Autor: Katica Djakovic

Hydrophile Kontaktlinsen als Bandage und Medikamententräger (Teil 2)

Weiche hydrophile Kontaktlinsen haben sich inzwischen über fünf Jahrzehnte lang nicht nur als Refraktionshilfe bewährt, sondern dienen in der Hand des erfahrenen Ophthalmologen auch als durchsichtige Bandage bei den verschiedensten Hornhautdefekten sowie als Medikamententräger bei zahlreichen akuten und chronischen Erkrankungen der vorderen Augenabschnitte. Im zweiten Teil des Updates erläutern Dr. Hans-Walter Roth, Dr. Gregor Nietgen (Ulm) und Dr. Mihály Vegh (Szeged) Kontraindikationen, Handhabung und Komplikationen von hydrophilen Kontaktlinsen als Bandage und Medikamententräger.

Jubiläumstagung der ­Julius-Hirschberg-Gesellschaft

Nach 30 Jahren zurück an den Gründungsort Aachen (Teil 2)
Dem Organisationskomitee der diesjährigen Jahrestagung der Julius-Hirschberg-Gesellschaft war es ein ganz besonderes Anliegen, zur 30. Zusammenkunft an den Gründungsort der Gesellschaft zurückzukehren: Aus diesem Anlass lud die JHG vom 7. bis 9. Oktober zur Jubiläumstagung nach Aachen ein. Im zweiten Teil fasst Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) die Vortragsthemen der dritten und vierten Sitzung zusammen.

Aktuelle Rechtsprechung zur ­Kostenerstattung für die femtolaser­assistierte Kataraktchirurgie

Seit seiner Einführung in die Kataraktchirurgie wird der Einsatz des Femtosekundenlasers hinsichtlich Effektivität und Ergebnisqualität untersucht und teils kontrovers diskutiert. Auch der Kostenaspekt spielt dabei eine Rolle: sowohl die Anschaffung als auch der Unterhalt sind mit Kosten verbunden, entsprechend sind auch die Behandlungskosten erhöht. In Bezug auf eine mögliche Kostenerstattung durch die PKV stellt sich die Frage, ob die femtolaserassistierte Kataraktchirurgie einen gesundheitlichen Mehrwert für den Patienten besitzt oder als so genannte Verlangensleistung nach § 1 Abs. 2 GOÄ zu bezeichnen ist und damit von den Kostenträgern als nicht erstattungsfähig eingestuft wird. RA Michael Zach (Mönchengladbach) erläutert die aktuelle Rechtsprechung, aus der sich ein einhelliger Standpunkt ableiten lässt.

Standardisierte Messung des ­Lesevermögens bei Anti-VEGF-Therapie

Neues automatisiertes Verfahren zur Visusmessung mittels iPad
Mit Einführung der Anti-VEGF-Therapie hat die Messung der zentralen Sehschärfe nochmal eine neue Qualität erhalten. Das Testergebnis zeigt letztendlich den zentralen Erfolg der Therapie aus Sicht des Patienten an. Auch für die Frage der Weiterbehandlung und den Erfolg der Therapie spielt der Verlauf der Sehschärfe eine wichtige Rolle. Aus den genannten Gründen ist es wichtig, ein Messverfahren zu haben, das unabhängig vom Untersucher die zentrale Sehschärfe standardisiert misst und im praktischen klinischen Alltag einfach angewendet werden kann. An der Augenklinik am Klinikum Kassel wurde hierfür eine App entwickelt, mit der man neben der Leseschärfe auch den Einzelvisus automatisiert messen kann. Prof. Rolf Effert, Juliana Wernhard und Claudia Föter (Kassel) stellen das neue automatisierte Verfahren zur standardisierten Messung des Lesevermögens im Rahmen einer Anti-VEGF-Therapie vor.

Verbesserte Früherkennung einer ­(Hydroxy)Chloroquin-Retinopathie

Aktuelle Empfehlungen für die Screening-Untersuchungen
Chloroquin oder Hydroxychloroquin sind für die erfolgreiche Therapie von Autoimmunerkrankungen unverzichtbar. Zur Vermeidung einer schwerwiegenden, irreversiblen Retinopathie als Spätfolge sind jedoch augenärztliche Screening-Untersuchungen erforderlich, da nur in Frühstadien das rechtzeitige Absetzen der Medikamente eine weitere Progression verhindern kann. Prof. Ulrich Kellner, Dr. Simone Kellner, Silke Weinitz und Ghazaleh Farmand erläutern aktuelle Möglichkeiten der Befundung, die zu einer Änderung der Screening-Empfehlungen für die verbesserte Früherkennung einer (Hydroxy)Chloroquin-Retinopathie geführt haben.

