Die Gesundheitsreform steht – wie geht es weiter?
Niedergelassene Augenärzte blicken derzeit in eine ungewisse Zukunft: Was die Gesundheitsreform für ihre Honorarsituation bringen wird, lässt sich derzeit noch kaum abschätzen.
Niedergelassene Augenärzte blicken derzeit in eine ungewisse Zukunft: Was die Gesundheitsreform für ihre Honorarsituation bringen wird, lässt sich derzeit noch kaum abschätzen.
Das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz ist in Kraft. Das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz soll im April kommen. Der AUGENSPIEGEL wollte wissen, wie Augenärzte auf die Reformen reagieren.
Ambulant tätige Augenärzte erhalten durch das neue Vertragsarztrecht mehr Möglichkeiten, ihren Berufsalltag zu gestalten. So können sie zum Beispiel an zwei Orten Sprechstunden anbieten. Das hat Vorteile, wie das Beispiel einer überörtlichen Gemeinschaftspraxis im Münsterland zeigt.
Zum Völklinger Brillenurteil
Wieder einmal musste sich ein Gericht mit der Frage befassen, ob eine verordnete Brille „falsch“ sei. Das ist per se zwar kein weltbewegendes Ereignis, für den refraktionierenden Augenarzt aber dürfte gerade diese banale und alltägliche Fragestellung von Interesse sein, erlebt man ähnliches doch in jeder Praxis. Dr. Werner D. Bockelmann fasst den Hergang samt Gerichtsurteil zusammen und setzt sich mit den im Verfahren aufgetauchten Fragen auseinander.
Das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz bietet zusätzliche Möglichkeiten
Ärzte aller Fachrichtungen unter einem Dach wie hier im größten deutschen Medizinischen Versorgungszen-trum (MVZ) Polikum in Berlin? Nach dem Willen der Politik gehört diesem Modell die Zukunft. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, wie Augenärzte ihren Beruf zur eigenen und zur Zufriedenheit ihrer Patienten gestalten können. Der AUGENSPIEGEL hat drei ambulant tätige Augenärzte dazu befragt, welche neuen Perspektiven sie für sich durch das geänderte Vertragsarztrecht sehen.
Der offizielle Referentenentwurf zur Gesundheitsreform ruft allerorten scharfe Kritik hervor. Eine neue Qualität gewinnt der Protest der Ärzte gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung. Bei weitem nicht nur der Berufsverband der Augenärzte spricht vom Systemausstieg.
Die Augenkliniken in Deutschland stehen vor neuen finanziellen Herausforderungen. Bereits die Tarifabschlüsse mit dem Marburger Bund und verdi bedeuten einen Kostenschub. Nun sollen die Kliniken noch einen „Sparbeitrag“ zur Gesundheitsreform leisten. Klinik-Ophthalmologen fürchten um die Qualität.
BVA, BDOC und DOG einig in Kritik
„Verworren, mutlos, unausgegoren“ – seit die Bundesregierung ihre Eckpunkte zur Gesundheitsreform vorgelegt hat, hagelt es Kritik von allen Seiten. Auch Ophthalmologen beäugen die aktuellen Reformbemühungen mit Skepsis.
Das Reformrad im Gesundheitswesen dreht sich weiter. Wie angekündigt hat das Bundeskabinett vor der Sommerpause Eckpunkte zur Gesundheitsreform beschlossen. Sie sollen wesentliche Neuerungen im Honorarsystem der niedergelassenen Ärzte bringen. Zeitgleich hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung ein Honorarkonzept vorgelegt.
Mit abgestimmten Eckpunkten zu einer großen Gesundheitsreform lässt die Bundesregierung auf sich warten. Doch für Änderungen im Vertragsarztrecht hat das Gesundheitsministerium schon mal einen Referentenentwurf vorgelegt. Der sieht unter anderem vor, dass die Vergütung der niedergelassenen Ärzte erst ab 2009 geändert wird.