Autor: Katica Djakovic

Universitätsklinik Gießen

Universitätsklinik Gießen

Verabschiedung von Prof. Dr. Herbert Kaufmann
Prof. Dr. Herbert Kaufmann, langjähriger Leiter der Universitäts-Augenklinik Gießen, hielt Ende Juni seine Abschiedsvorlesung. Kaufmann wurde, aus Köln kommend, 1978 nach Gießen berufen, zunächst als Direktor der Abteilung für Strabologie, ab 2001 nach der Emeritierung von Prof. Dr. K. W. Jakobi als Leiter der Universitäts-Augenklinik. 2006 trat er in den Ruhestand, führte aber kommissarisch die Klinik weiter bis April 2007. Mit Kaufmann zieht sich einer der renommiertesten Strabologen aus der Augenheilkunde zurück. Ein Beitrag von Dr. Hannsjürgen Trojan.

Funktionstraining nach MIOL-Implantation

Beschleunigung der Sehfunktion durch computergestütztes Training
Nach Implantation von Multifokallinsen verbessert sich der Visus oft über mehrere Monate. Diese Beobachtung, die durch einige Studien unterstützt wird, legt die Vermutung nahe, dass postoperativ ein protrahierter Lernprozess stattfindet. Am Knappschaftskrankenhaus in Sulzbach wurde nach einer geeigneten Trainingsmethode gesucht, um diesen Vorgang zu beschleunigen und auch messbar zu machen. Ein Beitrag von Gregor Ott, Dr. Hakan Kaymak und Prof. Dr. Ulrich Mester.

6. Juni ist Sehbehindertentag

„Ich sehe so, wie du nicht siehst“ ist das Motto des jährlich am 6. Juni stattfindenden Sehbehindertentages. Bundesweit machen an diesem Tag der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), seine 20 Landes- und Ortsvereine sowie rund 30 weitere Organisationen des Sehbehindertenwesens durch vielfältige Aktionen auf die Situation sehbehinderter Menschen aufmerksam.

Eine gutachterliche Erfahrung

Die palpatorische Druckmessung am eigenen Auge
Ein niedergelassener Augenarzt wurde von einem Glaukompatienten, nachdem er ihn zwei Jahre zuvor vorübergehend behandelt und an eine Universitäts-Augenklinik überwiesen hatte, auf Schmerzensgeld aus Arzthaftung verklagt: Der Augenarzt habe es versäumt, ihn über die Selbstpalpation zur Kontrolle des eigenen Augendruckes zu informieren, mit der die spätere Erblindung seines Auges hätte verhindert werden können, so der Kläger und berief sich dabei auf die vermeintliche Aussage eines anderen Augenarztes, bei dem er nachfolgend in Behandlung gewesen war. Über eine ganz eigenwillige gutachterliche Einschätzung berichtet Dr. Felix Brandt in seinem Erfahrungsbericht.

Endoskopische Tränenwegsrekonstruktion

Endoskopische Tränenwegsrekonstruktion

Zu Diagnostik und therapeutischen Verfahren
Die Diagnostik pathologisch veränderter Tränenwege beschränkte sich vor der Zeit der Endoskope auf die einfache Tränenwegspülung und Farbtests, die von den Augenärzten selbst durchgeführt werden konnten. Bildgebende Verfahren konnten nur mittels radiologischer Verfahren durchgeführt werden und gaben nur indirekte Hinweise auf Tränenwegsverschlüsse. Für den Tränenwegschirurgen waren diese Untersuchungen zumeist jedoch nicht ausreichend oder zufrieden stellend in der Planung der geeigneten Operationstechnik. Prof. Dr. Andreas Kuchar gibt einen Überblick über die Entwicklung der minimalinvasiven Verfahren und beschreibt die diagnostischen sowie therapeutischen Verfahren.

Engagement in Kibosho

Engagement in Kibosho

Am Fuße des Kilimandscharo in Tansania wächst seit Jahren eine durch deutsches Engagement entstandene Augenklinik, die 2002 von dem Traunsteiner Augenarzt Dr. Johann Dillinger gegründet wurde. Dillinger erhielt für sein Engagement das Bundesverdienstkreuz. Einer der in der Augenklinik ebenfalls regelmäßig tätigen deutschen Ärzte ist der in Eckernförde niedergelassene Augenarzt Dr. Hans-Joachim Miertsch, der für seinen Einsatz von den Lesern der „Eckernförder Zeitung“ zum „Menschen des Jahres“ gewählt wurde. Ein Beitrag von Dr. Hannsjürgen Trojan.