Longitudinale Bestimmung des ­Drusenvolumens bei AMD

Prognostische Relevanz der quantitativen Bestimmung
Drusen stellen ein charakteristisches Krankheitsmerkmal der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) dar und treten bereits in frühen Stadien der Erkrankung auf. Obwohl sich einige Untersuchungen in den letzten Jahren mit dem natürlichen Verlauf von Drusenvolumen bei intermediärer AMD beschäftigt haben, ist dessen prognostischer Wert für das Krankheitsfortschreiten weiterhin Gegenstand aktueller Forschung. Dr. Sarah Thiele, Dr. Arno P. Göbel, Prof. Frank G. Holz und Prof. Steffen Schmitz-Valckenberg (Bonn) erörtern, inwieweit die quantitative Bestimmung des Drusenvolumens möglicherweise eine prognostische Relevanz hinsichtlich des Konversionsgeschehens in eine späte AMD hat.

Hydrophile Kontaktlinsen als ­Bandage und Medikamententräger (Teil 1)

Weiche hydrophile Kontaktlinsen haben sich inzwischen über fünf Jahrzehnte lang nicht nur als Refraktionshilfe bewährt, sondern dienen in der Hand des erfahrenen Ophthalmologen auch als durchsichtige Bandage bei den verschiedensten Hornhautdefekten sowie als Medikamententräger bei zahlreichen akuten und chronischen Erkrankungen der vorderen Augenabschnitte. Dr. Hans-Walter Roth, Dr. Gregor Nietgen (Ulm) und Dr. Mihály Vegh (Szeged) erläutern die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten.

Tränenflüssigkeit als Quelle für ­Biomarker beim M. Parkinson

Trotz der beträchtlichen individuellen und gesellschaftspolitischen Bedeutung des Morbus Parkinson ist die korrekte Diagnose und Differentialdiagnose vor allem in frühen und daher wenig symptomatischen Krankheitsstadien sowie aufgrund phänotypischer Ähnlichkeiten zu atypischen und sekundären Parkinson-Syndromen schwierig. Zusatzuntersuchungen, wie zum Beispiel nuklearmedizinische Bildgebungen, zeigen oft eine hohe Sensitivität, aber eine niedrige Spezifität, die den Einsatz dieser Biomarker im klinischen Alltag limitiert. Eine frühe und korrekte Diagnose ist jedoch für die weitere Therapie und Prognose von entscheidender Bedeutung. Matthias Börger und Prof. Paul Lingor, Klinik für Neurologie an der Universitätsmedizin Göttingen, erörtern die Tränenflüssigkeit als Quelle für Biomarker beim M. Parkinson.

Das Auge im Alter

Serie zur Sammlung Roth
Alt sein ist unaufhaltsames Schicksal, denn spätestens mit dem Tag seiner Geburt, beginnt der Mensch schon zu altern. Der Prozess geht schleichend voran. Alle Teile des Körpers sind mehr oder weniger gleich davon betroffen, auch im Auge spiegelt sich dieser Vorgang wieder. Während ein Neugeborenes noch bis auf wenige Zentimeter Abstand vor seinem Auge alles scharf erkennen kann, ist dies bald schon nicht mehr der Fall. Mit zunehmendem Alter bedarf es beim Sehen in der Nähe, vor allem aber beim Lesen, einer Brille. Diese Situation machen sich Künstler immer wieder zum Motiv.

Amotio retinae mit Makulabeteiligung

Symptomdauer als Einflussfaktor auf die postoperative Visusentwicklung
Zahlreiche Faktoren wurden als entscheidend für die Prognose der postoperativen visuellen Rehabilitation bei einer Amotio retinae mit Makulabeteiligung identifiziert. Eine neuere Übersichtsarbeit zeigte, dass nach drei Tagen Symptomdauer die Prognose signifikant reduziert ist. In einer aktuellen Studie wurde nun untersucht, wie die postoperative Entwicklung des Visus in alleiniger Abhängigkeit der Symptomdauer verläuft. Priv.-Doz. Dr. Lars Wagenfeld und Dr. Andreas Frings (Hamburg) fassen die wesentlichen Ergebnisse zusammen.