Autor: Katica Djakovic

Neue Multifokallinse zur kombinierten Refraktionskorrektur

Zur Korrektur einer hohen Myopie, Hyperopie oder Presbyopie in Verbindung mit einem Hornhautastigmatismus stand bisher eine Kombination aus Linsen- und Hornhautchirurgie im Sinne von Bioptics zur Verfügung. Erstmalig ist nun seit Sommer 2007 eine diffraktive Multifokallinse als torisches Modell zur Korrektur der kombiniert vorliegenden Refraktionsfehler erhältlich. Priv.-Doz. Dr. Anja Liekfeld, Leonie Friederici und Dr. Necip Torun stellen die ersten Ergebnisse vor.

LASIK und NASA

Femto-LASIK erstmals für Astronauten zugelassen
Bisher führte eine Fehlsichtigkeit von Piloten der US Navy und der US Airforce als auch von Astronauten nahezu immer zur Untauglichkeit. Unter der Leitung des Ophthalmochirurgen Dr. Steve Schallhorn, selbst ehemaliger Jetpilot, wurden zahlreiche Studien über PRK und LASIK durchgeführt. Diese Studien bildeten unter anderem die Grundlage für die Entscheidung der NASA im September 2007, die moderne LASIK auch für Astronauten zuzulassen. Prof. Dr. Michael C. Knorz beschreibt einige der maßgeblichen Studien, die zu einer Anerkennung führten.

Vitalfarbstoffe in der Augenheilkunde

Pathologische Veränderungen der unsichtbaren oder semitransparenten Strukturen am Auge sind oft schwer mit bloßem Auge an der Spaltlampe oder unter dem OP-Mikroskop zu beurteilen. Aus diesem Grund hat es sich bewährt, ihre Oberfläche in-vivo mit Vitalfarbstoffen anzufärben, wodurch die Strukturen sichtbar und operativ leichter beurteilt werden können. Prof. Dr. Carsten H. Meyer bewertet verschiedene alte und neue Vitalfarbstoffe mit ihren Anwendungsmöglichkeiten.

Keratographie bei Hornhautleukom

Kosmetische Rekonstruktion von Iris und Pupille
Die Keratographie ist eine Behandlungsmethode, bei der farbechte Pigmente mit einer speziellen Tätowiernadel manuell in die Kornea eingebracht werden. Bei Leukoma Corneae oder Aniridie lassen sich so Iris und Pupille kosmetisch rekonstruieren. An der Augenklinik der Ludwig-Maximillians-Universität München wurden zwischen November 1997 und September 2007 mehr als 100 Patienten keratographiert. Eddy M. van der Velden, Dr. Ulrich C. Schaller, Martin Mentwich und Prof. Dr. Volker Klauß beschreiben das Verfahren, das vom Erstautor entwickelt wurde, und stellen Behandlungsergebnisse vor.

Abstoßungsprävention nach Keratoplastik

LUCIDA-Multizenterstudie zum Cyclosporin A abgebenden Implantat
Von einer Immunreaktion nach Keratoplastik sind insbesondere Patienten mit erhöhtem beziehungsweise hohem Abstoßungsrisiko betroffen. Um insbesondere diesen Patienten zu helfen, wird eine Abstoßungsprävention dringend benötigt. Im Rahmen einer Multizenterstudie führt die Universitäts-Augenklinik Düsseldorf zwei klinische Studien der Phase II und III durch, um die Wirksamkeit und Verträglichkeit von LX201, einem Cyclosporin A abgebenden Implantat, zu überprüfen. Dr. Klaudia Huber, Elena Galvagni, Dr. Yevgeniya Sokolovska, Lutz Alswede und Priv.-Doz. Dr. Klaus Schmitz stellen das LUCIDA-Studienprogramm vor, in dem weltweit über 400 Patienten behandelt werden sollen.

Augenärztliche Untersuchungen auf Cabo Verde

Augenärztliche Untersuchungen auf Cabo Verde

Die Inselwelt Cabo Verde ist erst seit dem 15. Jahrhundert von Menschen bewohnt. Was aber gibt es mitten im Atlantik an Augenkrankheiten? Wenig findet man darüber in der Fachliteratur. Auf Initiative und mit Unterstützung der drei Hilfsorganisationen „Freunde helfen Freunden“, ADEVIC und AMIPAUL reiste Augenarzt Dr. Hannsjürgen Trojan auf die Kapverdischen Inseln, um einen Eindruck der ophthalmologischen Versorgungssituation zu gewinnen, auf deren Grundlage eine mögliche dauerhafte Hilfestellung geschaffen werden soll. Im nachfolgenden Bericht schildert er seine Erfahrungen.

Kongress DOC 2008

Kongress DOC 2008

Interview mit Dr. Armin Scharrer
Vom 12. Juni bis 15. Juni 2008 findet der 21. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) im Messezentrum Nürnberg statt. Rund 4.700 Teilnehmer aus 56 Ländern konnte die Tagung der Ophthalmochirurgen im letzten Jahr zu ihrer 20. Jubiläumsveranstaltung begrüßen und versteht sich damit als inzwischen größter augenchirurgischer Kongress in Europa. Innovative Entwicklungen und Fachaustauch stehen auch in diesem Jahr wieder im Mittelpunkt des umfassenden Programmangebotes, das nicht nur zu Vorträgen, Kursen und Wetlabs lädt, sondern auch kontroverse Diskussionen anstoßen möchte. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem DOC-Präsidenten Dr. Armin Scharrer über die diesjährige Tagung.

Zum 4. Internationalen Pro Retina-Forschungskolloquium

Zum 4. Internationalen Pro Retina-Forschungskolloquium

Neue Ansätze zur Diagnostik und Therapie von Netzhauterkrankungen
Beim 4. Internationalen Pro Retina-Forschungskolloquium trafen sich rund 150 führende Wissenschaftler und Mediziner aus Deutschland, Europa und den USA Ende März im Templiner Seehotel bei Potsdam. Ziel des Kolloquiums ist vor allem der Austausch zwischen Klinikern und Grundlagenforschern, um bei bislang oft gar nicht oder nur schwer behandelbaren Netzhauterkrankungen neue Ansätze zur Diagnostik und Therapie zu entwickeln. Priv.-Doz. Dr. Hendrik P.N. Scholl, Dr. Steffen Schmitz-Valckenberg, Dr. Peter Charbel Issa und Prof. Dr. Frank G. Holz berichten über das diesjährige Treffen.

Primäre Vitrektomie bei akuter postoperativer Endophthalmitis

Ergebnisse einer Studie an der Univ.-Augenklinik Leipzig
Eine postoperative Endophthalmitis ist eine gefürchtete Notfallsituation in der Augenheilkunde, da trotz Anwendung moderner medikamentöser und chirurgischer Behandlungsmethoden oftmals eine erhebliche Minderung der Sehschärfe, in einigen Fällen sogar ein Verlust des Auges droht. In einer Studie der Universitäts-Augenklinik Leipzig wurden die klinischen Daten von 30 Patienten ausgewertet, die aufgrund einer akuten postoperativen Endophthalmitis nach Kataraktoperation oder nach sekundärer Implantation einer Hinterkammerlinse behandelt wurden. Dr. Matus Rehak, Prof. Dr. Peter Wiedemann und Priv.-Doz. Dr. Petra Meier stellen die Untersuchungsergebnisse vor.