Autor: Katica Djakovic

Netzhautgefäßanalyse zur Prognose Diabetischer Retinopathie?

Netzhautgefäßanalyse zur Prognose Diabetischer Retinopathie?

Suche nach möglichen Risikoparametern
Die Diabetische Retinopathie stellt trotz intensiver Forschungstätigkeit auch heutzutage eine wichtige Komplikation bei Patienten mit Diabetes mellitus dar. Um zukünftig eine noch optimalere interdisziplinäre Betreuung von Patienten mit Diabetes mellitus zu erreichen, kommt der intensiven Suche nach weiteren Prognosefaktoren eine wichtige Rolle zu. Vor allem die endotheliale Funktionsfähigkeit von Netzhautgefäßen und die Entwicklung von standardisierten Testverfahren zur Detektion einer möglichen endothelialen Dysfunktion rücken zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses. Ein Beitrag von Priv.-Doz. Dr. Jens Dawczynski.

Makuladiagnostik mittels Digitaler Integrationsmethode (DIM)

Neue Möglichkeit der präzisen Korrelation von Angiographie und OCT
Die zwei wichtigsten bildgebenden Verfahren zur Makuladiagnostik – die Fluoreszenzangiographie (FLA) und die hochauflösende optische Kohärenztomographie (OCT) – wurden bislang als Bilder nebeneinander verglichen als Perfusionstopographie und Strukturtomographie. Bisher war dieser Vergleich unpräzise und betrachterabhängig, bei schlechtem Fundus-OCT-Bild kaum möglich und unsicher bezüglich Bewegungsartefakten. Priv.-Doz. Dr. Andrea Hassenstein, Prof. Dr. Gisbert Richard, Dr. Werner Inhoffen und Frank Scholz stellen die Digitale Integrationsmethode (DIM) vor, durch die erstmals objektiv pathologische Befunde in der FLA und im OCT nach Integration im FLA-Bild direkt verglichen und korreliert werden können.

Limitierte Verfügbarkeit von potentiellen Hornhautspendern

Ursachen und Verbesserungsvorschläge
Der Bedarf an Hornhauttransplantaten liegt in Deutschland etwa bei 7.000 pro Jahr, tatsächlich werden aber nur etwa 4.000 Patienten mit Keratoplastiken versorgt. Ein weitreichender Einsatz wird in Deutschland durch Spendermangel limitiert. Die Lions-Hornhautbank NRW hat sechs Monate lang Daten gesammelt und dabei Ursachen ermittelt, die dazu führten, dass aus einem großen potentiellen Spenderpool nur wenige echte Spender gewonnen wurden. Katja Rosenbaum und Dr. Klaudia Huber stellen die Ergebnisse ihrer Datenanalyse vor und zeigen Verbesserungsvorschläge auf.

Erste klinische Erfahrungen mit einem neuen 500 Hz-Excimerlaser

Bei den heute zur Verfügung stehenden Excimerlasern handelt es sich um sehr ausgereifte Lasersysteme, die den Markt der Refraktiven Chirurgie gut abdecken. Die modernen Excimerlaser haben einen hohen technischen Stand und eine große Sicherheit bei der Applikation am Auge erreicht. Dennoch gibt es weiterhin Optimierungsbestrebungen an einzelnen Systemen. Dr. Stefanie Schmickler fasst Ergebnisse eines Vergleichs zwischen einem neuen 500 Hz-Excimerlaser und seinem Vorgänger nach Anwendung in der Praxis zusammen.

Ursachen für Aphakie bei sekundärer Linsenoperation

Mit der Implantation von intraokularen Linsen (IOL) kann bei allen Patienten die ungünstige Situation der Aphakie vermieden werden, trotzdem gibt es auch heute noch aphake Patienten. In einer retrospektiven Untersuchung wurden an der Augenklinik der Philipps-Universität Marburg Gründe für eine Aphakie, die eine sekundäre Implantation einer IOL erforderlich machten, überprüft. Prof. Dr. Jörg C. Schmidt, S. C. Ronski und Priv.-Doz. Dr. Stefan Mennel erläutern die Untersuchungsergebnisse.

