Kurznachrichten

„Meilenstein in der Langzeitkultivierung von Gewebe gesetzt“

Forschern der Universität Leipzig ist es erstmals gelungen, mit einem neu entwickelten Verfahren adultes Gewebe über einen längeren Zeitraum zu erhalten. Wirkstoffe können so direkt in der Petrischale getestet werden. Tierversuche und klinische Studien am Menschen werden dadurch überflüssig. Eine komplette Netzhaut etwa kann nun im Labor kultiviert und erforscht werden.

Prof. John Marshall mit Junius-Kuhnt-Award ausgezeichnet

Prof. John Marshall mit Junius-Kuhnt-Award ausgezeichnet

Der britische Physiker Prof. John Marshall ist im Rahmen des „Makula Update 2012“ am vergangenen Freitag in Neuss mit dem 6. Junius-Kuhnt-Award geehrt worden. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird seit 2007 an Ophthalmologen, aber auch Grundlagenwissenschaftler anderer Fachbereiche verliehen, die für die Therapie und Erforschung der AMD Außergewöhnliches geleistet haben. Der Junius-Kuhnt-Award wird gemeinsam von der Universitäts-Augenklinik Bonn, vertreten durch Prof. Dr. Frank G. Holz, und Novartis Pharma GmbH Nürnberg, vertreten durch Susanne Kohout, getragen.

Massen-Screening zur Augengesundheit in China mit deutscher Unterstützung

Mit dem „Beijing Eye Public Health Care Project“ ist in China auf Basis der Telemedizin eine Infrastruktur für das Massen-Screening von älteren Menschen entwickelt und deren Effizienz gemessen worden. Mehr als 560.000 Bewohner der ländlichen Region um Peking (Greater Beijing) im Alter von 55 bis 85 Jahren – und damit mehr als 80 Prozent der Zielgruppe – folgten dem Aufruf des dortigen öffentlichen Gesundheitswesens und ließen ihren Augenstatus erfassen, berichtet die Universität Mannheim.

Kolloquium: Forschung für das Sehen

Am 25. April 2012 um 17 Uhr findet das erste gemeinsame Kolloquium der Augenklinik am Universitätsklinikum Aachen (UKA) und ACTO im Hörsaal 2 des Universitätsklinikums Aachen statt. Die Augenklinik am UKA und ACTO, das Aachener Centrum für Technologietransfer in der Ophthalmologie, verbindet eine enge Kooperation. Die komplementären Forschungsfelder beider Einrichtungen sind strukturell miteinander verbunden und können sich gegenseitig beflügeln. Ein Weg dies zu erreichen, sei es, diese Arbeiten einem größeren Kreis vorzustellen, teilt ACTO mit.

DOG kritisiert Anti-IGeL-Antrag der SPD

Die SPD hat einen Antrag („IGeL-Eindämmungsgesetz“) in den Deutschen Bundestag eingebracht, der überflüssige Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) eindämmen soll. Als Beispiel für diese verzichtbaren Untersuchungen führt sie die Glaukom-Vorsorge an. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) widerspricht dieser Darstellung: Die Glaukom-Vorsorgeuntersuchung ist sinnvoll und notwendig, betont die DOG in einer Mitteilung.

Neue Erkenntnisse in der Forschung zum Bewegungssehen

Tübinger Wissenschaftler vom Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN) und vom Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik haben nach eigener Mitteilung mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie zwei Gehirnareale im Menschen identifiziert, die die Augenbewegungen mit der visuellen Bewegung auf der Netzhaut vergleichen, um bewegte Objekte korrekt wahrzunehmen.

AAD 2012: Augenärzte blicken über die Grenzen des Fachs

Eine Routineuntersuchung beim Augenarzt gibt nicht nur Aufschluss über die Gesundheit des Sehorgans; beim diagnostischen Blick ins Auge können auch Bluthochdruck, Diabetes oder eine rheumatische Krankheit auffallen. Die komplexen Zusammenhänge zwischen den Augen und dem gesamten Organismus des Menschen stehen im Mittelpunkt der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD) 2012. Etwa 5000 Teilnehmer werden an der Fortbildungstagung, die bis Samstag, 24. März in Düsseldorf stattfindet, teilnehmen.

AAD-Kongress: ‘Augenheilkunde interdisziplinär’

Die Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD), eine Fortbildungsveranstaltung vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG), lädt ab heute zur Jahrestagung nach Düsseldorf ein. „Augenheilkunde interdisziplinär“ lautet in diesem Jahr das Hauptthema der Tagung, die vom 20. bis 24. März 2012 ein umfangreiches Programm bietet. Zur Tagung erwarten die Veranstalter mehr als 5.000 Teilnehmer.