Autor: Katica Djakovic

Zum 4. Internationalen Pro Retina-Forschungskolloquium

Zum 4. Internationalen Pro Retina-Forschungskolloquium

Neue Ansätze zur Diagnostik und Therapie von Netzhauterkrankungen
Beim 4. Internationalen Pro Retina-Forschungskolloquium trafen sich rund 150 führende Wissenschaftler und Mediziner aus Deutschland, Europa und den USA Ende März im Templiner Seehotel bei Potsdam. Ziel des Kolloquiums ist vor allem der Austausch zwischen Klinikern und Grundlagenforschern, um bei bislang oft gar nicht oder nur schwer behandelbaren Netzhauterkrankungen neue Ansätze zur Diagnostik und Therapie zu entwickeln. Priv.-Doz. Dr. Hendrik P.N. Scholl, Dr. Steffen Schmitz-Valckenberg, Dr. Peter Charbel Issa und Prof. Dr. Frank G. Holz berichten über das diesjährige Treffen.

MVZ – Fluch oder Segen?

MVZ – Fluch oder Segen?

Vier Jahre nach ihrer Einführung im Gesundheitsmodernisierungsgesetz sorgen Medizinische Versorgungszentren (MVZ) für immer heftigere Debatten. Augenärzte sind geteilter Meinung über Nutzen und Gefahr von MVZ. Angela Mißlbeck gibt einen Überblick über die Entwicklung der MVZ und befragte jeweils einen Befürworter und einen Gegner zu ihren persönlichen Erfahrungen.

Moderne Therapieansätze mit dem Femtosekundenlaser

Technik und Anwendungsgebiete in der Hornhautchirurgie
In der Hornhautchirurgie werden zahlreiche inzisionale Techniken angewandt. Sowohl für die Sicherheit als auch für das therapeutische und optische Ergebnis ist es dabei wichtig, dass die Schnitte mit größtmöglicher Präzision geführt werden. Bisherige mechanische Methoden bieten mittlerweile gute Ergebnisse, durch die Einführung des Femtosekundenlasers wird diese Präzision jedoch nochmals gesteigert. Prof. Dr. Thomas Kohnen, Dipl.-Ing. (FH) Oliver K. Klaproth, Dr. Daniel Kook und Dr. Victor Derhartunian geben eine Übersicht über die Technik des Femtosekundenlasers und zeigen einige aktuelle Anwendungsgebiete in der Hornhautchirurgie sowie deren Vor- und Nachteile auf.

Neue Multifokallinse zur kombinierten Refraktionskorrektur

Zur Korrektur einer hohen Myopie, Hyperopie oder Presbyopie in Verbindung mit einem Hornhautastigmatismus stand bisher eine Kombination aus Linsen- und Hornhautchirurgie im Sinne von Bioptics zur Verfügung. Erstmalig ist nun seit Sommer 2007 eine diffraktive Multifokallinse als torisches Modell zur Korrektur der kombiniert vorliegenden Refraktionsfehler erhältlich. Priv.-Doz. Dr. Anja Liekfeld, Leonie Friederici und Dr. Necip Torun stellen die ersten Ergebnisse vor.

LASIK und NASA

Femto-LASIK erstmals für Astronauten zugelassen
Bisher führte eine Fehlsichtigkeit von Piloten der US Navy und der US Airforce als auch von Astronauten nahezu immer zur Untauglichkeit. Unter der Leitung des Ophthalmochirurgen Dr. Steve Schallhorn, selbst ehemaliger Jetpilot, wurden zahlreiche Studien über PRK und LASIK durchgeführt. Diese Studien bildeten unter anderem die Grundlage für die Entscheidung der NASA im September 2007, die moderne LASIK auch für Astronauten zuzulassen. Prof. Dr. Michael C. Knorz beschreibt einige der maßgeblichen Studien, die zu einer Anerkennung führten.

Vitalfarbstoffe in der Augenheilkunde

Pathologische Veränderungen der unsichtbaren oder semitransparenten Strukturen am Auge sind oft schwer mit bloßem Auge an der Spaltlampe oder unter dem OP-Mikroskop zu beurteilen. Aus diesem Grund hat es sich bewährt, ihre Oberfläche in-vivo mit Vitalfarbstoffen anzufärben, wodurch die Strukturen sichtbar und operativ leichter beurteilt werden können. Prof. Dr. Carsten H. Meyer bewertet verschiedene alte und neue Vitalfarbstoffe mit ihren Anwendungsmöglichkeiten.

Keratographie bei Hornhautleukom

Kosmetische Rekonstruktion von Iris und Pupille
Die Keratographie ist eine Behandlungsmethode, bei der farbechte Pigmente mit einer speziellen Tätowiernadel manuell in die Kornea eingebracht werden. Bei Leukoma Corneae oder Aniridie lassen sich so Iris und Pupille kosmetisch rekonstruieren. An der Augenklinik der Ludwig-Maximillians-Universität München wurden zwischen November 1997 und September 2007 mehr als 100 Patienten keratographiert. Eddy M. van der Velden, Dr. Ulrich C. Schaller, Martin Mentwich und Prof. Dr. Volker Klauß beschreiben das Verfahren, das vom Erstautor entwickelt wurde, und stellen Behandlungsergebnisse vor.

Abstoßungsprävention nach Keratoplastik

LUCIDA-Multizenterstudie zum Cyclosporin A abgebenden Implantat
Von einer Immunreaktion nach Keratoplastik sind insbesondere Patienten mit erhöhtem beziehungsweise hohem Abstoßungsrisiko betroffen. Um insbesondere diesen Patienten zu helfen, wird eine Abstoßungsprävention dringend benötigt. Im Rahmen einer Multizenterstudie führt die Universitäts-Augenklinik Düsseldorf zwei klinische Studien der Phase II und III durch, um die Wirksamkeit und Verträglichkeit von LX201, einem Cyclosporin A abgebenden Implantat, zu überprüfen. Dr. Klaudia Huber, Elena Galvagni, Dr. Yevgeniya Sokolovska, Lutz Alswede und Priv.-Doz. Dr. Klaus Schmitz stellen das LUCIDA-Studienprogramm vor, in dem weltweit über 400 Patienten behandelt werden sollen.

Zur 9. gemeinsamen AAD-Tagung von BVA und DOG in Düsseldorf

Zur 9. gemeinsamen AAD-Tagung von BVA und DOG in Düsseldorf

Aktuelle Entwicklungen – zukünftige Strukturen
Aktuelle Entwicklungen in der Augenheilkunde – so lautete das diesjährige Hauptthema unter dem die Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD) zu einem gefühlten Frühlingsbeginn Anfang März in Düsseldorf tagte. Zum gewohnt breit gefächerten fünftägigen Fortbildungsprogramm in Form von Vorlesungen, Seminaren und Symposien fanden sich auch Kursangebote, die aktuelle berufspolitische Aspekte aufgriffen und gegenwärtig drängende Fragen niedergelassener Augenärzte widerspiegelten: So standen Möglichkeiten von Kooperationsformen ebenso auf dem Programm wie Fragen zur Zulassungsrückgabe und eine Diskussion mit KBV-Chef Dr. Andreas Köhler zur zukünftigen Struktur augenärztlicher Versorgung. Ein Bericht von Ulrike Lüdtke.