Autor: Ulrike Lüdkte

Allergien am Auge

Allergische Reaktionen zählen zu den häufigsten und am weitesten verbreiteten Krankheitsbildern in einer ärztlichen Praxis. Die exponierte Lage des Auges führt nach lokaler Exposition mit dem Allergen zur raschen Beteiligung der vorderen Augenabschnitte. Im folgenden Beitrag diskutieren Dr. Hans-Walter Roth, Dr. Gregor Nietgen und Dr. Alice Nietgen das subjektive Beschwerdebild, die typischen klinischen Befunde an Lidern und Bindehaut, ihre ätiologischen Komponenten sowie die Therapie.

10 Jahre LIONS-Hornhautbank Homburg/Saar

10 Jahre LIONS-Hornhautbank Homburg/Saar

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der LIONS-Hornhautbank Saar-Lor-Lux, Trier/Westpfalz in Homburg/Saar findet am 13. März der erste internationale Homburger Hornhauttag statt. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Prof. Dr. Berthold Seitz, Direktor der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum des Saarlandes UKS, über die derzeitige Situation der Hornhauttransplantation in Deutschland sowie die eintägige Homburger Fortbildungsveranstaltung.

Fallbericht: Atypische Retinochorioiditis bei immunsupprimierter Patientin

Eine Retinochorioiditis bei stark immunsupprimierten Patienten kann eine klinische Herausforderung bedeuten, da sich häufig atypische und foudroyante Verläufe zeigen. Dr. Silvia Zarmas-Röhl und Priv.-Doz. Dr. Anja Liekfeld berichten über eine atypische Retinochorioiditis bei einer 59-jährigen Patientin mit chronisch lymphatischer Leukämie.

AMD-Therapie: Pro Retina sieht sich in Kritik an Kassen bestätigt

Ein wissenschaftlicher Evidenzbericht im Auftrag des Verbandes der Ersatzkassen (VdEK) bestätige die Kritik der Patientenorganisation PRO RETINA Deutschland e.V. an der Versorgung von Patienten, denen Altersblindheit droht, heißt es in einer Mitteilung der Patientenorganisation. Gemeinsam mit vier weiteren Verbänden hatte die Pro Retina vergangenen November in einem offenen Brief eine Aufnahme der AMD-Therapie in den gesetzlichen Leistungskatalog gefordert.

AMD-Therapie: Freier Zugang zu wissenschaftlich geprüften Medikamenten gefordert

Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) und die Retinologische Gesellschaft (RG) fordern bei der Therapie der Altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) unter Betonung der Arzneimittelsicherheit und der evidenzbasierten Medizin den freien Zugang zu wissenschaftlich geprüften Medikamenten. Darüber hinaus befürworten die Experten ein transparentes, bundeseinheitliches Vorgehen der Kassen, das im Interesse der Patienten eine rechtzeitige Therapieeinleitung ohne bürokratische Hürden gestattet.

ESCRS erklärt 2010 zum „Jahr der LASIK“

Die European Society of Cataract and Refractive Surgery (ESCRS) hat 2010 zum „Jahr der LASIK“ ausgerufen. Begründet wurde dies damit, dass sich die LASIK 20 Jahre nach ihrer Einführung weltweit etabliert habe und als ausgereiftes, medizinisch anerkanntes Verfahren zur operativen Korrektur von Fehlsichtigkeit gelte. Millionenfach angewandt stelle diese Methode mit einem Anteil von etwa 90 Prozent den häufigsten Eingriff der operativen Sehfehlerkorrektur dar, teilte der Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie (VSDAR) mit.

Sicca-Syndrom: Weltweit erste Transplantation einer Unterkieferspeicheldrüse von Mensch zu Mensch

Am 4. Februar 2010 erfolgte in der Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, weltweit erstmals die Verpflanzung einer Unterkieferspeicheldrüse von Mensch zu Mensch. Das Ziel des Eingriffs ist die permanente Befeuchtung der Augenoberfläche eines 43-jährigen Patienten, teilte die Universität mit.

BVA rät: Farbige Kontaktlinsen vom Augenarzt anpassen lassen

Sie sind bunt, grell und exotisch: Farbige oder mit Motiven bedruckte Kontaktlinsen haben gerade an Karneval Hochkonjunktur. Solche farbigen Weichlinsen werden auch unter Bezeichnungen wie Crazy Lens, Anime oder Manga-Look gehandelt. Der Berufsverband der Augenärzte (BVA) empfiehlt, einige Tipps zu berherzigen, damit das Karnevalsvergnügen nicht durch rote, entzündete Augen getrübt wird.

Krankenkasse muss Blinden sprechende Einkaufshilfe zahlen

Die Krankenkasse muss Blinden als Einkaufshilfe ein Barcode-Lesegerät mit digitaler Sprachausgabe bezahlen. Da das Gerät Blinden überhaupt erst ermögliche, selbstständig einzukaufen und sich im Haushalt zu orientieren, müssten gesetzliche Kassen die Kosten von rund 2500 Euro tragen. Das hat das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen in einem Ende Januar veröffentlichten Urteil (AZ.: L 4 KR 17/08) entschieden, meldet die Nachrichtenagentur dpa.