, Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität Kiel, gemeinsam eingeladen. So kamen vom 17. bis 19. März dieses Jahres Teilnehmer aus Wissenschaft und Praxis in der Universitätsstadt an der Förde zusammen, um das Thema Blindheit nicht nur aus der Sicht der Medizin und der Naturwissenschaften, sondern auch unter Aspekten der Geschichts-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften im gemeinschaftlichen Dialog zu behandeln. Von Dr. Udo Hennighausen (Hamburg).

Kongress DOC 2016

Interview mit DOC-Präsident Dr. Armin Scharrer zum 29. Jahreskongress
Nach einem Abstecher nach Leipzig im vergangenen Jahr lädt der 29. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) wieder traditionell nach Nürnberg ein. Auch in diesem Jahr prägen Highlights wie die internationalen Ehrenvorlesungen und Keynote Lectures das wissenschaftliche Programm. In einer berufspolitischen Podiumsdiskussion sowie einem Symposium werden die aktuell diskutierten Themen GOÄ und das angekündigte Antikorruptionsgesetz erörtert und debattiert. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Dr. Armin Scharrer (Fürth), DOC-Präsident und 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Ophthalmochirurgen e.V. (BDOC), über den diesjährigen Kongress.

„Rückblick und Ausschau“

100. Jahrestagung der Baden-Württembergischen Augenärztlichen Vereinigung in Stuttgart
Zur 100. Jahrestagung der Baden-Württembergischen Augenärztlichen Vereinigung (BWAV), die unter dem Motto „Rückblick und Ausschau – Ophthalmologie im Wandel der Zeit“ stand, hatte Prof. Florian Gekeler, Direktor der Augenklinik am Katharinenhospital Stuttgart, in die Landeshauptstadt am Neckar eingeladen. Dr. Udo Hennighausen (Hamburg) berichtet über die zweitägige Jubiläumsveranstaltung, zu der sich rund 400 Teilnehmer Ende Februar im Kursaal Bad Cannstatt einfanden.

AAD 2016: Zur gemeinsamen Fortbildungstagung von BVA und DOG

Kompromisse gefordert
„Augenheilkunde im Spannungsfeld zwischen Studien und ‚real life‘“ prägte als Leitthema der diesjährigen Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD) die Hauptvorlesungen, in denen Referenten zu ausgewählten fachlichen Fragestellungen Studiendaten und klinische Erfahrungen in ihrer jeweiligen Relevanz für die Praxis diskutierten. Ein Spannungsfeld, das zudem aber auch eine gesundheitspolitische Dimension umfasste, wie zum Auftakt der Fortbildungstagung in der Kritik des BVA-Vorsitzenden Prof. Bernd Bertram an der G-BA-Methodenbewertung deutlich wurde. Und schließlich zeigte sich auch berufspolitisch die Konfrontation von Theorie und Alltagswirklichkeit: Dr. Bernhard Rochell, einer der Verhandlungsführer der Bundesärztekammer (BÄK) für die GOÄ-Reform und AAD-Gastreferent beim Berufspolitischen Symposium, warnte vor zu hohen Erwartung an die neue Gebührenordnung und warb für eine kompromissbereite, realpolitische Einstellung. Von Ulrike Lüdtke.