Hydrophiler Glaskörperersatz
Bisherige Glaskörpertamponaden nach Vitrektomie, die ihre tamponierenden Eigenschaften vornehmlich durch die Kombination aus Oberflächenspannung und Auftriebsvektor erzielen (wie Gase, Silikonöle, semifluorierte Alkane), sind in ihrer Wirkung limitiert, da weder eine vollständige noch gleichmäßige Tamponade aller Netzhautanteile erreicht wird und eine proliferative Vitreoretinopathie nicht sicher zu verhindern ist. Ein alternativer Ansatz ist die Verwendung von Hydrogelen als Glaskörperersatz. Prof. Dr. Martin S. Spitzer (Tübingen) erläutert den möglichen Einsatz und berichtet über Untersuchungen der Tübinger Arbeitsgruppe mit UV-quervernetzter Hyaluronsäure.