Für den SES in China und Ägypten

Für den SES in China und Ägypten

Der Augenarzt Dr. Klaus Schiller, von 1985 bis 2002 Leiter der Augenklinik in Glauchau, arbeitet seit seinem Wechsel in den Ruhestand für den Senior Experten Service (SES). Sein Wunsch war, in einem Entwicklungsland seine beruflichen Fähigkeiten an andere zu vermitteln. Es folgten kurze Einsätze in verschiedenen afrikanischen Ländern. In den Jahren 2005 und 2006 wurde er in Augenkliniken in China und Ägypten eingesetzt. Dr. Hannsjürgen Trojan fasst seine Erlebnisse vor Ort zusammen.

Vorschau auf den Kongress der International Uveitis Study Group (IUSG) in Konstanz

Vorschau auf den Kongress der International Uveitis Study Group (IUSG) in Konstanz

Internationaler Austausch zur Uveitis-Forschung
Vom 8. bis 12. September 2008 werden sich im Konzil-Haus in Konstanz Mitglieder der International Uveitis Study Group (IUSG) zu einem internationalen Austausch über intraokulare Entzündungen treffen. Der IUSG, ein Zusammenschluss von Ärzten, die sich auf entzündliche Erkrankungen spezialisiert haben, gehören derzeit weltweit etwa 80 Mitglieder an. Neben jährlichen kleinen Treffen, meist angebunden an internationale Kongresse, veranstaltet die IUSG alle vier Jahre einen großen Kongress, der den Teilnehmern einen Überblick über den aktuellen Wissensstand und zugleich einen Ausblick auf die nächsten Jahre bietet. Prof. Dr. Manfred Zierhut fasst Schwerpunkte und die Ziele des kommenden internationalen Kongresses, der erstmals in Deutschland stattfindet, zusammen.

Online-Bildatlas zur medizinischen Fortbildung

Der mehrsprachige Bildatlas der Augenheilkunde „Atlas of Ophthalmology“ umfasst 3.000 Bilder zur medizinischen Online-Fortbildung und wird beständig erweitert. Absicht der Autoren und Herausgeber war es, einen Referenzatlas der Augenheilkunde zu erstellen, der weltweit, mehrsprachig und kostenfrei zur Verfügung steht. Die Bilddatenbank besteht seit 2000 und ist eine der umfangreichsten und bestkommentierten Sammlungen von ophthalmologischen Krankheitsbildern. Prof. Dr. Georg Michelson stellt den Bildatlas vor.

Erhebung der distanzkorrigierten Leseschärfe

Der „Salzburg Reading Desk“ (SRD)
Patienten erwarten nach einer Presbyopiekorrektur eine Verbesserung des Lesevermögens ohne zusätzliche Lesehilfen. Dementsprechend sollte gerade in dieser Patientengruppe nicht der reine Nahvisus, sondern vielmehr die Lesefähigkeit erhoben werden. Die Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie der PMU Salzburg arbeitet seit 2004 daran, ein standardisiertes Gerät zu entwickeln, um objektive, valide und damit auch vergleichbare Ergebnisse im Bezug auf die Lesefähigkeit zu erheben. Dr. Alois K. Dexl, Dipl.-Ing. Dr. techn. Horst Schlögel, Prof. Dr. Michael Wolfbauer und Prof. Dr. Günther Grabner stellen ihr Projekt vor.

Therapie venöser Netzhautgefäßverschlüsse

Medikamentöse und chirurgische Behandlungsoptionen
Gefäßverschlüsse der Netzhaut stellen keine einheitliche Entität dar, sie sind vielmehr das Spiegelbild der gesamten Breite vaskulärer Erkrankungen im menschlichen Körper. In den letzten Jahren wurden vor allem zahlreiche neue Therapiekonzepte zur Behandlung venöser Netzhautgefäßverschlüsse vorgestellt und in klinischen Studien untersucht. Dr. Alireza Mirshahi, Dr. Nicolas Feltgen, Prof. Dr. Lutz Hansen und Priv.-Doz. Dr. Lars-Olof Hattenbach beschreiben Ursachen für die Entstehung venöser retinaler Gefäßverschlüsse sowie medikamentöse und chirurgische Therapieoptionen.