RUB: Neue Methode zur Behandlung von Gesichtsfeldausfällen
Patienten mit einem halbseitig blinden Sehfeld profitieren davon, Schallreize auf der beeinträchtigten Seite zu hören, berichten Wissenschaftler der RuhrUniversität Bochum (RUB). Nachdem die Patienten eine Stunde lang passiv Tönen gelauscht hatten, habe sich ihre Wahrnehmung von Lichtreizen in der blinden Sehfeldhälfte signifikant verbessert. Verantwortlich für diesen Effekt sind Nervenbahnen, die Informationen verschiedener Sinne gleichzeitig verarbeiten. „Wir haben damit einen völlig neuen Weg der Therapie beschritten“, sagt Priv.-Doz. Dr. Jörg Lewald aus der RUB-Arbeitseinheit Kognitionspsychologie.

