Kurznachrichten

Initiativkreises zur Glaukomfrüherkennung bietet kostenfreie Service-Hotline

Der Initiativkreis zur Glaukomfrüherkennung bietet jeden Montagnachmittag von 16 bis 18 Uhr eine kostenfreie Glaukom-Hotline an. Unter der Rufnummer 0800 – 800 88 80 beantwortet der Augenarzt und Glaukomexperte Dr. Ronald Gerste, der auch Generalsekretär des bundesweiten Initiativkreises ist, alle Fragen rund um das Thema Glaukom: von den Risiken der Augenerkrankung, von der hier zu Lande bereits rund eine Million Menschen betroffen sind und die jedes Jahr 1.300 neue Erblindungen in Deutschland verursacht, bis hin zu Früherkennungs- und Behandlungsmöglichkeiten. Darauf weist der Initiativkreis in einer Mitteilung hin.

Sehnerven-Check zur Weltglaukomwoche

Anlässlich der Weltglaukomwoche vom 11. bis 17. März 2012 empfiehlt der Berufsverband der Augenärzte allen Menschen ab dem 40. Lebensjahr, zur Früherkennungsuntersuchung. Mit einer kombinierten Untersuchung von Sehnervenkopf und Augeninnendruck können Augenärzte ein Glaukom (Grüner Star) schon frühzeitig feststellen – lange bevor Patienten selbst etwas von der Krankheit bemerken.

2. Euretina Winter Meeting 2012

Zum 2. Euretina Winter Meeting fanden sich 270 Teilnehmer aus über 30 Ländern zusammen. Da habe sich die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt, teilt die Universität Hamburg mit. Die Veranstaltung der Euretina (Präsident: Prof. Dr. Gisbert Richard, Hamburg) tagte zum Thema „Innovation im Management von retinalen Erkrankungen“ am 28. Januar 2012 im Hotel Waldorf Astoria Cavalieri Hilton in Rom und führte Grundlagenforscher und Retinologen mit dem Ziel zusammen, neueste Erkenntnisse im Bereich der Bildgebung, der Hirnforschung, von Regenerationen und Degenerationen der Netzhaut, von der Entwicklung bei Stammzellen, des Gentransfers und der Zirkulationserkrankung zu diskutieren.

DOG: Schaden für medizinische Versorgung durch drittes Pflichttertial für Studierende?

Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) und die Vereinigung der Ophthalmologischen Lehrstuhlinhaber (VOL) lehnen es ab, das frei wählbare dritte Tertial für Medizinstudierende im Praktischen Jahr (PJ) durch einen allgemeinmedizinischen viermonatigen Pflichtabschnitt zu ersetzen. Der vor dem Bundesrat eingebrachte Antrag enge nicht nur die Berufswahl von jährlich rund 11.000 Studierenden der Humanmedizin ein, so DOG und VOL. Das Vorhaben gefährde auch die medizinische Versorgung von Patienten in Deutschland, da der ärztliche Nachwuchs bestimmte Fachgebiete kaum noch kennenlernen könnte. Der Zugang zur Vielfalt der Fächer müsse unbedingt gewahrt bleiben, fordert die DOG.

DOG: Glaukomrisiko durch Kombi-Untersuchung prüfen

Etwa ein Prozent der über 40-Jährigen leidet nach Angaben der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) an einem Glaukom und noch immer erblinden Patienten daran, obwohl es vermeidbar wäre. Um rechtzeitig einschreiten zu können, sind regelmäßige Kontrollen von Augeninnendruck und Sehnerv notwendig, betonen Glaukom-Experten der DOG. Der Augeninnendruck lässt sich medikamentös senken, Schäden durch ein Glaukom sind jedoch unumkehrbar – darauf weist die wissenschaftliche Gesellschaft in einer Mitteilung hin.

Trockene AMD: Stammzelltherapie mit iPS-Zellen

Wissenschaftler der Universitäts-Augenklinik Bonn haben zusammen mit ihren Kollegen in den USA einen Weg gefunden, wie sich die von altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) betroffenen Zellen des retinalen Pigmentepithels im Auge ersetzen lassen könnten: Sie programmierten Hautzellen eines Menschen erfolgreich in das Stadium embryonaler Stammzellen zurück und gewannen daraus gesunde retinale Pigmentepithelzellen, die sie erkrankten Ratten unter die Netzhaut transplantierten. Bei den Tieren konnte so der fortschreitende Untergang der Sehzellen gestoppt werden. Die Forscher publizierten ihre Ergebnisse jetzt in der Fachzeitschrift „Stem Cells Translational Medicine“.

DGFG: Zahl der Gewebespender deutlich gestiegen

Die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) hat im vergangenen Jahr 22 Prozent mehr Gewebetransplantate an Patienten vermittelt. Insgesamt haben 1.592 Menschen im gemeinnützigen Netzwerk der DGFG Gewebe gespendet. Die Zahl derjenigen, die nach ihrem Tod anderen Menschen mit einer Gewebespende geholfen haben, ist damit um fast 10 Prozent gestiegen, meldet die DGFG. So wurden 2011 zum Beispiel 2.017 Augenhornhäute an Patienten zur Transplantation vermittelt, 240 mehr als im Vorjahr. Die Gewebespende entwickele sich im Gegensatz zur Organspende weiter positiv.

Greifswald: Erste minimal-invasive Schieloperationen bei Kindern

An der Greifswalder Universitäts-Augenklinik sind die ersten drei Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren erfolgreich minimal-invasiv operiert worden. „Während in anderen Bereichen der Augenheilkunde die so genannte Schlüsselloch-OP bereits Standard ist, ist dieses Verfahren in der Strabologie (Fachgebiet Schielen) noch relativ neu“, sagte der Direktor der Universitätsaugenklinik, Prof. Stefan Clemens. „Für unsere kleinen Schielpatienten bedeutet dies vor allem, dass die Eingriffe wesentlich schonender und komfortabler durchgeführt werden können.“ Nach Mitteilung der Universität Greifswald sind rund sieben Prozent der Bevölkerung von einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Fehlstellung der Augen, die zum Schielen führt, betroffen. Die Folge sind das Sehen von Doppelbildern oder die Schwachsichtigkeit.